Auf das Thema antworten  [ 34 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste
Junge Anastasia-Leser in Deutschland?! 
Autor Nachricht
Benutzeravatar

Registriert: 11.01.2012, 08:35
Beiträge: 12
Wohnort: Horstmar bei Münster
Hallo Zusammen!

Erstmal was zu mir: Ich heiße Joshua, bin seit 19 Jahren in diesem Körper auf der Erde. Erst Anfang diesen Jahres habe ich angefangen, die Anastasia-Bücher zu lesen. Aufmerksam wurde ich in diesem Fall durch meine Eltern, die die Bücher kurz vorher angefangen haben. Innerhalb von 2 1/2 Monaten hatte ich alle Bänder "verschlungen" :lol: Zur Zeit lese ich einzelne Bände kreuz und quer nochmal... Direkt nach dem Lesen (bzw. schon dabei) keimte in mir der Gedanke der direkten Umsetzung. Denn: Wenn ich so etwas lese, kann ich nicht einfach weiter machen wie bisher. Jetzt erstmal zu meiner Frage:

Ich wundere mich, dass in meiner Altersklasse (+- einige Jahre) bisher so wenige Menschen getroffen habe, die auch nur ansatzweise Interesse an Themen, wie Anastasia sie anspricht, haben. In meinem Umfeld habe ich bisher noch keine(n) in diesem Alter gefunden, mit dem ich mich über so etwas austauschen könnte. Jetzt frage ich mich: Gibt es wirklich so wenige junge Menschen in Deutschland, die diese Bücher gelesen haben, oder hab ich bisher einfach nur keine kennen gelernt :?: :?: :?:

Auf eure Antworten freue ich mich, denn ich bin gewiss, dass die zweite Vermutung stimmt...



Viele Grüße
Josh

_________________
I live the life I love... And I love the live I live!


02.08.2012, 17:30
Profil

Registriert: 07.07.2012, 16:38
Beiträge: 10
Wohnort: Leipzig
Hallo Joshua!

Na dann sind wir ja schon mal zwei, die sich diese Frage stellen! Ich wunder mich auch darüber, dass sich Leute in meinem Alter nicht für Anastasias Ideen interessieren und viele andere in diese Richtung gehenden Gedanken vollkommen ablehnen. Zuweilen kommt es mir so vor, als sei unsere Generation überhaupt nicht gewillt sich einem anderen Lebensstil zu öffnen. Das Klischee der erfrischenden, offenen und experimentierfreudigen Jugend sehe ich in meinem Umfeld nicht bestätigt.

...aber da liegt wohl auch der springende Punkt: mein Umfeld! Mein Umfeld ist geprägt von Zukunftsängsten und Karrierewahn. Man will "was werden" und zeigen, was man schon ist. Die allgemeine Ansicht ist, dass man zuerst hart arbeiten muss, um sich später mal einen schönen Landsitz in der Toskana leisten zu können.

Zum Glück sind nicht alle so! Ja, du hast vollkommen Recht, wenn du insgeheim glaubst, dass es auch andersdenkende junge Leute gibt, sie dir nur noch nicht begegnet sind.
Ich hab einpaar Kommunen und Ökodörfer besucht und dort auch einige junge Leute getroffen, die über den Tellerrand blicken. Allerdings, das muss ich zugeben, ist mir noch niemand in meinem Alter begegnet, der sich speziell für Anastasias Gedanken interessiert.

Vielleicht liegt das daran, dass sich unsere Generation sehr viel Zeit damit lässt, sesshaft zu werden und eine Familie zu gründen. Im Moment denken Leute in unserem Alter eher daran, wo sie das nächste Praktikum machen sollen und welches Studienfach die beste Wahl wäre. Landsitz und Familie scheinen noch in weiter Entfernung zu sein.

In ein paar Jahren werden sich vielleicht mehr Leute unserer Generation für Anastasias Lebensstil interessieren. ...nunja, wer weiß, vielleicht gehts ja auch schon schneller.

