wie helfen uns die insekten?

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Christine mit Klara und B
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Christine mit Klara und B » 27.04.2010, 21:53

Hallo!

Also die Zecke ist seit heute morgen nach dem Baden weggewesen, und ich dachte mir schon nach dem Aufstehen, dass sie eher schon tot sei. Ich fürchte, dass ich sie, da sie am Oberschenkel sich ansaugte, zerdrückt habe, da ich doch immer wieder in die Hocke gehe und die Hose dann enger anliegt. Naja, so ist das. Interessant finde ich auch, wie Andreas erzählte, dass es kurz gejuckt hat und nachher gar nicht, und es war alles draußen von der Zecke. WEnn man sie rausnimmt mit der Pinzette, bleibt doch meist eine Schere oder ein Bein oder der Kopf hängen.

Und das mit dem Aderlass sehe ich jetzt auch nicht als "wahr". Mein Arzt hat geschmunzelt als er das sagte, ich glaube einfach, er wollte, das man die Aufmerksamkeit auf etwas anderes richtet als auf die Angst (Hilfe ich habe einen Zecken, und FSME und Borelliose,...)

Andreas: Wie ist das mit der Borelliose? Wie hast du es herausgefunden. Mein Arzt sagt ja auch das Broelliose eine ERfindung der Amerikaner sei.
Mein Sohn hat auch diese Rose (Dieser Name hat irgendwie etwas "schöneres") angeblich. Wie zeigen sich diese Schübe bei dir. Benjamin ist ja erst 1 1/2 Jahre, und er hatte einen sehr großen roten Ring. Anfangs dachte ich: Wow er hat aber einen großen blauen Fleck am Rücken. Da dieser Fleck sich aber innerhalb von 2 Wochen nicht veränderte, habe ich mir Gedanken darüber gemacht. Ich würde mich freuen, wenn du mir ein bisschen erzählen kannst, wenn du magst.

lg Christine
lg

Christine

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Andreas Hinz
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Andreas Hinz » 27.04.2010, 23:20

Liebe Christine,

zu Borelliose habe ich schon hier im Forum etwas geschrieben, und andere auch:
http://www.anastasia-de.eu/AnastasiaFor ... f=30&t=851

Liebe Davidelias,

ich habe schon richtig verstanden, was Du meintest, alles in Ordnung. Ich hatte mich auch gefragt, warum die Pflanzen aus dem gekauften Saatgut befalen wurden und die aus den selbst gesammelten Samen nicht, obwohl ich beide am selben Tag in der selben Erde gesät hatte und die beiden Saatkisten die ganze Zeit nebeneinander standen. Ich glaube, vor ein paar Stunden während eines Vortrages der GLS-Bank über Saatgut eine mögliche Antwort erhalten zu haben:
Es gibt unter den ganzen Gemüsesorten nur noch wenige samenfeste Sorten, aus denen man die gleichen Nachkommen heranziehen kann. Die meisten sind Hybriden, einige davon sogar fast gentechnisch erzeugt, obwohl sie als Biosaatgut verkauft werden. Auf den ersten Blick sehe ich das auf den Saatguttüten nicht, wenn ich nicht tiefer recherchiere. Es wäre also möglich, dass mein Garten diese Pflanzen als etwas Instabiles erkannt und deshalb die Kohltriebrüssler geschickt hat.
Nebenbei gesagt, in dem Vortrag fiel auch ein Satz, der mich aufhorchen ließ und an die Anastasia-Bücher erinnerte:
"Wer mit seinem Saatgut den Weltmarkt kontrolliert, bestimmt, was die Menschen und ihre Kinder und Enkel essen!"
Das erinnert mich doch stark an die 6 Priester. Sie begannen, die Menschheit zuerst über die Ernährung zu kontrollieren. Nichts anderes passiert heute. Im 16. Jahrhundert lebte die Menschheit noch von 7000 Pflanzenarten. heute sind es bis auf wenige Ausnahmen nur noch etwa 40, von denen wir uns ernähren. Die Vielfalt, die unsere Gesundheit ausmacht, wird immer geringer.
Also zurück in den eigenen Garten und dort pflücken, wann und wonach uns gerade ist. Frischer und gesünder geht es nicht.

