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ICH - SEKTE -- Eine Kurzgeschichte von W. Megre 
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Wladimir Megre
(Anastasia.ru; bersetzung von Heidt)



Ich erhebe gar keinen Anspruch auf die Autorenschaft fr diese entweder humoristische, oder eine lebensfantastische Erzhlung. Fr deren Titel und Anfang haben Leser, Forum-Teilnehmer den Ansto gegeben, die, wie es mir scheint, eine gebhrende Antwort den Klatschmulern gegeben haben... Ich schlage allen Interessenten vor, darin eigene Ergnzungen und nderungen vorzunehmen.



ICH - SEKTE



Ein groer Saal des internationalen Presszentrums konnte nicht alle Teilnehmerinteressenten an einer Journalistenpressekonferenz aufnehmen.

Alle wollten sehen und hren einen Menschen, Reprsentanten einer einzigartigen Erscheinung, die in der menschlichen Gemeinschaft an der Schwelle zur neuen Jahrtausend geschah.

Und nun zur Elite der internationalen Journalistik trat ein strammer lchelnder junger Mensch heraus, sprach seine ersten Worte aus:

- Guten Tag, ich heie Batyr.

Was hat nun dieser junger Mann solch sensationelles angestellt? Folgendes. Er grndete eine Sekte unter dem Namen Ich-Sekte und stellte ein einmaliges Programm der Umgestaltung des Planeten auf.

Die ersten Fragen der Journalisten waren Standardfragen. Wer leitet Ihre Sekte? Wie gro ist sie? Die Antworten berraschten die Versammelten. Der junge Mensch sagte:

- Meine Sekte heit Ich-Sekte, die steht unter meiner totalitren Leitung. Weil die Aufnahme in meine Sekte streng begrenzt ist, ist sie vorerst ein Mann stark - das bin ich selbst, doch es ist vorgesehen, deren Anzahl bald auf Kosten meiner Braut Olenka zu verdoppeln. Nachdem sie meiner Sekte beitritt, nehme ich mit ihr in neun Monaten noch einen Menschen, ich denke, einen Jungen auf. Danach wird fr zwei Jahre die Aufnahme neuer Mitglieder nicht geplant. Nach zwei Jahren nehmen wir noch einen Menschen auf, ich denke, es wird ein Mdchen sein. Und berhaupt, ich mit meiner Braut Olenka planen unsere Sektenzahl auf neun Menschen zu bringen.

Frage aus dem Saal:

- Welches Programm hat Ihre Sekte?

Antwort:

- Ein Hektar Land nehmen, einen Garten anlegen, ein Haus im wunderschnen Garten aufbauen und um das Haus herum ein Raum der Liebe schaffen.

Alle Mitglieder meiner totalitren Sekte mssen reine Luft einatmen, sich nur mit frischen Lebensmitteln ernhren, die Gttlichen Oasen auf der Erde schaffen und glcklich sein.

Frage aus dem Saal:

- Ihr Verhltnis zu anderen Glaubensbekenntnissen, Parteien, Lehren?

Antwort:

- Alles, was Sie genannt haben, bezieht sich auf die Sekten unter dem Namen Jemandes-Sekte. Ich erkenne sie berhaupt nicht an, weil sie nicht der Verwirklichung meines totalitren Programms beitragen.

Frage aus dem Saal:

- Dann hat also die Presse sich auf euch gestrzt mit den Publikationen unter schockierenden Schlagzeilen, wie, zum Beispiel, in der Wochenschrift Sobesednik - Rette sich, wer kann.

Antwort:

- Ja, es sind die, na, die Sekten unter dem Namen Jemandes-Sekte haben sich auf mich gestrzt.

Frage aus dem Saal:

- Sie haben ganze menschliche Gemeinschaft, gefestigte in den Jahrhunderten Philosophien herausgefordert, oder wie Sie sich selbst uern, alle Sekten unter dem Namen Jemandes-Sekte. Sind Sie sicher, dass Sie in unserer Zeit standhalten knnen?

