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Das Mysterium um Tod und Auferstehung des Jesus von Nazaret 
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Dies hier ist eins meiner zentralen Themen. Ich hole es in Abständen von Monaten oder Jahren immer wieder vor. Und der Karfreitag ist dieses Jahr mein Zeitpunkt, mich dem wieder zu widmen:
Dem Mysterium um Tod und Auferstehung des Jesus von Nazaret. Anastasia hat Jesus als einen ihrer Brüder bezeichnet. Das ist für mich Anlass, das Thema hier rein zu stellen.

Ich war viele Jahre in einer Baptistengemeinde. Atheistisch aufgewachsen hatte ich im Frühjahr 1988 ein Erlebnis mit Jesus, das mich dahingehend umgekrempelt hatte, dass ich mich für die unsichtbaren Dinge in der Welt öffnete. Ich ließ mich ein Jahr später taufen und wollte alles über Jesus und die Bibel erfahren.
Am Anfang erfuhr ich: Jesus war zur Vergebung der Sünden am Kreuz gestorben und 3 Tage später von Gott wieder zum Leben erweckt worden.
Anfangs nahm ich das so hin. Doch bald kamen mir leise Zweifel. Ich forschte und je mehr Informationen ich in der Bibel fand, desto mehr zweifelte ich. Da waren Leute, die mir sagten, dass dieses Thema den Weisen verborgen bleibt und die mich aufforderten, es wie ein Kind zu glauben. Andere sagten, dass es niemand richtig versteht, selbst Theologen nicht. Und dann fand ich in allen 4 Evangelien der selben Satz von Jesus, wortwörtlich: Er wird sterben zur Vergebung der Sünden Vieler. Eine exakte Übereinstimmung, obwohl zwischen den Aufzeichnungen bis zu 100 Jahre lagen. Offensichtlich hatte Jesus diesen Satz tatsächlich gesagt. Ich kam zu dem Punkt, wo ich mir sagte: Ich verstehe es nicht, warum Gott das so wollte, warum er wollte, dass jemand anderes für meine Sünden stirbt, für die Sünden aller, und Krieg, Mord, Betrug, Leid haben sich seitdem nur noch verschlimmert.
Und dann waren da diese klaren Worte von Jesus, und ich glaube ihm. In den ersten Jahren meines Glaubens redete ich mehr mit Gott als heute. Ich hatte so viele Fragen und hin und wieder kamen Antworten. Oft war es so, wenn ich es aufgeben wollte, zu forschen, was da nun tatsächlich am Karfreitag in der sichtbaren und unsichtbaren Welt passiert war, dann kam mir deutlich der Satz: "Es ist deine Aufgabe, es herauszufinden, du schaffst das!"

Ich habe seitdem viele Ansätze gefunden, das tatsächliche Geschehen vor knapp 2000 Jahren war aber noch nicht dabei. Die Theorien, die mir so gekommen waren, schreibe ich später hier rein. Heute am Karfreitag will ich das Thema erst mal nur eröffnen. Ich will Euch allen Raum geben, Eure eigenen Gedanken dazu zu finden.

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02.04.2010, 14:15
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Also nachdem nun ähnliche Fragen in einem anderen Faden aufgekommen sind, stelle ich mal eine meiner Theorien zu diesem Geschehen hier rein.