Liebe Christa,

das mit der Gaze hatte ich auch in meiner Ausbildungszeit als Idee gegen die weiße Fliege. Wurde nie umgesetzt. Wahrscheinlich wäre sie auch durch die feinen Löcher durch gekommen.
Ich denke, der Grund für den Befall der Kohlpflanzen ist mir jetzt klar. In den Vorjahren hatte ich den Kohl länger im Gewächshaus bzw. im zugedeckten Frühbeet. Da gehen kaum Kohltriebrüssler ran. Dann stellte ich die Pflanzen zum Abhärten raus, unter einem Apfelbaum, um sie vor Sonne zu schützen.
Dieses Jahr dachte ich: Die Pflanzen können ruhig viel Sonne vertragen und ließ sie seit 2 Wochen mitten im offenen Frühbeet. Da habe ich die Kohltriebrüssler regelrecht eingeladen, von dem Pflanzensaft zu trinken. Unter dem Apfelbaum hatten sie die Kohlpflanzen sonst kaum bemerkt. Das Verstecken der Pflanzen zwischen anderen Pflanzenarten hat sich als wirksame vorbeugende Maßnahme gegen übermäßigen Schädlingsbefall erwiesen.
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Christa » 28.04.2010, 08:12

Lieber Andreas,
wahrscheinlich habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt. Ich meinte das mit der Gaze umwickeln anders. Ich dachte dabei daran, dadurch genau das Saatgut der einen Pflanze zu erhalten, wenn Du die ausreifenden Samen damit umhüllst, so dass Du nicht roten und weißen Kohlrabi als Samen gemischt hast. Du hattest doch geschrieben, dass es bei Dir mit dem Trennen dieses Saatgutes nicht so ohne Weiteres geht.

Was das Hybridsaatgut anbetrifft, so muss es auf der Packung immer ausgezeichnet sein - unsere Gesetze schreiben das zum Glück noch vor. Hybride bilden selber auch keine Samen mehr, so dass Du stets darauf angewiesen bist, das Saatgut wieder zu kaufen. Ich habe unter Biosaatgut bisher noch keine Hybride entdeckt.

Ich denke, dass die Pflanzen aus selbst gezogenem Saatgut deshalb widerstandsfähiger sind, als die gekauften, weil die Pflanzen, aus denen ich das Saatgut ziehe, durch ihre Wachstumsperiode in meinem Garten sich dort an die gesamte Energetik des Gartens angepasst haben. Die nächste Generation wird nun nicht mehr als Fremdkörper in der Umgebung von den Insekten wahrgenommen, denn deren Samen sind dort entstanden.

Ich lasse übrigens inzwischen vieles von den Pflanzen selber aussäen und lasse die Pflanzen dann auch dort, wo sie wachsen - bin eine bequeme Gärtnerin. :P
Es ist jedes Jahr wieder interessant zu sehen, wo sich was alles von selber ausgesät hat - das kann auch auf den von mir vorgesehenen Wegen sein, dann wachsen sie eben dort und ich mache meinen Weg um sie herum. Und meine Salate werden immer ursprünglicher.

Liebe Grüße von
Christa
Der wedische Weg ist der Weg der Mitte

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Andreas Hinz
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Andreas Hinz » 28.04.2010, 20:51

Es gibt verschiedene Hybridformen. Die CMS-Hybriden werden durch Verschmelzung von Zellkernen mit anderem Zellplasma gewonnen. Daraus kann man praktisch nichts mehr nachzüchten. Diese sind aber noch in der Minderheit. Samenechte Sorten sind inzwischen ebenfalls in der Minderheit, wenn man mal von den Vereinen wie VERN absieht, die alte Sorten erhalten. Weit verbreitet dagegen sind F1-Hybriden. Es stimmt, das muss alles auf der Packung drauf stehen. F1 sind die erste Generation aus den Elternpflanzen. Sie bilden Samen, die auch gut keimen, die F2-Generation. In dieser kommen die Eigenschaften von F0, von den Großeltern wieder zum Vorschein. Meine blauen Kohlrabi von 2006 waren offenbar solche F1, ich weiß es nicht mehr. Typisch dafür ist, dass ein Viertel der Nachkommen roter Grünkohl waren. Da kann man nichts trennen, die Gene sind in allen Samen drin.
Am sichersten sind samenechte Sorten, vor allem alte bewährte Sorten oder Wildsorten.
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Andreas Hinz » 29.04.2010, 19:40