Antwort:

- Ich bin absolut sicher. Und mehr noch, ich werde sie mit noch mehr Herausforderungen berschtten. Und ich habe es nicht vor, in eurer Zeit zu stehen. Ich gehe in meiner Zeit.

Frage aus dem Saal:

- Wie Sie verstehen, es gibt sehr viele Sekten unter dem Namen Jemandes-Sekte und manche darunter sind sehr zahlreich. Mit wem werden Sie denn Freundschaft schlieen, mit wem wird Ihre kleine Sekte verkehren?

Antwort:

- Es gibt andere Sekten unter dem Namen Ich-Sekte, dort ben andere Leiter totalitre Fhrung aus. Ich werde mit ihnen verkehren.

Unter den im Saal versammelten Journalisten lief ein unruhiges Flstern durch. Jemand rief die Frage ngstlich aus:

- Dann also, es gibt noch Sekten unter dem Namen Ich-Sekte? Wie viele sind es?

- Es sind noch nicht viele. Etwa eine Million. Es entstehen jedoch immer neue.

Einige Minuten lang herrschte im groen Saal des internationalen Presszentrums eine Totenstille. Darin ertnte eine nchste, jedoch schon schchterne Frage:

- Sagen Sie, bitte, werter Leiter der geistigen Konfession unter dem wunderbaren Namen Ich-Sekte, haben auch andere wunderbare Konfessionen Ich-Sekte genau solche Programme, wie bei Ihrer Sekte? Stehen Sie auf gutem Fu mit ihnen oder sind sie Ihre Gegner?

Antwort:

- Wir sind keine Gegner. Doch es gibt bei uns Elemente heimlicher Konkurrenz. Jeder Leiter einer totalitren Ich-Sekte meint, dass er es schafft, den allerbesten Raum der Liebe zu erschaffen. Ich wei aber ganz bestimmt, dass der beste auf Erden mein sein wird. Weil meine Braut Olenka das beste Mdchen auf der Welt ist.

Da sprang vom Platz ein bekannter Fernsehmoderator des ersten Kanals ORT und rief:

- Meine Herren! Kollegen! Seht ihr denn wirklich nicht, wie man uns zum Narren hlt? Der junge Mensch ist bestrebt, fr seine Geliebte ein paradiesisches Eckchen einzurichten, eine gesunde, glckliche Familie zu grnden. Shne und Tchter von seinem geliebten Mdchen zu bekommen. Und er lacht einfach ber uns, wie ber Idioten.

Der Saal fllte sich gleichzeitig aus sowohl mit einem emprten Geheul, als auch mit Gelchter. Es waren Rufe zu hren:

- Was fr ein Prachtkerl! Hat uns zum Lachen gebracht. Er will ja tatschlich eine glckliche Familie grnden. Wer hat dich berechtigt, Leute zu verspotten?

Der junge Mensch hob ruhig die Hand, beruhigend den Saal, und sprach:

- Ich bitte um Verzeihung, meine Herren, falls ich jemand beleidigt habe. Ich will tatschlich einen Raum der Liebe schaffen, Familienlandsitz anlegen, wo meine Kinder und meine geliebte Olenka glcklich leben werden. Und nicht ich nannte meine Taten als Programm einer totalitren Sekte. Jemand von euren Kollegen hat doch Gerchte verbreitet, dass es eine Sekte sei. Und nun hab ich euch berzeugt. Wozu aber brauche ich meine Zeit und meine Krfte zu verschwenden, um von allerlei Klatschen abzubringen? Ihr knnt meine Taten nennen, wie ihr wollt...

- Wer? Wer? Wer? - hngte die Frage im Munde der Versammelten im Saal. Und unter der hngenden Frage sich tief zum Boden gebeugt, strzte los zum Ausgang ein verschwitzter Mensch mit bewegten Augen.

Der junge Mensch stand auf, lchelte den aufgeregten, streitenden miteinander Journalisten zu, und sagte:

- Entschuldigt mich, meine Herren, ihr knnt ja ohne mich hier miteinander streiten. Ich habe eine Menge zu tun. Ich gehe los, das Projekt meines knftigen Landsitzes fr meine Sekte zu erschaffen.