Wahrscheinlich gab es am Kreuzigungstag noch mal einen letzten Kampf zwischen Jesus und dem Satan. Das Wort "Satan" bedeutet weiter nichts als "Gegner". In diesem Fall steht das Wort stellvertretend für die Dunkelmächte, die sich gegen Gott gestellt haben.
Lassen wir mal hier beiseite, warum das alles so gekommen war, wer die Anastasia-Bücher ab Band 4 liest, wird einige Zusammenhänge schon erkennen.
Die Jesus-Geschichte ist meiner Ansicht nach vor allem eine hebräische. Das Erscheinen von Jesus rundet eine über tausendjährige Geschichte des Volkes Israel ab, von dem zu Jesus Zeiten nur noch die Juden und die Leviten (Priester!) übrig waren. Wer die ganzen kirchlichen Beschwörungsformeln, dass wir alle das Opfer Christi bräuchten usw. mal außen vor lässt und nur auf Israel schaut, wird erkennen, dass dabei das Leben und Sterben von Jesus in einem völlig neuen Licht erscheint, nämlich so, wie es von Gott gedacht war.
Was diesen letzten Versuch Gottes angeht, Israel zur Umkehr zu ihm zu bewegen, da sind wir nur Beobachter. Aber auch in Israel spielten Engel und Dämonen, Licht- und Dunkelmächte eine Rolle. Sie tauchen überall in den Evangelien auf. Und diese Geschehnisse haben durchaus auch für uns eine Bedeutung.
Versetzen wir uns also um 1980 Jahre zurück in das alte Israel. Die Eifersucht der Dunkelmächte hatte auch dort gerade allerlei Blüten getrieben. Jesus zeigte den Menschen, wie man nur durch Glauben Dämonen austreiben und Krankheiten heilen konnte. Die Heilungsversuche mündeten in einen Kampf. Jesus wurde verhaftet und zu Folter und Tod verurteilt. Die Dunkelmächte setzten in diesen letzten Stunden allerlei Provokationen ein, die Jesus dazu bringen sollten, sich selbst zu befreien. Am deutlichsten wird das an der Stelle, als Petrus ihm seinen Weg ausreden will, da antwortet er: Weiche von mir Satan...
Und schließlich am Kreuz die immer wieder bohrenden Fragen der Menschen, warum er sich denn nicht selbst hilft.

Ich glaube, dass der Fall des Satans und der übrigen Dunkelmächte erst in diesen Stunden auf Golgatha statt gefunden hat. Tatsächlich wird ja der Fall des Drachens auf die Erde noch einmal in der Offenbarung geschildert.

Ich denke, es war folgendes passiert: Die Dunkelmächte wollten Gott dazu reizen, in seine Schöpfung einzugreifen. So wie es auch Anastasia von den 6 obersten Priestern geschildert hatte. Auch sie hatten das immer wieder versucht. Aber Gott wollte, dass die Menschen selbst ihre Schöpferkraft erkennen und Lösungen finden.
So wie in dem Gleichnis über die bösen Weinbergpächter (Lukas 20 ab Vers 9), dachte Gott: Meinem Sohn werden sie nichts tun, so viel Respekt haben sie doch noch.
Aber die dunklen Seiten der Menschen gewannen die Oberhand. Der Satan brachte sie dazu, Jesus zu foltern und grausam zu töten.
Aber als Jesus dann gestorben war, hatten die Dunkelmächte keine Macht mehr über ihn. Zu aller Überraschung wurde Jesus dann 3 Tage später auch noch zum Leben erweckt. Und als Zeichen, dass er jetzt stärker als die Dunkelmächte wurde, stieg er nach 40 Tagen auch noch sichtbar in den Himmel auf. Die Dunkelmächte haben sich ein Eigentor geschossen. Der Stein, den die Bauleute verworfen hatten, wurde zum Eckstein, zum Grundstein, zum Fundament.
Auch wenn das nicht so deutlich in der Bibel steht, glaube ich, dass in diesen Tagen vor 1980 Jahren die gesamten Dunkelmächte in die materielle Welt verbannt wurden. Sie hängen praktisch bis heute unter uns fest und haben nur noch Macht über das Vergängliche. Ja sie sind selbst vergänglich geworden und klammern sich am leben, wie es fast alle Lebewesen auf der Erde tun. Und weil ihr Wirkungsbereich auf die Erde beschränkt wurde, hat seitdem das Leid auf der Welt zugenommen.

50 Tage nach der Kreuzigung hatten es tausende Leute in Jerusalem erkannt, wen die da gekreuzigt haben. Sie bereuten und fanden den Weg zurück zu Gott. Für sie war Jesus tatsächlich zur Tür zum Vater geworden.
Und ich glaube, dass Gott darauf wartet, dass auch die Dunkelmächte ihr Tun von damals bereuen und zu Gott zurück finden. Ich glaube, u. a. dafür hat Jesus das alles über sich ergehen lassen.