Liebe Grüße
Thea


04.08.2012, 11:40
Profil
Benutzeravatar

Registriert: 11.01.2012, 08:35
Beiträge: 12
Wohnort: Horstmar bei Münster
Hallo Thea!

Es freut mich, deine Worte zu lesen. Das gibt schonmal Energie :-)

Das was du zu den "experimentierfreudigen" Jugendlichen sagst, kann ich in meinem Umfeld genauso bestätigen. Dort kann ich häufig den ziemlich starren Blick (Erst Abi, Studium, Praktika dann Job, später evtl Familie, Haus bauen etc.) sehen... Von einem Ansatz einer Vision ist dort leider nichts zu finden. Auch deshalb trenne ich mich immer mehr von meinem ehemaligen Umfeld.

Beim ersten großen Weda Elysia Treffen im März waren auch ein paar jüngere Menschen dabei, die nicht nur über den Tellerrand guckten, sondern auch an den Anastasia-Gedanken interessiert sind. Seit dem Treffen habe ich aber leider nichts mehr von ihnen gehört.

Hast du es denn im deinem "Umfeld", dass du immerhin Impulse o.Ä. setzen kannst?
Ich habe so etwas schon einige mal versucht, doch die meisten haben bisher abgeblockt. Daher habe ich mich entschieden, einfach vorzuleben, anstatt anderen irgendetwas erklären zu wollen.

Viele Grüße
Joshua

_________________
I live the life I love... And I love the live I live!


04.08.2012, 12:07
Profil

Registriert: 07.07.2012, 16:38
Beiträge: 10
Wohnort: Leipzig
Wahrscheinlich ist das Vorleben die beste Art zu überzeugen! Meistens wenn ich meinen "normalen" Freunden was erzähle (über Anastasia oder andere Themen wie 'free energy'), bekomme ich zur Antwort: "Das ist ja schön und gut, ABER ...!" ...und dann lasse ich es letzten Endes einfach sein. Ich will und kann ja auch niemanden bekehren.

Am Anfang hatte ich sogar Angst, als esoterischer Spinner abgetan zu werden und hab mich deshalb mit meinen Freunden erst mal gar nicht über sowas unterhalten. Das kam mir dann allerdings so vor, als hätte ich zwei Identitäten. Und außerdem hab ich mich von meinen besten Freunden entfremdet, weil ich sie nicht an meinem Prozess hab teilhaben lassen. Nunja, jetzt wissen sie so ungefähr womit ich mich beschäftige und wovon ich träume, sie finden es schräg und seltsam, aber das ist ok für mich.

Ab und zu hab ich den Eindruck, dass einige Leute wirklich nach tieferem Wissen und nach besonderen Erfahrungen suchen. Aber es gibt Unmengen an "alternativer" Literatur, spirituellen Gruppen und Meditationstechniken ... - dagegen ist ein kleines grünes Buch von einem unbekannten russischen Autor eher unscheinbar.

Hast du es denn schon geschafft aus dem Hamstercurriculum von Schule-Ausbildung-Job- Familie auszutreten und deinen eigenen Weg zu gehen?

Liebe Grüße
thea


04.08.2012, 12:50
Profil
Benutzeravatar

Registriert: 11.01.2012, 08:35
Beiträge: 12
Wohnort: Horstmar bei Münster
Als "Spinner" wurde ich auch schon von einigen Menschen bezeichnet... Das kenn ich :roll:

Thea hat geschrieben:
... bekomme ich zur Antwort: "Das ist ja schön und gut, ABER ...!" ...und dann lasse ich es letzten Endes einfach sein. Ich will und kann ja auch niemanden bekehren.

Ja, das kenn ich ganz genauso! Und Bekehrung ist nun wirklich nich das richtige Mittel...