Er nherte sich schon dem Szenenrand, als pltzlich eine schallende Frauenstimme mit einem offensichtlich ausgeprgten englischen Akzent auf Russisch rief:

- Junger Mann! Bitte! Eine Minute. Warten.

Er blieb stehen und wendete sich zur verzweifelten Frauenstimme und sah eine aufgestandene von ihrem Platz junge Journalistin aus NEW-YORK TIMES.

Die Amerikanerin begann aufgeregt zu sprechen:

- Ich verstehe, die Aufnahme in Ihre Sekte ist streng begrenzt, besonders fr die Frauen. Ich mchte aber auch in dem Raum leben. Ich will im Raum der Liebe leben. Sie werden mich aber, natrlich, nicht aufnehmen, Sie haben Olenka. Ich will aber und habe mich entschlossen. Ich erklre hier vor allen. Ich grnde eine totalitre Ich-Sekte. Ich werde Raum der Liebe fr meine Sekte bauen. Erlauben Sie mir bitte, junger Mann, den in Nachbarschaft mit Ihnen aufzubauen. Ich werde Ihre gute Nachbarin sein.

- Nun, im Allgemeinen, - antwortete junger Mann Amerikanerin, - htte ich nichts einzuwenden. Sie sind aber in Ihrer Sekte noch allein. Fr eine Frau wird es schwierig sein.

- Ich bin allein. Ich habe aber keine Angst, wenn schwierig ist. Ich schaffe es. Vielleicht gefllt mein Raum jemand, und jemand wnscht sich dann, meiner Sekte beizutreten, - antwortete junge Frau aus NEW-YORK TIMES und errtete.

- Madame! - sprach ein aufgestandener Journalist aus Frankreich, - ich studierte Architektur, begeisterte mich fr Botanik. Ich bitte Sie, Madame, nehmen Sie mich in Ihre totalitre Sekte auf. Ich werde mich bemhen fr meine Sekte. Oder fr Ihre, Madame. Oder fr unsere. Ich wei nicht, wie man es besser sagt. Aber ich mchte es so sehr in Ihrer Sekte zu sein, unter Ihrer totalitren Leitung Raum der Liebe aufzubauen, so dass es in Nachbarschaft auch mit einem guten Raum ist.

- Guten Tag! Guten Tag! - sprang vom Platz ein Journalist des DEUTSCH-EXPRESS, - was fr ein Quatsch nehmt mich auf. Die Aufnahme muss nur auf einer Konkursgrundlage stattfinden. Ich erhebe auch den Anspruch, ich bin nicht nur Journalist, sondern auch ein Knstler, Designer. Zudem hab ich mich in Katrin noch vor einem Jahr verliebt whrend dem Treffen auf einer Pressekonferenz in Bulgarischen Botschaft, bin einfach noch nicht dazu gekommen, das zu sagen. Doch jetzt -

- Meine Herren, meine Herren, - stand von seinem Platz ein lterer Journalist aus DAILY-TELEGRAF auf. - Natrlich, mein Alter. Nein, was ist Alter. Ich bin ermchtigt eine Erklrung zu machen. Ich ernenne mich zum Leiter einer totalitren Ich-Sekte. Ich werde auch bauen. Nehmt auch mich als einen guten Nachbar.

Den groen Saal des internationalen Presszentrum verlieen lebhaft miteinander sprechende Journalisten.

Viele von ihnen fhrten das Gesprch noch auf der Strae, Paare gebildet. Diese Paare, nach deren freudigen, ein bisschen aufgeregten Gesprchen zu urteilen, lieen Schlsse zu - jedes Paar stellte eine totalitre Sekte unter dem Namen Ich-Sekte dar. Man kann auch anders sagen, jedes Paar stellte eine knftige Familie dar, die sich zum Ziel den Aufbau eines eigenes Familienlandsitzes, eigenes Raumes der Liebe setzten. Wie soll man richtiger sagen? Sekte oder Familie? Wer kann sich jetzt darin zurechtfinden? Ist es auch die Hauptsache in dieser Geschichte?


