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Weisheiten - Sprüche - Zitate - Aphorismen zum Thema 
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Registriert: 09.02.2008, 21:53
Beiträge: 67
Wohnort: Österreich
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Der Geist des Anfängers hat viele Möglichkeiten,
der Geist des Kundigen hat wenige.


Lob und Tadel, Nutzen und Schaden,
Lust und Leid kommen und gehen, wie der Wind.
Um glücklich zu sein,
ruhe wie ein großer Baum mitten unter ihnen allen.


Wenn du die Wahrheit nicht genau dort entdecken kannst,
wo du bist,
wo sonst glaubst du sie wohl zu entdecken?


Das Herz gleicht einem Garten.
Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen.
Was für Keimlinge willst du darin anpflanzen?


Jeder wachsame Schritt,
jede achtsame Handlung
ist der direkte Weg zum Erwachen.
Wo immer du gehst, da bist du.

( Buddhistische Weisheiten)


Zuletzt geändert von ASA am 19.11.2008, 08:46, insgesamt 1-mal geändert.



18.11.2008, 11:54
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Registriert: 12.10.2008, 11:18
Beiträge: 76
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Mein Urgroßvater litt nicht, daß ich die öffentliche Schule besuchte,
sorgte aber dafür, daß ich zu Hause von tüchtigen Lehrern unterrichtet
wurde, und überzeugte mich, daß man zu solchem Zweck nicht sparen dürfe.


Mein Erzieher gab nicht zu, daß ich mich an den Wettfahrten beteiligte, weder in Grün noch in Blau,
auch nicht, daß ich Ring- und Fechterkünste trieb. Er lehrte mich Mühen ertragen, wenig bedürfen, selbst Hand anlegen,
mich wenig kümmern um anderer Leute Angelegenheiten und einen
Widerwillen haben gegen jede Ohrenbläserei.

Marc Aurel,
Abschnitte 5 und 6 aus dem Ersten Buch seiner "Selbstbetrachtungen"

Marc Aurel (121-180) - römischer Kaiser und Philosoph - hat nach
kritischer Auseinandersetzung mit sich selbst seine berühmten Selbstbetrachtungen niedergeschrieben.
Wir erleben einen Menschen, der, gestützt auf die stoische Weltanschauung, sich die Unerschütterlichkeit der Seele bewahrt hat.
In jahrelanger Pflichterfüllung widerstand er den Verlockungen der Willkür
und Verschwendung und übte seine Macht mit einem so großen Maß an
Selbstverleugnung und Verantwortung aus, wie nur wenige seiner Vorgänger und Nachfolger.
Seine Sorge galt einzig dem Reich und dem Frieden. Die Selbstbetrachtungen des M.A. führen zugleich,
in leicht faßlicher Form, in die stoische Lehre der Antike ein. (Buchklappentext)

_________________
Nun feiern wir, vereinten Siegs gewiß,
Das Fest der Feste:
Freund Zarathustra kam, der Gast der Gäste!
Nun lacht die Welt, der grause Vorhang riß,
Die Hochzeit kam für Licht und Finsternis...
F.W. Nietzsche, Aus hohen Bergen


18.11.2008, 18:28
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Registriert: 12.10.2008, 11:18
Beiträge: 76
Sowenig wie das Lesen
kann die bloße Erfahrung das Denken ersetzen.
Die reine Empirie verhält sich zum Denken
wie Essen zum Verdauen und Assimilieren.

Dem Deutschen ist es sogar gut, etwas lange Worte
im Munde zu haben: denn er denkt langsam,
und sie geben ihm Zeit zum Besinnen.

Ein eigentümlicher Fehler der Deutschen ist, daß sie,
was vor ihren Füßen liegt, in den Wolken suchen.

Es gibt nur eine Heilkraft, und das ist die Natur;
in Salben und Pillen steckt keine, höchstens können
sie der Heilkraft der Natur einen Wink geben,
wo etwas für sie zu tun ist.

Nur die Heilungen, welche die Natur selbst und aus
eigenen Mitteln zustande bringt, sind gründlich.

Die Heilmittel der Ärzte sind meistens bloß gegen Symptome
gerichtet, als welche sie für das Übel selbst halten; daher
wir nach einer solchen Heilung uns unbehaglich fühlen.
Läßt man hingegen der Natur nur Zeit, so vollbringt sie
allmälig selbst die Heilung; nach welcher wir alsdann uns
besser befinden als vor der Krankheit oder, wenn ein
einzelner Teil litt, dieser sich stärkt.

