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wie helfen uns die insekten? 
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Registriert: 06.01.2010, 19:24
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danke für euere vielen antworten.. ja, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich es machen soll, wenn mich oder meinen sohn ein zeck beißt!... mein erster impuls ist natürlich ihn zu entfernen... deshalb wollte ich mich euch darüber sprechen, wie ihr das macht... ich finde zecken nämlich ehrlich gesagt auch ecklig, wenn sie so fett werden...


24.04.2010, 16:02
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Hallo!

Ich kann euch dann berichten, denn ich habe seit heute in der Früh einen Zecken am Oberschenkel. Bin gespannt wie lange ich`s aushalte :-))

Andreas: Lässt du sie an dir saugen bis sie fertig sind oder entfernst du sie?

lg Christine

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lg

Christine


25.04.2010, 20:47
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In der Regel entferne ich sie instinktiv sofort, so lange sie sich noch nicht so tief eingebohrt haben. Das gilt auch als Borrelioseprohylaxe, denn sie geben die Borrelien erst nach etwa 8 Stunden in die Haut. Seit vorigem Jahr denke ich aber bei jeder entfernten Zecke, wie es denn wäre, wenn ich sie einfach dran lassen würde, zumal ich ja schon Borreliose hatte und deshalb Neuinfektionen nicht mehr zu fürchten brauche. Einmal ließ ich eine dann tatsächlich dran, weil sie an einer für mich schwer zugänglichen Stelle saß und schon zu fest steckte. Da ich sie nicht zerdrücken wollte, gab ich ihr mein Einverständnis, dass sie sich satt trinken darf. Sie saß etwa 2 Wochen lang fest. Es juckte nur hin und wieder etwas. Wenn ich dann kratzen wollte und dabei die Zecke spürte, dachte ich immer: Ach du bist das ja! Dann streichelte ich sie und dachte: Na bleib ruhig noch, so lange du willst. Als sie dann von allein abfiel, war sie gar nicht so dick, wie ich es bei Hunden und Katzen schon gesehen habe. Interessant fand ich, dass die Bissstelle danach keine Reaktion mehr zeigte. Der Juckreiz war mit der Zecke verschwunden.
Während ich das jetzt schreibe, wird mir erst bewusst, dass ich seit diesen 2 Wochen mit der Zecke keinen Borrelioseschub mehr bekommen hatte, das ist jetzt ein gutes dreiviertel Jahr her. Vielleicht hat diese Zecke meine Abwehrkräfte gegen die Krankheit besonders mobilisiert.
Wie ich es dieses Jahr mit den Zecken handhabe, weiß ich noch nicht. Ein wenig Überwindung kostet es mich nach wie vor, sie einfach saugen zu lassen, zumal ich oft viele Bisse habe. 2005 waren es mal 10 an einem Tag. Die 11. die ich übersehen hatte, infizierte mich damals mit Borreliose.
Ich stelle mir gerade vor, wie es aussieht, wenn ich meine Zecken dran lassen würde: Gar nicht so viel anders, als die Leute mit vielen Piercings. Ich denke noch darüber nach.

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25.04.2010, 21:55
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@christine: ja, bitte unbedingt berichten!.. ist total spannend!

@andreas: wow, das ist ja voll interessant, was du da schreibst... vielen vielen dank..

mich haben erst 2 zecken in meinem ganzen jetztigen leben gebissen.... aber ich mach mir halt gedanken darüber, wie ich bei meinem sohn tun soll... der erwischt sie öfters.. ich hab mir heute beim wandern gedanken über das gemacht, was christine oben schon erwähnt hat, wg dem aderlass... man sagt ja, dass die zecken auf menschen gehen, die süsses blut haben (entschuldige andreas, ich möchte dich nicht angreifen und dich auch in keine schublade schieben, vl ist es bei dir ganz anders), also menschen, die im grunde übersäuert sind... und da würde der aderlass ja wunderbar dazupassen.... oder??...