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06.04.2010, 22:29
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Lieber Andreas,
ich sehe das alles viel weniger mystisch.
Das Neue Testament wurde schon wesentlich früher verfälscht. Die erste grundlegende Veränderung geschah beim ersten Konzil von Nicäa. Es wurde im Jahre 325 vom römischen Kaiser Konstantin I. einberufen - zwölf Jahre nachdem er im Römischen Reich das Christentum zugelassen hatte. Das Konzil wurde von der Kirche initiiert, weil man Konstantin zeigen wollte, dass er mit dem Christentum sogar besser regieren und die Menschen unterdrücken kann, wenn man genau die Passagen aus der Bibel benutzt, die den Regierenden helfen. Es sollte auch ein Streit um die Wesensart Jesu Christi beilegen, der seit vielen Jahrzehnten schwelte. Die Kirche übernahm als offizielle Position das Nicänische Glaubensbekenntnis, das Christus als wesensgleich mit Gott definiert - das also sagt, dass Jesus kein normaler Mensch war. Alle Aussagen, die dem widersprachen, wurden aus der Bibel entfernt. So wurden viele Evangelien entfernt, die ganz andere Aussagen machten, wie das Evangelium der Maria Magdalena, das Thomas-Evangelium, das Evangelium nach Philippos, das Judas-Evangelium und viele andere Schriften mehr. Die verbliebenen Evangelien wurden damals schon in ihrem Inhalt soweit verändert, dass sie ins Bild der Bibel passten. Man wollte aus den Christen ganz bewusst ein Sklavenvolk machen, das an Sünde glaubt und das daran glaubt, dass es das wahre Paradies nicht auf Erden gibt, sondern nur im Himmel. Man strich auch heraus, dass Jesus sogar mit Maria Magdalena verheiratet war und Kinder hatte - aus den anderen Schriften ging das nämlich hervor.
Jesus lebte niemals mit dem Glauben an Sünde. Wer sich mit den kosmischen Gesetzen auskennt, der weiß, dass niemand anders für die Sünden jedes einzelnen Menschen büßen kann, denn es gibt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Und wenn ich mir für irgendetwas die Ursache setze, dann kommt die Wirkung immer auf mich zu wenn ich es nicht selber wieder auflöse! Das kann niemand anderes für mich übernehmen. Ich kann schlechte Energien auflösen - durch die Liebe - indem ich den Verursachern Liebe schicke, das kann dann dazu führen, dass diese sich verändern und durch diese Veränderung sind sie in der Lage, ihre eigenen "Sünden" wieder abzubauen, also Gutes zu tun, so dass die Wirkung entweder geschwächt oder aufgehoben wird. Aber es wird niemals eine sogenannte "Sünde" aus der Welt geschafft durch ein weiteres Leid. Jesus veränderte, indem er die Menschen liebte und nicht, weil er am Kreuz starb.
Jesus wurde ans Kreuz genagelt, weil er unbequeme Wahrheiten sagte und er wusste, dass das passiert - er nahm es in Kauf, weil ihm das, was er wirklich erreichen wollte wichtiger war als sein Leben. Den Rest machte die Kirche daraus. Es gibt Schriften, die ganz klar zeigen, dass Jesus niemals vorhatte eine Kirche aufzubauen, sondern dass er deshalb bei den Juden inkarnierte, um ihnen zu zeigen, dass ihr Gott, der sie zum "auserwählten Volk" erkoren hat, niemals der Gott ist, mit dem Jesus sich identifizierte. Anastasia sagt nicht umsonst, dass sie eine Schwester Jesus ist. Jesus war ein erwachter Wede, der um seine Aufgabe wusste. Jesus ging meiner Ansicht nach davon aus, dass viele Juden aus ihrer Verblendung aufwachen werden, wenn ihre Schriftgelehrten das Unrecht begehen, ihn ans Kreuz zu nageln.

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07.04.2010, 09:01
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Ich möchte noch etwas hinzufügen, was mir in dieser Hinsicht sehr am Herzen liegt.

Die Juden haben gemeinsam mit den Römern Jesus einmal ans Kreuz geschlagen, die Kirche hat Jesus über Jahrhunderte ans Kreuz geschlagen, indem sie überall solche Kreuze mit einer Figur aufgestellt haben, die Jesus darstellen soll. Sie feiern nicht das Leben des Jesus, sondern seine Kreuzigung. Die gesamte Kirche ist auf dem Leiden von Jesus aufgebaut und nicht auf seinen Taten.
Wenn die Menschen an Jesus denken, dann fällt ihnen als erstes nicht die Liebe ein, die Jesus gelebt hat, sondern das Kreuz. Ihnen fällt kein Mensch ein, der fröhlich war, gefeiert hat und geliebt hat.