01.05.2003, 23:22

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Beitrag 
:mrgreen: Ich finde diese Geschichte herrlich!!!! Ich habe vor, ab heute auch eine Ich Sekte zu grnden!!! Wir sollten das alle tun und somit kundtun, dass wir fhig sind, verantwortungsvoll und gut leben zu knnen, eigenstndig und offen, umweltbewut und intelligent.....ich freu mich auf die Gesichter meiner kleinen Familie heute. Diesen Vorschlag werde ich mit Hilfe dieser Storrie in die Mailfreundeswelt tragen, vielleicht mssen noch mehr schmunzeln und nehmen teil an diesem Projekt der Weltenumkehr zum Guten, zur Natur und deren Kreislauf. Ich wnsche Dir weiterhin so wunderbare geistige Ergsse. Deine Claudia (Celestine). :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea: :mrgreen:

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Lebe Dein Leben wie eine frhliche Melodie und gleich wird es Dir besser gehen!!! Bewahre Deine Trume, lebe Deine Trume!!! C.


09.05.2003, 10:55
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hallo,

ich will au zu dieser sekte gehren. hi hi hi


07.05.2004, 16:14
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Die Ich- Sekte oder die Ein-Kuh_Sekte!
Obige Begebenheit könnte so in Russland stattfinden.

In Deutschland erlebe ich gerade eine andere Komödie:
Seit der Kindheit hatte ich den gleichen Traum, wie dieser junge Mann: Ein einfaches naturverbundenes Leben in liebevoller Gemeinschaft. Ich versuchte mich in der Verwirklichung in Deutschland, zusammen mit einem Bauernsohn. Die Gemeinschaft wuchs um 4 Mitglieder, das Paradies schien prächtig zu gedeihen. Der Garten versorgte uns, wenn nötig griffen wir zurück auf die Apotheke der Natur. Aber der Schein trog, ..... und so machte ich mich mit 3 Familienmitgliedern auf die Suche nach unserem wahren Paradies. Mein Kindheitstraum führte uns im Sommer nach Sibirien.
Weils soooooo schön war, blieben wir 3 Wochen auf einem einsamen Bauernhof in der Taiga. Auch so eine "Ich- Sekte", 3 Mitglieder, ohne Zugehörigkeit zu irgendeiner Glaubensrichtung, wie ich auch.
Ja, wir aßen das Gemüse aus dem Garten und tranken die Milch einer Kuh ( eine von zweien) .... und als ein Kind sich verletzte, griffen wir zu Hausmitteln und verarzteten selbst, die Gastgeber halfen uns wo sie nur konnten. Gastfreundschaft eben. Das Wasser floss im Bach - aber auch aus dem Hahn. Der Honig kam direkt von den Bienen, die Zedernnüsse fielen vom Baum ...., wie das so ist in der Natur ....

Dies ist für ein deutsches Gericht Beweis genug, dass ich mich in einer Sekte aufgehalten haben muss ..... Selbstversorgung und Naturheilverfahren ..... und der Zielflughafen Novosibirsk .....
mit der Folge, dass meine "Ich-Sekte" nun an allen Grenzposten der Shengener Staaten ausgeschrieben ist ... zur Verhinderung einer angeblich drohenden Verschleppung der Kinder in eine Sekte ......
sprich: meine deutsche Ich-Sekte kann nun nicht mehr selbstbestimmen, ob sie eine russische Ich-Sekte besuchen möchte.

Lustig finde ich den Gedanken, dass mit dieser Beweisführung ein deutsches Gericht praktisch alle Landbewohner Russlands als sektenzugehörig einstuft, denn alle haben eine Kuh und einen Garten und wissen sich selbst zu helfen .....

Interessant ist auch, dass die unentgeldliche Weitergabe von Wissen an russische "Existenzneugründer" ( so könnte man die Ich- Sekten-Gründung in Fachdeutsch bezeichnen) ebenfalls auf eine Sektenzugehörigkeit hindeuten soll. Bei mir fiel das immer unter Hilfe zwischen Bekannten und Freunden.
Aber da wusste ich auch noch nichts von "Ich-Sekte " und ihrer Strafbarkeit in Deutschland.