Ich habe es nun durchgezogen: 2 Zecken hatte ich in den letzten Tagen und ich habe sie dran gelassen. Es waren welche im Larvenstadium. Ich habe mir sagen lassen, dass Zecken dreimal in ihrem Leben saugen. Die kleinen fielen beide nach 3 Tagen von allein wieder ab, beide während ich in der Gärtnerei war. Bei der ersten Zecke juckte es anschließend wie ein großer Mückenstich 2 Tage lang, bei der 2. Zecke war der Juckreiz schwächer. Eine 3. Zecke sammelte ich ab, bevor sie sich festsetzen konnte.

Mir fiel ein, dass Mediziner sagen, es gibt noch keine Impfmöglichkeit gegen Borreliose. Das stimmt nur in Bezug auf künstliche Impfungen. Zecken können ihren Wort mit Borreliose infizieren und zugleich dagegen immunisieren. Denn die Abwehrstoffe sollen einmal gebildet lebenslang vorhalten.
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von engelinevonquelle » 13.02.2011, 09:56

hallo an alle,

das erst mal bin ich hier, und ihr habt gerade ein spannendes thema.
frieder war es, er erzählte von seinen zeckenbissen, und das er oft auch von
insekten gebissen wird.
und von seiner ernährungsweise, bezüglich brot und schockolade.

das erinnert mich an die mazdaznanlehre über ernährung.
brot mit hefe gebacken, auch ein vollkornbrot, sollten erwachsene menschen sich ohnehin abgewöhnen,(auch schocko) um sich geistig weiter entwickeln zu können.
es fällt auchgar nicht schwer wenn mann als treibmittel, doppeltkohlensaures natron,
und reinstes weinstein benutzt.ja dieses treibmittel (bestellen über internet) mischt man dann in der richtigen konsistenz zu.
ich merke da einen großen unterschied vom wohlbefinden her.

mich stechen auch fast nie mücken, und zeckenbisse hatte ich kaum.
ich hoffe das mein eintrag irgenwie für jemanden interessant ist und hilfreich.

das mit den zecken, ist mir neu, ich werde meine beziehung zu insekten überdeneken.
danke für eure hinweise.

grüße von engelne

Frieder
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Frieder » 29.09.2011, 23:42

Beim stöbern auf Eike Braunroth`s interessanter Site zur Naturkooperation bin ich auf etwas interessantes zum Thema gestoßen:

Carl Braunscheidt, wurde von Mücken um 1848 wohl so intensiv behandelt, daß seine arthritische Hand dannach geheilt war. Sein Schluß damals: Die Mücken-stiche helfen wohl Gifte auszuscheiden.
Er hat daraufhin das Braunscheidtieren als Heilverfahren entwickelt.
LG
Frieder

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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Theresa » 04.01.2012, 18:54

Mittlerweile schaffe ich es nicht einmal mehr eine Fliege zu töten, und es tut mir jedesmal weh wenn ich jemanden aus meiner Familie sehe, der das tut. Ich habe Fliegen auch schon immer auf mir herumklettern lassen, ich finde das sooo angenehm :))) . Wenigstens darf ich das hier frei sagen, wenn ich das in der Schule erzählen würde, würden mich alle blöd anschaun ;DDD. Liebe Grüße an ALLE. ...

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Andreas Hinz
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Andreas Hinz » 04.01.2012, 21:00

Hallo Theresa,

ich sehe, dass Du zwar schon länger hier angemeldet bist, heiße Dich aber nach diesem ersten Beitrag von Dir herzlich willkommen im Anastasia-Forum!
Dass Du Fliegen auf Dir rumklettern lässt, spricht mich an, weil ich das als Kind auch gern zugelassen hatte, ich fand das auch sehr angenehm. In letzter Zeit erinnere ich mich wieder öfter daran.
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Re: wie helfen uns die insekten?

Beitrag von Theresa » 07.01.2012, 09:09

Hy Andreas :))
Danke, ich weiß ich bin schon lange angemeldet aber ich habe mich nie getraut etwas zu schreiben.
Danke =D

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