Holen wir ihn wieder runter vom Kreuz und sehen sein Leben, dass er mit viel Hingabe lebte.

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07.04.2010, 22:30
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Ich lese gerade in dem Buch "Der heilige Gral".

Die Autoren spielen hier ein Szenario durch, nach dem es auch sein könnte, dass der Tod Jesus nur vorgetäuscht war. Und die Argumente, die sie bringen, sind sehr einleuchtend.
Sie haben sich genau mit der überlieferten Praxis der Römer befasst, wie sie mit Kreuzigungen umgehen. Zum Einen sagen sie, dass die Gekreuzigten, wenn auch ihre Füße nicht nur zusammen gebunden, sondern auch noch am Kreuz befestigt waren (sowohl gebunden als auch mit Nägeln), sehr wohl noch zwei bis drei Tage lebten. Manchmal dauerte es eine Woche, bis das Opfer starb - an Erschöpfung, an Durst, oder wenn es genagelt war, an Blutvergiftung.
Wenn man mit einem Verurteilten gnädig sein wollte, band man die Füße nicht mit an, weil dann der Druck auf die Brust so stark wurde, dass die Gekreuzigten sehr schnell nicht mehr atmen konnten und entsprechend schnell starben - es war ein sehr schneller Tod. Vielen wurden die Beine zuerst einmal mit angebunden, so dass sie noch eine Zeit leiden mussten. Wenn man meinte, dass es reicht, dann brach man ihnen die Beine, als Akt des Erbarmens, so dass sie nur noch an den Armen hingen und sie dann starben. Auf diese Weise hatten die Römer es in der Hand selbst zu bestimmen, wie lange Jemand am Kreuz noch leiden muss.
Zum Zweiten sagen die Autoren, dass niemals gestattet wurde, den Toten vom Kreuz zu nehmen, da Gekreuzigte nicht beerdigt werden durften. Man ließ sie am Kreuz hängen und die Geier das Fleisch weg nagen. Deshalb waren solche Kreuzigungsstätten ja auch voller Schädel und Knochen: Golgatha heißt übersetzt Ort des Schädels! Es war sogar üblich Wachtposten nach Kreuzigungen aufzustellen, um das Abnehmen der Leichen durch Angehörige zu verhindern.

Jesus wurde mit angebundenen, bzw. angenagelten Füßen gekreuzigt. Nach Aussagen der Kirche starb er jedoch noch am Tage der Kreuzigung, was völlig ungewöhnlich ist - er müsste dafür übermäßig schwach, alt und krank gewesen sein und kein gesunder junger Mann.
Im Johannesevangelium steht nun, dass Jesus Beine nicht gebrochen wurden und dennoch wird er nach wenigen Stunden für tot erklärt. Dem Markusevangelium zufolge zeigt sich selbst Pilatus erstaunt über die Schnelligkeit, mit der der Tod eintrat (MK 15,44).
Den Evangelien zufolge stirbt Jesus in einem Moment, der allzu günstig ist, um nicht absichtlich gewählt gewesen zu wirken - nämlich eben noch rechtzeitig, um zu verhindern, dass ihm die Beine gebrochen werden.
Dadurch wird nach Aussagen der Autoren eine Prophezeiung des Alten Testamentes erfüllt. Es gäbe nicht wenige Stimmen, die übereinstimmend die These vertreten, Jesus habe seine gesamte Lebensführung auf Weissagungen abgestimmt, die das Kommen eines Messias ankündigten. Aus diesem Grunde hatte er auch den Esel, auf dem er seinen triumphalen Einzug in Jerusalem hielt, eigens aus Bethanien herbei schaffen lassen. Auch der Kreuzigungsvorgang vermittele den Eindruck, dass alles nach einer sorgfältigen Planung ablief, die die Prophezeiungen des Alten Testaments verwirklichte.