05.03.2010, 12:20
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Liebe Nanni,

ganz kann ich diese Geschichte nicht begreifen.
Mein Sohn lebt mit meiner Schwiegertochter und meinem Enkel in einer Anastasia-Siedlung in Russland. Und die Drei reisen natürlich auch nach Deutschland. Erst letzte Woche fuhren sie wieder nach Russland zurück. Aber mit welcher Begründung sollte man sie aufhalten? Sie haben ein gültiges Visum für Russland und können so ungestört reisen. Und erst recht eine Anastasia-Siedlung dürfte doch danach unter Sekte fallen.
Steckt da mehr dahinter?

Liebe Grüße von einer grübelnden
Christa

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05.03.2010, 13:58
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Hallo Christa,

bei Nanni scheint es genau umgekehrt zu sein, wie bei Deinen Kindern. Wenn ich sie richtig verstehe, lebt sie in Deutschland und hat mit ihren Kindern Menschen in Russland besucht. Und aus irgendwelchen schwer nachvollziehbaren Gründen glauben die deutschen Behörden nun, dass sie mit ihren Kindern bei einer russischen Sekte war und hindern sie an weiteren Besuchen.

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06.03.2010, 00:35
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Liebher Andreas, das habe ich schon verstanden. Allerdings sind meine Kinder auch in Deutschland gemeldet und wohnen noch offiziell hier. Sie leben mit einem Visum in Russland - sind offiziell also nichts anderes als Besucher dort, wenn auch längerfristiger.

Ich begreife die Beweggründe deshalb nicht. Wie kommen die Behörden überhaupt darauf? Deshalb fragte ich, ob da mehr hinter steckt.

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06.03.2010, 09:44
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Hallo Christa!
Was steckt dahinter?
Im Prinzip ein einfacher Fehler:
Ein Gedanke ist der Anfang einer Kette, in deren Verlauf ein Bild entsteht - die Gestaltung eines Bildes. Ein Bild ist die Summe vieler Gedanken.
Ein "falscher" Gedanke ..... verändert somit die Welt und hat große Auswirkung ... die Kraft der Gedanken........

Diese Geschichte zeigt im Kleinen, wie die Welt durch falsche Gedanken aus den Fugen geraten kann.
Es wurden flüchtige Gedanken weitergegeben, fremde Gedanken aufgenommen und weitergesponnen ohne mittels Gefühl und logischem Denken diese Gedanken auf deren nachvollziehbare Wahrhaftigkeit zu überprüfen. Ob wissentlich oder unwissentlich spielt keine Rolle. Und immer wieder kam ein neuer unkontrollierter Gedanke dazu und veränderte das Orginalbild von einem harmlosen Aufenthalt bei einer russischen Familie
Der Anfang war der Gedanke " Gott weiß alles", Jahre zuvor auf zwei Postkarten erwähnt. Eine harmlose Feststellung ... für den Autor der Zeilen. Nicht bedeutungslos für Menschen, die ein schlechtes Gewissen haben .... und annehmen, dass der Autor dieses Satzes etwas weiß. Der Gedanke“ Sektenzugehörigkeit – naiver unglaubwürdiger Mensch“ war geboren.
Dieser Gedanke wurde weiter getragen. Der Nächste nahm den Gedanken auf, denn "welche normale Frau fährt einfach mal nach Sibirien, ohne Reiseunternehmen", ...... baute ihn aus mittels Wikipedia..... und schon gab es das Bild: Ferien in einer Sekte...... Auf Grund von Macht – und Rachegelüsten und aus Neid wurde der Gedanke " drohende Verschleppung der Kinder" zugefügt, denn dies verhinderte ein vielversprechendes Vorstellungsgespräch und unkontrollierte Reisen mit den Kindern ins Ausland.
Dieses neue Bild ist die Basis um einen Sorgerechtsstreit zu beginnen. Der sogenannte Zufall bescherte eine Anwältin, die jede Gelegenheit wahrnimmt um zu streiten, denn das bringt Geld in die Kasse. Also wird die Geschichte noch um scheinbare Beweise ausgebaut.
Die Geschichte wandert zum Jugendamt: eine Dame glaubt einfach, was sie zuerst hört. Klingt doch auch dramatisch. In Sibirien sollen schon Kinder erfroren sein .... Ein Herr poliert gerne an seinem Ansehen und demonstriert seine Macht ... da ist so eine spektakuläre Verschleppung gerade richtig, diese Mutter muss man klein kriegen und festbinden.
Da die Aussagen der Kinder nicht in das erschaffene Weltbild passen, wird kurzentschlossen diagnostiziert, die Mutter manipuliere die Kinder, sie seien nur willenlose Marionetten, deren Aussagen man kritisch betrachten müsse.
Die Aussagen der Mutter wurden mit dem Argument bei Seite geschoben, sie habe ein schwarzes Loch in der Psyche und merke nicht, dass sie manipuliere.
Dieses schön ausgestaltete Bild trifft auf einen Richter, nach dessen Weltbild Frauen Männer mundtot reden und die Kinder den Vätern entziehen wollen. Und mit denen man nicht reden kann, weil sie widersprechen. Zusammen mit der Unglaubwürdigkeit aus dem vorigen Gedankenkonstrukt ergab sich daraus für ihn die Frage, ob ein weiterer Aufenthalt der Kinder bei der Mutter überhaupt dem Wohl der Kinder dienlich ist. ......
Um sein Weltbild nicht in Frage stellen zu müssen, ignoriert der Richter die Beweise, die Gegenteiliges beweisen und beauftragt nun Psychologen …….