Arthur Schopenhauer, 1788 - 1860, Aphoristisches aus seinem Werk

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Freund Zarathustra kam, der Gast der Gäste!
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F.W. Nietzsche, Aus hohen Bergen


19.11.2008, 11:36
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Ein Eigenart der Deutschen ist, daß sie,
was vor ihren Füßen liegt,
in den Wolken suchen.
Eine andere Eigenart ist,
sie geniessen die Sonne in anderen Ländern
anstatt die Sonne im eigenen Land zum Scheinen zu bringen.
Sie sehen die Schatten bei anderen,
ohne zu merken, dass es ihre eigenen sind.
Sie emanzipieren die Frauen und übersehen,
dass sie den Männern die Stärke rauben.
Sie diskriminieren Frauen und übersehen,
dass sie damit den Schoß der Gesellschaft mit Füßen treten.
Sie predigen Menschenrechte,
und sie beachten weder Marienkäfer oder noch die Schönheit der Morgenröte.

Sie spenden fleißig für gute Zwecke,
aber sie machen selten für fremde die Tür auf.
Sie wollen dass die Welt ihre Produkte für teures Geld kauft,
kaufen aber selbst nur das billigste.

.
.Man könnte es lange fortsetzen, es gäbe so vieles.....
und nicht nur in Deutschland.......

in zwei Worten:
verkehrte Welt!

Mit viel Liebe habe ich das Paradies erschaffen,
dann vertrieb mich die Schlange mit ihrem tödlichen Gift.
Nun warte ich geduldig auf meine Rückkehr,
es ist nur eine Frage der Zeit,
wann der Schlange die Nahrung ausgeht
und sie sich selbst auffrisst.

Auch im Exil scheint die Sonne,
man trägt sie im Herzen.

Es lebe die Liebe,
ich liebe das Leben!


19.11.2008, 13:17
Beitrag 
Eigenart - ihre eigene Art
Sie schufen sich ihre eigene Welt - eine verkehrte

Sie setzten sich mit großer Begeisterung in ihren Zug
und die meisten merkten nicht,
dass ihr rückwärts fahrender Zug nie am Ziel ankommt.
Einige sprangen ab und kehrten zu Fuß um.
Mit dem Stillstand des Zugs
wegen Abnutzungserscheinungen
und Treibstoffmangel,
kam das große Erwachen.
Alles jammern nützte nichts,
sie mussten umkehren und
zu Fuß die Strecke zurücklegen,
mit den Überesten des Zugs als Gepäck.
Es war ein weiter. mühsamer Weg,
aber ein heilsamer.


19.11.2008, 13:38

Registriert: 12.10.2008, 11:18
Beiträge: 76
Beitrag 
Gebet für den Schöpfer

Heute, Schöpfer, hilf mir,
die Geschichte meines Lebens so herrlich zu erschaffen,
wie Du das ganze Universum erschaffst.
Beginnend mit dem heutigen Tag hilf mir,
meinen Glauben an die Wahrheit wiederzuentdecken,
an die leise Stimme meines inneren Einklangs.
Ich bitte Dich, Gott, Deine Liebe durch jedes Wort, das ich sage,
durch jede meiner Handlungen zu manifestieren.
Hilf mir, jede Aktivität in meinem Leben zu einem Ritual der Liebe
und Freude zu machen. Laß mich die Liebe als Material zur Erschaffung
der schönsten Geschichte über Deine Schöpfung benutzen.
Heute, Gott,
ist mein Herz von Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens erfüllt.
Ich danke Dir für das Bewußtsein, daß Du nur Vollkommenheit erschaffst,
und weil Du mich erschaffen hast,
glaube ich an meine eigene Vollkommenheit.
Gott, hilf mir, mich selbst bedingungslos zu lieben,
auf daß ich meine Liebe mit anderen Menschen und mit allen Formen
des Lebens auf diesem herrlichen Planeten teilen kann.
Hilf mir, meinen eigenen Traum vom Himmel zu erzeugen,
zum ewigen Glück der Menschheit.
Amen.