Im Evabgelium des Johannes sagt Jesus am Kreuz: "Mich dürstet". Darauf wird ihm ein in Essig getauchter Schwamm gereicht. Essig wirkt ähnlich wie Riechsalz, zeitweilig stimulierend und wurde damals sehr häufig zur Belebung erschöpfter Galeerenskalven verwandt. Auch Verwundeten schenkte der Essig vorübergehend neue Energie. Bei Jesus zeigte er jedoch genau die gegenteilige Wirkung: kaum hatte er den Essig eingeatmet und geschmeckt, spricht er seine letzten Worte und verstirbt. Diese Reaktion ist physiologisch unerklärlich. Wohl aber wäre sie vereinbar mit einem Schwamm, der nicht in Essig, sondern in ein Betäubungsmittel getaucht wurde. Opium und Belladonna zum Beispiel wurden im Nahen Osten damals sehr viel dafür verwendet.

Dann bittet Josef von Arimathäa den Pilatus, ihm die Leiche zu überlassen, dass er sie in seinem Familiengrab beisetzen kann und Pilatus stimmt dem zu und begeht ganz klar einen Rechtsbruch, indem er die Leiche Josef von Arimathäa übergibt! Pilatus war sicher sehr empfänglich für Bestechungsgelder und Josef von Arimathäa war ein sehr reicher Mann!
Diese Vermutung erfährt indirekte Bestätigung durch das griechische Original des Markusevangeliums: Joseph benutzt danach das Wort "soma" das überwiegend für lebende Körper benutzt wird. Pilatus gibt dem Ersuchen statt, gebraucht aber dabei den Begriff "ptoma", der ausschließlich Leiche bedeutet.

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08.04.2010, 18:24
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Liebe Christa,

diese Theorie klingt interessant. Mir kommt dabei die Frage, mit welchem Ziel Jesus das alles bezweckt hatte? Ich werde mir demnächst mal die Evangelien aus dem Blickwinkel durchlesen, dass Jesus das alles inszeniert haben könnte.
Danke für Deine ausführliche Arbeit mit den Hintergrundinformationen.

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09.04.2010, 12:49
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Das Thema holt mich immer wieder ein. Gestern Nacht ist mir eine Erkenntnis gekommen. Es ist wohl ein zeitliches Paradoxum, ich denke, dass der Glaube der Christen der Auslöser dafür war, dass Jesus diesen Tod auf sich genommen hat. Die Ursache erzielte ihre Wirkung in der Zeitlinie also rückwärts.
Ich glaube, Jesus hatte einen Blick in die Zukunft erhalten. Darin sah er, wie etwa 1 Milliarde Menschen oder sogar noch mehr nach ihm daran geglaubt haben, über seinen Tod am Kreuz einen Zugang zu Gott zu erhalten.
Jesus wusste aus seiner Zeit, aber auch aus der Geschichte seines Volkes, dass die herrschenden Priester es den einfachen Menschen schwer machten, zu Gott zu finden. Sie ließen das Volk in dem Glauben, dass es nur über sie eine Verbindung zu Gott bekam. Dies setzte sich später in der Kirche so fort, und ich denke, auch dies sah Jesus voraus.
Gleichzeitig sah Jesus, dass der Glaube an seinen Vater abnehmen wird, dass es immer weniger Menschen geben wird, die sich die Existenz dieses Vaters überhaupt noch vorstellen können.
Und er sah, dass trotz dieser Entwicklung der größte Teil der Menschheit nur noch über den Glauben an seine Kreuzigung zu Gott finden wird. Deshalb taucht in allen Evangelien auch immer wieder der Satz von Jesus auf, dass der zur Vergebung der Sünde Vieler sterben und nach drei Tagen wieder auferstehen wird.
Ich habe mich immer wieder gefragt, warum er das Wort "Vieler" gebraucht hat. Mit dieser Variante wäre das erklärt. Allerdings stimmt dann die offizielle kirchliche Lehrmeinung nicht, dass man NUR durch über das Kreuz zu Gott findet. Es gibt sehr wohl heidnische Religionen, deren Anhänger Gott sehr viel näher sein können, als manche Christen.
Tatsächlich sagte Jesus zu seinen Jüngern auch mal: "Geht nicht zu den Heiden, sondern zu den verlorenen Schafen Israels."
Viele Aussagen im Neuen Testament müssen auch in dem Zusammenhang gesehen werden, dass Jesus sich zu seinen Lebzeiten ausschließlich zu den Juden geschickt gesehen hat. Ich denke, dass er auch nicht nur zum Sterben für uns geschickt worden war, sondern dass er noch mehr Aufgaben hatte. Doch dies ist jetzt hier nicht das Thema.

Jedenfalls beschloss er, nachdem er das alles voraus gesehen hatte: Dann soll es so sein!

