Ernährungsempfehlungen von Anastasia?

Moderator: Blümchen

tjulin
Beiträge: 84
Registriert: 06.03.2008, 14:47

Re: Ernährungsempfehlungen von Anastasia?

Beitrag von tjulin » 20.05.2011, 21:00

Hi Christa,
ich bin doch auch für eine regionale rohkost! =)
Bin nur der Meinung das das aufkeinenfall so einfach ist, wie du es beschreibst.
Ich bin also in erster Linie für regionale produkte. Wenn man allerdings seinen Bedarf darüber nicht ausreichend decken kann ist es besser mit anderen sorten zu kompensieren.
Eine mehrmonatige 100% Rohkostphase wird in den meisten fällen auch problemlos vertragen.
Ernsthafte Mangelerscheinungen kannst du erst nach ca 3 Jahren erwarten.
So wird die Rohkost für viele am Anfang gut klappen, aber das nur weil der körper von reserven zerrt.
Der körperliche bedarf hingegen, kann um ein vielfaches erhöht sein, wenn man sich zuvor "normal" ernährt hat, weil das was in den Darm gelangt nicht mehr vollständig assimiliert wird.
Bei dir können sich zum Beispiel mangelzustände in "gelüsten" (wie du es ausdrückst) zeigen. Besondere Lust auf Eis könnte ein versuch des körpers darstellen einen bestimmten nährstoff aufzunehmen von dem zu wenig zugeführt wird. Genauso wie die lust auf Backkartoffeln oder Vollkornbrötchen.
ich kenne niemanden und hab noch von niemandem gehört der sich über mehrere jahre hinweg von 100% regionaler rohkost ernährt. Würd aber gern so jemanden kennenlernen. ;-)

Christa
Beiträge: 304
Registriert: 25.04.2008, 23:50
Wohnort: Thannhausen
Kontaktdaten:

Re: Ernährungsempfehlungen von Anastasia?

Beitrag von Christa » 20.05.2011, 23:22

tjulin hat geschrieben:
ich kenne niemanden und hab noch von niemandem gehört der sich über mehrere jahre hinweg von 100% regionaler rohkost ernährt. Würd aber gern so jemanden kennenlernen. ;-)


Ich kenne einige! Und die sind völlig gesund. Vor etwa dreißig Jahren habe ich eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin bei Dr. Bruker gemacht und in unserem Kurs waren mehrere, die seit etlichen Jahren schon ausschließlich Rohkost aßen - und zwei von ihnen auch ausschließlich einheimisches Obst und Gemüse.

Meine "Gelüste", wie Du es beschreibst haben einfach damit zu tun, dass ich als Kind schon Eis geliebt habe und es sind Erinnerungen. Ich muss denen nicht nachgeben - manchmal mache ich es und manchmal auch nicht - manchmal mache ich mir mein Eis auch mit Hafermilch. Dass ich jedoch meist Kuhmilch nehme hat damit zu tun, dass ich direkt beim Biobauern für einen Liter Milch 80 Cent bezahle, während ich für einen Liter Hafermilch (die mir sogar wesentlich besser schmeckt, als die Kuhmilch) im Bioladen weit über 2 Euro hinlegen muss.

Du hast aber nicht meine Frage beantwortet, warum wohl Südfrüchte für einen Rohköstler besser sein sollen? Warum sollte Mutter Natur bei uns Dinge für uns wachsen lassen, die uns weniger gut bekommen? Warum sollte Mutter Natur für Menschen, die in Europa leben, Früchte wachsen lassen, die sie erst umständlich aus Afrika kommen lassen müssen? Ich sehe darin überhaupt keinen Sinn. Und dass wir durch Gekochtes gesünder leben sollen, bzw. wir Defizite bei Rohkost durch Gekochtes ausgleichen, begreife ich erst recht nicht.

Mein Mann hat früher viele Jahre als Kunstschmied gearbeitet. Das ist eine sehr anstrengende körperliche Arbeit und er stellte stets fest, dass es ihm wesentlich besser dabei ging, wenn er morgens einen Frischkornbrei gegessen hat und kein Brot, deshalb haben wir auch über viele Jahre morgens ausschließlich Müsli aus frischem Schrot oder aus gekeimtem Getreide gegessen. In das Müsli kam dann noch geriebener Apfel und Früchte nach Saison und ein paar Nüsse. Im Winter gab ich zum Süßen neben dem Apfel eine Handvoll Rosinen mit hinein. Ein kleines Schüsselchen von dieser Powernahrung reichte meinem Mann aus, um wirklich schwerste Arbeit zu verrichten und er brauchte bis zum Mittagessen zwischendurch nichts mehr. Wenn er jedoch mal ausnahmsweise Brot aß, dann musste er immer zwischendurch noch mal etwas essen, weil er nach zwei Stunden Hunger bekam. Deshalb ließ er das Brotfrühstück irgendwann ganz.

Ich habe auch festgestellt, dass Mutter Natur uns alles wachsen lässt, was wir brauchen. In diesem Jahr wächst in unserem Garten ungewöhnlich viel Spitzwegerich - so viel hatten wir noch nie! Da mein Mann in den letzten Monaten viele alte Dinge aufgearbeitet hat, was ihn körperlich ganz schön schüttelte, war uns sofort klar, dass der Spitzwegerich für meinen Mann dort wächst - er enthält Inhaltsstoffe, die er gerade jetzt benötigt. Also kommt nun täglich in unseren Salat eine ordentliche Portion Spitzwegerich. Die uns umgebende Natur sorgt für uns.
Der wedische Weg ist der Weg der Mitte

hexiline
Beiträge: 28
Registriert: 30.06.2010, 23:00
Wohnort: Klagenfurt

Re: Ernährungsempfehlungen von Anastasia?

Beitrag von hexiline » 22.05.2011, 20:52

Ja ohne Worte, Kapitalismus halt. Freu mich drauf, den neuen Gedanken zu leben und mit FreundInnen umzusetzen. Leider hab ich noch keinen Familienlandsitz. Aber vielleicht hats einfach noch nicht wollen sein, damit ich ein größeres Projekt starten kann, wo ich dann mit den Menschen, die ich gerne habe, eine Siedlung gründe.

Antworten