Ich selber hatte ursprünglich nach dem Fachabi ein Studium geplant... Beziehungsweise hatte ich mich damals stark von meiner damaligen Freundin und meinem leiblichen Vater/Erzeuger beeinflussen lassen. Allerdings habe ich mich dann rechtzeitig wirklich entschieden, nicht den "normalen" Weg zu gehen. Also habe ich eine selbstständige Tätigkeit angefangen (Ich gestalte & programmiere Webseiten). Den Druck, den mein Vater/Erzeuger jetzt aber aufbaut, ist enorm. Er steckt eben voll im Hamsterrad drin und will, dass ich irgendetwas "sicheres", sprich Ausbildung oder Studium, mache... Sehr viel Angst steckt da noch hinter...

Ich selber sehe das mit der Selbständigkeit jetzt als Übergang, denn ich weiß, dass ich nicht mein Leben lang Webseiten machen will. Eher sehe ich es jetzt als Vorbereitung für das Leben auf dem Familienlandsitz. Denn gerade am Anfang wird hier und dort eben noch Geld benötigt, weshalb ich dafür jetzt vorsorgen will. Parallell dazu habe ich dieses Jahr mit Imkerei / Bienenhaltung angefangen, was ich später auf dem Familienlandsitz / in der Siedlung weiterhin machen werde und anbieten kann.

Meine Vision mit Familienlandsitz etc. kann er gar nicht "verstehen".

Aber "zum Glück" habe ich nicht mehr viel Kontakt mit meinem Vater. Mit meinen Eltern, sprich meiner Mutter und meinem Stiefvater, ist das ganz anders - Hier ist es eine gemeinsame Vision.

Also um auf deine Frage zu antworten:
Ja, ich bin im Großen und Ganzen aus dem Hamstercurriculum ausgetreten. Durch das Gewerbe besteht aber noch Kontakt zum System... Ich befinde mich jetzt in der direkten Vorbereitung - einerseits für den eigenen Familienlandsitz, andererseits für die Gründung der Familienlandsitz-Siedlung.

Viele Grüße
Josh

_________________
I live the life I love... And I love the live I live!


04.08.2012, 13:22
Profil

Registriert: 07.07.2012, 16:38
Beiträge: 10
Wohnort: Leipzig
Hut ab! Es ist gar nicht so einfach, nicht das zu tun, was Eltern und Gesellschaft von einem erwarten. Und ja, es hat wirklich mit Angst und wenig Vertrauen zu tun, wenn Eltern unbedingt wollen, dass man sich dem System fügt. Manchmal lernen sie erst durch die Kinder, dass es auch noch was anderes gibt und dass man auch (wenn nicht gar nur) außerhalb des Hamsterrads glücklich sein kann. (Zumindest habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass meine Eltern durch ihre Kinder lernen ;)
Auch mein Vater meint zu wissen, was gut für mich ist (einen handfesten Beruf hätte ich mal lieber erlernen sollen) und ich muss ihn enttäuschen, weil ich seine Erwartungen nicht erfülle (nunja, wenigstens kann ich schon bald einen Studienabschluss vorweisen, auch wenn das Fach in seinen Augen wertlos ist).

Ich wünsch dir alles Gute beim Gegen-den-Strom-Schwimmen und beim Landsitz-Aufbauen!
Liebe Grüße
Thea


05.08.2012, 13:59
Profil

Registriert: 01.04.2009, 20:38
Beiträge: 30
Wohnort: Kassel
Zitat:
Beim ersten großen Weda Elysia Treffen im März waren auch ein paar jüngere Menschen dabei, die nicht nur über den Tellerrand guckten, sondern auch an den Anastasia-Gedanken interessiert sind. Seit dem Treffen habe ich aber leider nichts mehr von ihnen gehört.

Auch wenn man voneinander nichts mehr hört, ich denke noch oft an das Treffen zurück ;)

Meine Meinung zu dem Thema der Jugend und den Familienlandsitze ist einfach die, dass der heutigen Jugend diese Naturverbundenheit völlig fremd ist. Ich hab bemerkt, dass einer der in seiner Kindheit Kontakt vorallem zu Gärten hatte (Dörflich gelebt oder oft zu Besuch bei den Großeltern) viel viel offener für diese Lebensentwürfe ist als jemand, der ausschließlich in der Stadt gelebt hat.