Für diese Möglichkeit spricht auch das Gespräch von Jesus mit dem Schriftgelehrten Nikodemus, in dem er sagt, dass der Menschensohn erhöht werden muss, wie einst Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat. Auch in dieser Begebenheit ging es um Glauben: Jeder, der damals zuvor von einer giftigen Schlange gebissen wurde und dann die bronzene Schlange am Stab angesehen hatte, sollte nur durch diesen Blick weiter leben.
Es geht dabei also ausschließlich um Glauben. Und weil der Glaube später immer schwächer wurde, erkannte er, dass der Glaube an das Kreuz für die meisten Menschen die einzige vorstellbare Möglichkeit wurde, zu Gott zu gelangen.

Deshalb fügte er sich und ließ es mit sich geschehen.

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06.02.2011, 23:43
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Ich beschäftige mich ja schon sehr lange mit dem Thema und hatte das Glück Einsichten in Schriften zu bekommen, die nicht veröffentlicht sind, sondern in einem geschlossenen Orden bewahrt wurden.
Nach all dem, was ich dazu gelesen habe, inkarnierte Jesus ganz bewusst unter den Juden. Er wollte darstellen, dass das jüdische Volk einem falschen "Gott" frönt, einem "Gott", der ein Volk erhöht über andere. Das würde Gott in Wahrheit niemals tun.
Als dann später die Jünger umher gingen um das wahre Wort Gottes zu predigen, sahen die Priesterschaften die Gelegenheit, die Menschen weiter zu verwirren und die Anhänger der Lehre von Jesus in einer neuen Religionsgemeinschaft mit neuen Priesterschaften wieder in die Irre zu führen.

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07.02.2011, 09:01
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Liebe Christa,
das denke ich inzwischen auch. Ich glaube, Jesus wollte, wie Du auch einschätzt, die damals über 1000 Jahre eingefahrenen Glaubensdogmen aufbrechen. Und obwohl oder vielleicht auch gerade weil der größte Teil der Bibel von Israeliten bzw. später von Juden geschrieben wurde, finden aufmerksame und kritische Leser kleine Hinweise über das Verwischen von viel älteren Verbindungen zum echten Schöpfergott. Die jüdischen Schriftgelehrten haben die älteren Religionen einfach schlecht gemacht, indem sie ihnen Kinderopfer angedichtet haben und einiges mehr, in der Hoffnung, dass die Leute glauben, dass Jahwe der einzige Gott sei.

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07.02.2011, 18:21
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hallo...

ich finde dieses thema sehr interessant... auch ich beschäftige mich im gedanken mit jesus...

ich habe einige eurer beiträge durchgelesen... aber leider nicht alle... bitte verzeiht... es fällt mir nicht leicht, so lange am computer zu lesen...

ich habe da auch eine frage... die mit jesus zu tun hat...

in den büchern steht... dass durch die 40jährige wanderung der israelitän.. mit moses... die menschen kodiert wurden... damit sie das "auserwählte" volk werden.. dh.... die oberpriester haben dieses volk gewählt, dass ihnen dabei hilft die weltherrschaft an sich zu reisen... sie wurden kodiert... heißt es in den büchern...

das hab ich doch richtig verstanden??.. oder....

und jesus ist gekommen... um genau diese kodierung aufzuheben... es steht auch ein beispiel in den büchern, welches auch in der bibel steht... wo jesus zu einer frau sagt, die ihn anfleht seine tochter zu heilen... da sagt er... "ich bin gekommen um meines gleichen zu helfen".... oder so ähnlich...

ganz klar ist für mich.... dass jesus eigentlich den menschen von den familienlandsitzen und den weden erzählt hat....

aber welche rolle spielte moses.. da kenn ich mich nicht aus...

war moses einer der oberpriester... ???? im buch steht ja, dass der priester moses.... dh ja dass er durch die dunkelmächte manipuliert war... oder???...

könnte es sein.... nur so ein gedanke..... dass moses und jesus die gleiche seele ist... und jesus.. seinen fehler eingesehen hat... und ihn wieder gut machen wollte??..

oder ist das zu hochgestochen??... bitte verzeiht, wenn es sich so anhört... das will ich nicht.... aber könnte es nicht theoretisch so sein?..


15.03.2011, 15:55
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