25.04.2010, 22:25
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Liebe Davidelias,

das war mehr ein Volltreffer als eine Schublade, ist aber in Ordnung - ich stehe zu meinen Schwächen. Auch wenn ich in veganen Phasen die Vorzüge der rein pflanzlichen Ernährung erlebe, lasse ich mich dazwischen doch immer noch von der Naschsucht überrumpeln. Mittlerweile ersetze ich Schokolade durch Brötchen oder Biotoastbrot, obwohl ich auch ständig richtiges gesundes Brot backe. Aber auf diesen Etappen der Abgewöhnung merke ich, wie schlecht ich diese Dinge vertrage, selbst der Weizen ist durch den hohen Glutengehalt eine Art Droge. An Tagen, an denen ich nur Buchweizenbrot esse, fühle ich mich richtig fitter.
Das könnte also tatsächlich sein, dass mein Blut besonders gut schmeckt.
Mit dem Aderlass, das weiß ich nicht so recht. Es sind ja nur winzige Mengen, welche die Zecken saugen, das würde ich nicht als Aderlass bezeichnen.
Du bringst mich aber gerade wieder zu der Frage, aus welchem Grund Insekten bei einem mehr und bei anderen weniger saugen. Da muss wohl jeder bei sich selbst nachdenken. Ich sehe hin und wieder Parallelen zu den Pflanzen. Vor einigen Tagen habe ich an weißen Kohlrabipflanzen erhebliche Schäden durch den Kohltriebrüssler festgestellt. Das ist ein Rüsselkäfer, der Mitte April normalerweise mit Pestiziden auch vorbeugend bekämpft wird. Saugt der Käfer in den Herzblättern der jungen Pflänzchen, dann werden später daraus entweder geplatzte, oder total verkrüppelte Kohlrabis.
Vor 4 Tagen pflanzte ich meine Kohlrabi aus, dabei sah ich den Schaden. So richtig habe ich den Grund noch nicht herausgefunden. Nur eins: Aus den blauen Kohlrabi habe ich in der 2. Generation die Samen selbst gesammelt. Die waren überhaupt nicht befallen. Das Problem beim Samen selbst heranziehen besteht aber darin, dass man das besser auf größeren Flächen tut, um gutes Saatgut zu erhalten. Ich habe aber einen totalen Mischanbau bei mir, also überall mal ein paar Kohlpflanzen zwischen anderen, die sich mitunter auch kreuzen. Mir macht das für den eigenen Anbau nichts aus, die Pflanzen die mein Garten dabei kreiert schmecken absolut gut. Es ist aber eben kein wedischer Garten, sondern ich will damit auch noch mein Geld verdienen. Und dazu braucht man wenigstens ein Teil reines Saatgut. Und da letztes Frühjahr die Kunden verstärkt nach weißen Kohlrabipflanzen nachgefragt hatten, habe ich dieses Jahr Biosaatgut bestellt.
Das Ergebnis: Die Pflanzen aus dem gekauften Biosamen, also der weiße Kohlrabi ist jetzt zu 90 % befallen und zeigt Schäden. Die blauen eigenen Sämlinge sind dagegen gesund und nicht eine ist befallen. Dafür weiß ich erst im Sommer, ob es alles Kohlrabi werden oder ob wieder etliche blaue Grünkohlpflanzen dabei sind. Also alles Pflanzen für den eigenen Anbau und momentan kann ich keine Kohlrabipflanzen verkaufen. Ich weiß nur nicht, ob die weißen Kohlrabi als Fremdlinge bei mir gesehen wurden, oder welche Schwäche sie sonst hatten.

So ähnlich wie es bei den Pflanzen ist, beobachte ich es manchmal auch bei den Menschen: Viele Insekten auf einen Menschen zeigen oft eine Schwäche an, einen Punkt an dem der Mensch gestärkt werden sollte.

Nachdenkliche Grüße
von Andreas

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25.04.2010, 23:24
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Lieber Andreas,
ich mache die gleichen Erfahrungen wie Du. Die Pflanzen aus gekauftem Samen - auch wenn es Biosamen ist - sind wesentlich anfälliger für alles, als die Samen, die ich von meinen Pflanzen sammle.
Würde es Dir helfen, wenn Du um die Blüten der Pflanzen, wenn sie beginnen Samen zu entwickeln, eine licht-, luft- und wasserdurchlässige Gaze oder Folie locker umbinden würdest, so dass ausschließlich die Samen dieser Pflanze da rein fallen?

Im Übrigen schließe ich mich Deiner Meinung an, dass die geringe Menge an Blut, die eine Zecke dem Körper entnimmt, keinem Aderlass gleich kommt. Blutegel nehmen ein Vielfaches davon an Blut auf. Um einem Aderlass zu entsprechen, müsste der gesamte Körper schon mit Zecken übersät sein. Die Wirkung einer Zecke muss danach eine andere sein.

Liebe Grüße
Christa

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Zuletzt geändert von Christa am 26.04.2010, 11:35, insgesamt 1-mal geändert.