Und lesefaul ist auch die Mehrheit... ich auch ^^. Die Bücher habe ich in 3 Monaten bis Band 8 gelesen, und jetzt lese ich aber sogut wie garnicht mehr darin. Viel wichtiger ist für mich nun die Umsetzung des gelesenen in der Jugendarbeit.
Erstmal ist m.E. wichtig, den Kindern zu verdeutlichen, dass sie Kinder Gottes sind und auch so mit ihnen umzugehen. Ihnen verantwortung für ihr Leben zu übergeben und Träume in ihnen zu wecken. Den Weg, den wir Anastasia-Leser beschreiten wollen auch zu gehen und andere einzuladen mit uns zu gehen.

Gruß
Eduard


05.08.2012, 22:35
Profil ICQ
Benutzeravatar

Registriert: 11.01.2012, 08:35
Beiträge: 12
Wohnort: Horstmar bei Münster
Hi Eduard!

Freut mich, von dir zu hören :)
Johnzen hat geschrieben:
Auch wenn man voneinander nichts mehr hört, ich denke noch oft an das Treffen zurück ;)

Ja, ich denke auch häufiger an das erste Treffen zurück. Wir sind ja gerade mitten in den Vorbereitungen für das 2. große Weda Elysia Treffen (15.&16. September)...

Johnzen hat geschrieben:
Meine Meinung zu dem Thema der Jugend und den Familienlandsitze ist einfach die, dass der heutigen Jugend diese Naturverbundenheit völlig fremd ist.

Das ist bei sehr sehr vielen Jugendlichen in meinem Bekanntenkreis auch der Fall gewesen. Wir hatten uns ja beim Treffen auch über TEN SING unterhalten. Bei der TS-Gruppe, wo ich bis Anfang des Jahres noch mitgewirkt habe, gab es auch niemanden, der ansatzweise auch nur an der Natur interessiert war....

Das mit der Lesefaulheit kann ich in meinem Bekanntenkreis nur teilweise bestätigen. Andere lesen auch sehr viel...

Naja, wie dem auch sein.

_________________
I live the life I love... And I love the live I live!


06.08.2012, 16:58
Profil

Registriert: 12.01.2010, 07:49
Beiträge: 176
Wohnort: Waiblingen, BW.
Zitat:
Meine Meinung zu dem Thema der Jugend und den Familienlandsitze ist einfach die, dass der heutigen Jugend diese Naturverbundenheit völlig fremd ist. Ich hab bemerkt, dass einer der in seiner Kindheit Kontakt vorallem zu Gärten hatte (Dörflich gelebt oder oft zu Besuch bei den Großeltern) viel viel offener für diese Lebensentwürfe ist als jemand, der ausschließlich in der Stadt gelebt hat.


Ich denke man kann die Jugend nicht so über einen Kamm scheren. Es gibt sicher viele die voll vom System eingefangen sind. Das ist der Eindruck den man so bekommt. Aber es gibt auch viele darunter, die anders denken, nur die fallen nicht so auf.

Natur-Erfahrung in Kindheit und Jugend mögen sicher eine wichtige Rolle spielen, aber man findet auch genau andersherum gerade in den Städten junge lMenschen, deren Erfahrung nach dem Mangel von Natur sie darauf bringt, von sich aus nach mehr Natur zu suchen.


08.08.2012, 01:04
Profil

Registriert: 25.04.2008, 23:50
Beiträge: 466
Wohnort: Thannhausen
Das denke ich auch. Ich habe zumindest gehört, dass gerade bei jungen Leuten in den Städten die Lust auf Schrebergärten massiv angestiegen ist. Vor zwanzig Jahren lag der Altersdurchschnitt der Schrebergärtner zwischen 50 und 60 Jahren. Heute sind es meist ganz junge Menschen, die sich die Gärten nehmen, die von den Alten jetzt frei werden. Für mich ist das ein sehr positiver Trend.

_________________
Der wedische Weg ist der Weg der Mitte


08.08.2012, 11:19
Profil Website besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Auf das Thema antworten   [ 34 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Designed by ST Software for PTF.
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de