Frage zu Waldfläche auf Landsitz

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Konstantin
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Frage zu Waldfläche auf Landsitz

Beitrag von Konstantin » 05.02.2010, 15:31

In den deutschen Büchern gibt es eine Unstimmigkeit bezüglich der Waldfläche auf dem Landsitz.

Band 4, Seite 177
Auf drei Vierteln oder auf der Hälfte des Grundstücks wollen wir einen Wald aus verschiedenen Baumarten pflanzen.
Band 5, Seite 11
Nach Anastasias Vorstellung sollte das Grundstück von lebenden Bäumen eingezäunt sein, und ein Viertel des Hektars sollte aus Wald bestehen.
Im ersten Zitat steht: 3/4 bis 1/2
im zweiten steht: 1/4
Was stimmt nun? Mag jemand mit russisch-Kenntnissen die Originaltexte diesbezüglich lesen und hier antworten? Würde mich sehr freuen.

Viele Grüße
Konstantin

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Andreas Hinz
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Re: Frage zu Waldfläche auf Landsitz

Beitrag von Andreas Hinz » 06.02.2010, 23:26

Hallo Konstantin,

ohne die Originalausgabe gelesen zu haben folgende Rechnung:

Der Familienlandsitz soll von lebenden Bäumen umzäunt sein, u. a. beeren- und früchtetragende. Diese werden meistens nicht so groß, die wilden Exemplare allerdings schon. Die Wildapfelbäume bei uns sind sehr viel wuchtiger und breiter als die gezüchteten Apfelsorten. Selbst die alten Hochstämme erreichen kaum die Breite der Wildäpfel. Aber selbstverständlich sind auch Eichen, Ahorn, Kiefern und in Russland Arven dabei. Ich gehe davon aus, dass die Bäume ein klein wenig innerhalb der Grenze gepflanzt sind. Lässt man sie so wachsen, dass ihre kronen einen Schirm bis auf die Erde bilden und damit Wind- und Sichtschutz, dann erreicht so eine Baumhecke mindestens einen Kronendurchmesser von 10 m. Die breitesten Bäume, die mir begegnet sind, waren Eichen mit 25 m Kronendurchmesser und darüber. Nehmen wir an, von dieser Baumhecke reichen nur 7 m in den Hektar hinein, dann ergibt sich folgendes:

1 ha = 10 000 m² = 100 m x 100 m
also insgesamt 400 m Grenze.

Ein lebender Zaun von 400 m Länge und 7 m Breite innerhalb des Familienlandsitzes würde

400 m x 7 m = 2800 m² bedecken

Das wäre etwas mehr als 1/4 des Hektars, genau genommen 28 %. So genau muss es nicht gerechnet werden, weil die 7 m Kronenbreite, die ich als dichten Waldsaum sehe, nur fiktiv sind. Der lebende Zaun kann auch noch etwas breiter sein, um so besser schützt er das Land.

Dazu noch 1/4 Wald auf dem Hektar, damit sind wir in etwa bei der Hälfte Wald.
www.sonnengaertnerei.de

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Konstantin
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Re: Frage zu Waldfläche auf Landsitz

Beitrag von Konstantin » 08.02.2010, 13:16

Hallo Andreas,

danke für Deine Gedanken, jedoch helfen sie mir nicht weiter.
Mich interessiert die exakte Wortwahl im Buch.
Außerdem gilt eine Hecke als Waldsaum und nicht als Wald. Das ist ein komplett anderes Biotop.
Meine Frage ist was genau die Empfehlung von Anastasia ist. Sollten es 3/4 ha Wald sein und man dazu die Fläche des grünen Zauns dazurechnet bleibt nicht mehr viel für Haus und Gemüse.

Spekulieren kann man viel. Mich interessiert zuerst die genaue Empfehlung.

Viele Grüße
Konstantin

Frieder
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Re: Frage zu Waldfläche auf Landsitz

Beitrag von Frieder » 09.02.2010, 01:03

Hallo,
Ja das mit der Heckenfläche habe ich mir auch schon überlegt. Andererseits sehe ich es auch so, daß jeder Landsitz auf die jeweilige Personen und Situation/Umfeld individuell unterschiedlich sein können. Auch wenn interessant zu erfahren wäre, was im Originaltext steht, so denke ich daß beide Verhältnisse im Variationsbereich des Konzeptes liegen.
Zumal Wald ja nicht gleich Wald ist: Wer 3/4 seiner Fläche mit dichter Fichtenschonung füllt, da bleibt in der Tat nicht mehr viel übrig.....
Als anderes Waldbeispiel fällt mir ein Gespräch ein, in dem ein lokaler Weinbauer sich über den Streuobstbau ausgelassen hat: "Ein Obstwald sei es doch, was den Ort umgibt, und kein Streuobstanbau!" ;-)

Ich habe mir die Stelle im Buch 4 angesehen. Dort wird ergänzt, daß im Wald durch dichtere Pflanzungen Pferche für Tiere angelegt werden sollen. Bei den 3/4 Wald wird wohl kein so dichter Baumbestand gemeint sein, wie wir gewöhnlich als Wald ansehen.
Ich denke also, dir bleibt da voller Gestaltungsspielraum, nach deinen Wünschen und Bedürfnissen. Allerdings habe ich jetzt in einem Wildgartenbuch den Hinweis gelesen, daß der Waldgarten später am wenigsten Arbeit macht ... [vielleicht also doch 3/4....]

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