26.04.2010, 08:08
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Übrigens habe ich auch festgestellt, dass Bremsen auch dann stechen, wenn man in die Bereiche eindringt, die sie für sich beanspruchen und ich glaube nicht, dass dieses Stechen dann einen Sinn für mich hat.
Unser Garten ist im Sommer ein regelrechter Dschungel - auch in den Bereichen, in denen unser angebautes Gemüse wächst, weil wir die ganzen Beikräuter auch wachsen lassen. In diesen Bereichen siedeln sich im Sommer in großen Mengen Bremsen an. Wenn wir im Garten sind, sticht uns normalerweise keine Bremse. Gehen wir jedoch in den Gemüsegarten, um etwas zu ernten, dann kann es sehr gut sein, dass wir regelrecht angegriffen werden, wenn wir eine Kohlrabi raus ziehen oder Erbsen pflücken. Sie kommen dann zu vielen raus und fliegen auf uns zu um uns zu stechen. Wir kommen dabei den Lebensbereichen der Bremsen zu nahe und sie wehren sich.
Ich habe noch nicht heraus gefunden, wie ich es ihnen plausibel machen kann, dass ich mir nur etwas von dem holen möchte, das ich auch für mich gesät habe. Also gehe ich nur noch mit langer Hose, Socken und langärmeligem T-Shirt im Sommer zum Ernten in den Garten. Gehe ich so in den gleichen Bereich, ohne etwas zu ernten, dann lassen mich die Bremsen völlig in Ruhe.

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26.04.2010, 08:22
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andreas, das hört sich total interessant an, was du wg den kohlrabi-pflanzen geschrieben hast... das zeigt mir, dass pflanzen, die mit liebe gesäht und aufgezogen werden gesünder und widerstandskräftiger sind, als pflanzen, die in massenproduktion, nur um profit zu machen, gesetzt werden...
ich habe wieder was dazu gelernt durch den austausch mit euch... vielen dank...


26.04.2010, 08:44
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Liebe davidelias,

Andreas sät sicher auch seinen gekauften Biosamen mit Liebe. Ich denke, es hat damit zu tun, dass der Same auch auf dem Land gewachsen ist, wo er ausgesät wird. Dann empfinden ihn weder Schnecken als Fremdkörper noch andere Insekten. Denn die Aufgabe all der Insekten, die wir als Schädlinge bezeichnen, liegt darin, den Ausgleich zu schaffen, damit das Fremde sich nicht zu stark ausbreitet. Die Samen die an der Stelle entstanden sind, wo sie auch ausgesät werden, kennen die gesamten Standortbedingungen an Ort und Stelle, während die Fremdsamen - auch Biosamen - diese erst kennen lernen müssen, was sie schwächt.

Allerdings gibt es natürlich auch einen Unterschied zwischen dem Samen, der nur aus kommerziellen Zwecken eingesät wurde und dem Samen, der mit Liebe gesät wurde. Den merkt man später am Geschmack. Noch intensiver merkt man den Unterschied, wenn man dem Samen die Informationen des Menschen gibt, für den er wachsen soll.
Es kann jeder selber ausprobieren. Alle Familienmitglieder sollten mal ihre eigenen Karotten aussäen. Dazu sollte jeder vor dem säen, wie Anastasia es empfiehlt, den Samen neun Minuten im Mund einspeicheln und dann auf "seinem" Beet aussäen. Wer es besonders gut machen will, der kann auch noch hin und wieder mal ins Gießwasser eine ganz kleine Menge vom eigenen Urin geben. Wenn die Karotten ausgewachsen sind, werden die Karotten von jedem einzelnen Beet anders schmecken, obwohl sie aus gleichem Samen sind, den gleichen Boden haben und auch die Beete nebeneinander liegen - es also auch keine Standortunterschiede gibt. Sie schmecken deshalb unterschiedlich, weil die Karotten auf jedem der Beete sich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden, weil sie für verschiedene Personen gewachsen sind. Wers ausprobiert, wird verblüfft sein.

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26.04.2010, 11:53
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um gottes willen... das liegt mir fern zu behaupten, dass andreas seine gekauften biosamen nicht auf mit liebe säht.. da habe ich mich wohl nicht genau genug ausgedrückt.. sondern wollte damit ausdrücken, was du, christa, in so schöne worte gefasst hast..

bitte entschulidge, andreas, dass ich so unbewusst einen satz hingeschleudert habe.. und nicht mitgedacht habe, dass er ev falsch verstanden werden könnte bzw.. nur einen kleinen bruchteil meiner gedanken und empfindungen wiedergibt, als damit im grunde beabsichtigt...


26.04.2010, 13:03
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