Don Miguel Ruiz, Nagual der toltekischen Tradition,
aus "Die innere Wahrheit"

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22.11.2008, 08:32
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Anmerkungen
Zum Bild Zug:

Sie wollten mehr als ihr Ziel erreichen,
deshalb fuhren sie fort und machten sich auf die Suche.
Denjenigen, die bemerkten, dass dies die verkehrte Richtung war,
wurde gesagt sie sähen falsch.
Es wurde ihnen so lange
gesagt, bis sie es glaubten.
Irgendwann sahen sie dann tatsächlich
den Fortschritt im Wegschreiten vom Ziel.
Sie waren verkehrt gewickelt.
Diejenigen, die ausstiegen,
wunderten sich zunächst,
wo ihnen der Kopf steht,
auch zweifelten sie von Zeit zu Zeit,
denn manchmal hatten sie das Gefühl,
etwas verkehrt zu machen.
Nachdem sie sich langsam, aber stetig entwickelten,
wurde ihnen mit jedem Tag mehr bewusst,
wie verkehrt gewickelt die Zugfahrt war.


Zum Paradies

Mit viel Liebe habe ich mein Paradies erschaffen,
dann vertrieb mich Gott, weil er durchschaute,
dass es ein Schein war, dem ich blind erlag.
Gott sei Dank hat die Illusion ein Ende,
Ich bin angekommen in der Realität
und in seinem Paradies.

So klingt es nach einem Fußmarsch in Richtung Ziel,
dem A und O, mit der richtigen Wicklung.

-------------------------------------------------------------------------------------


Ich werde einen Engel schicken,
der dir vorausgeht.
Er soll dich auf dem Wege schützen
und dich an den Ort bringen,
den ich bestimmt habe.
Achte auf ihn
und höre auf seine Stimme!

Exodus

[/b]


22.11.2008, 18:04

Registriert: 12.10.2008, 11:18
Beiträge: 76
Jeder Mensch ist die selbständige und freiwillige Antwort
auf eine Frage Gottes; natürlich kennt "Mister Gott" alle Antworten schon:
aber eben bis dato bloß theoretisch--

T.G. und Anna, in meine Sprache übersetzt.

Anna ist ein kleines Mädchen, das um die Mitte des
20. Jahrhunderts in London gelebt hat; von ihren Eltern schwer
mißhandelt, reißt sie im Alter von fünf Jahren daheim aus und
wird von einem damals 19jährigen Burschen liebevoll aufgenommen.
Ihre zauberhafte Geschichte ist in 27 Episoden wiedergegeben
in einem schmalen Bändchen von 122 Seiten.
Erzählt wurde sie von dem
irischen Mathematiker, der sich "Fynn" genannt hat.

Fynn: "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna",
Fischer Taschenbücher, ISBN 3-596-22414-4

Anna ist nicht einmal 8 Jahre "alt" geworden.
Was sie uns lehrt, verdient,
nicht in Vergessenheit zu geraten-

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23.11.2008, 13:34
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Registriert: 12.10.2008, 11:18
Beiträge: 76
Auch der Mutigste von uns
hat nur selten den Mut zu dem,
was er eigentlich weiß...


Um allein zu leben, muß man ein Tier oder ein Gott sein
- sagt Aristoteles. Fehlt der dritte Fall: man muß beides sein - Philosoph.


Ich will, ein für allemal, vieles nicht wissen. - Die Weisheit zieht
auch der Erkenntnis Grenzen.


Hilf dir selber: dann hilft dir noch jedermann. Prinzip der Nächstenliebe.


Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie
nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.


"Böse Menschen haben keine Lieder." - Wie kommt es , daß die Russen
Lieder haben?


Friedrich W. Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile,
Nummern 2, 3, 5, 9, 10 und 22.

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27.11.2008, 14:34
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Registriert: 12.10.2008, 11:18
Beiträge: 76
Beitrag 
Wenn ein Bewußtsein nur sich selbst wahrnimmt, dann sieht es nur
die unwiederbringliche Zeit. Sieht es aber die Familie und die
Verwandten und die Kinder und die Geburten und das Zusammensein
mit anderen Menschen, dann sieht es die Wiederholungen, dann ist
die Zeit eher ein Feld - eine Ebene, ein Kontinent, auf dem man
reisen könnte -, als ein Stundenglas, das läuft und verrinnt.

aus: Peter Höeg, "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels",
Carl Hanser Verlag, Seite 272 unten

Drei Kinder begegnen sich Anfang der siebziger Jahre in
Biehls Privatschule am Rand von Kopenhagen: Peter, Katarina
und der kleine August. Alle drei sind Waisen und versuchen
eine Art von Ersatzfamilie zu bilden
gegen das übermächtige System der Schule, die ein
Veredelungsapparat sein will und ein Unterdrückungsinstrument ist.
(Buchklappentext)

Das Buch, als Roman deklariert, ist die Verarbeitung der
realen Erlebnisse des 1957 geborenen Autors.

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30.11.2008, 22:24
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