Ein Bild, verursacht durch einen unkontrollierten Gedanken beschäftigt Anwälte, Jugendämter, Beratungsstellen, Justiz, Regierungspräsidium, Polizeipräsidium, Grenzposten, Rathaus, Landratsamt, Ärzte, .... und verbraucht vil Energie: Nerven , Zeit, Geld, …..
Der Gewinn ist bisher Erfahrungsreichtum und neu gewonnene Freundschaften

Das Prinzip der Lawine ...... in Verbindung mit Unwissen, mangelndem Feingefühl, Übereifer, Kleingeist, Hochmut, Neid, Hass, Intoleranz, Machtallüren, Eigenwilligkeit ....
Jeder Mensch hat Gedanken, die kommen und gehen. Er ist gesegnet mit klarem Verstand und hat die Pflicht, die Gedanken zu überprüfen auf Wahrheit mittels seines Gefühls und des Verstandes.

So negativ diese Geschichte auf den ersten Blick erscheinen mag, beim näheren Hinsehen kommen die positiven Seiten zum Vorschein.
Zum Beispiel die Erkenntnis wie fehlerhafte Gedanken für einige Zeit die Welt ins Wanken bringen können …….. Für einige Zeit nur, denn irgendwann wird die Illusion der Realität Platz machen müssen!


10.03.2010, 22:08
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Registriert: 27.07.2009, 13:40
Beiträge: 29
Vielleicht sollte ich zugeben, dass ich in einer Sekte war .... :
EINQ Sekte ( gesprochen der Ein - Kuh Sekte),
Bei den Mitgliedern kann ein Emotionen - Intelligenz -Naturverbundenheits - Quotient gebildet werden. Einfach gesagt naturverbundene Menschen mit gütigem Herz und gesundem Menschenverstand.Eine Kuh ist nicht Voraussetzung. [/quote][/quote]


10.03.2010, 22:21
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Registriert: 27.07.2009, 13:40
Beiträge: 29
Damit kein Missverständnis aufkommt:
Ich schrieb vorausgehende Zeilen nicht, um Anklage zu erheben oder über das Schicksal zu jammern.
Jeder der Beteiligten hat aus seiner Sicht der Welt und seinem Verständnis von den Dingen "richtig" gehandelt.

Wir sollten mit Humor betrachten, welche Auswikungen ein Besuch haben kann.

Und Christa, Du wunderst Dich, dass Deine Kinder keine "Probleme" haben .....
es trifft nicht jeden der gleiche Zufall, sondern jeden trifft sein persönliches Schicksal!
Das Schicksal - eine Aufgabe, die uns wachsen lässt.


11.03.2010, 11:16
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