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Ernährungsempfehlungen von Anastasia? 
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Wo über das Fest der Erde geschrieben wurde, sagte Anastasia auch, dass man mit dem Gemüse aus dem Garten auch Speisen zubereiten kann, womit sie vermutlich kochen meinte. Auch ernährt sie sich im Winter vor allem von getrockneten Beeren und Früchten, Nüssen usw. Ich verstehe es so, dass man die Dinge roh essen kann, wenn man sie nach Saison, der Umgebung angemessen und am besten aus dem eigenen Garten holt. Auf Rohkost zu schwören und sich im Winter von Südfrüchten (dazu gehören auch Bananen) zu ernähren, würde ich nicht empfehlen.


18.09.2010, 20:30
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Dem kann ich mich nur anschließen. Südfrüchte gehören nicht in unseren Kulturkreis. Unser Umfeld bietet uns auch im tiefsten Winter alles, was wir brauchen - sogar dann, wenn man sich ausschließlich von Rohkost ernähren möchte.

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Der wedische Weg ist der Weg der Mitte


18.09.2010, 20:45
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Topinambur ist roh übrigens auch voll lecker


18.05.2011, 21:47
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Wenn er sich nur nicht so im Garten ausbreiten würde..... :mrgreen:

Topinambur ist wie der Giersch - ich mag sie beide sehr gerne, aber wenn sie merken, dass man sie mag, dann tun sie des Guten zu viel. Ich muss noch lernen, beide mental in die Schranken zu weisen. :lol:

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19.05.2011, 09:06
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hexiline hat geschrieben:
Auf Rohkost zu schwören und sich im Winter von Südfrüchten (dazu gehören auch Bananen) zu ernähren, würde ich nicht empfehlen.


Das mache ich auch so. Ich esse nur, was hier in der Region - in erster Linie in meinem Garten - wächst. Etwas, das mit LKWs über viele Kilometer transportiert wurde, ist eh nicht mehr frisch genug. Und Südfrüchte werden alle unreif geerntet und künstlich durch Gase in den Transportschiffen nachgereift.

Was mit Orangen gemacht wird, ist sowieso völlig irrsinnig. Frühere Freunde von mir haben sich vor vielen Jahren in Südportugal eine Orangenfarm gekauft. Sie dachte, dass sie die orangen, die sie biologisch anbauen so nach Deutschland exportieren dürfen. Das dürfen sie jedoch nicht. Die natürliche Wachshaut, die die Orangen schützt, könnte eventuell Bakterien enthalten, die schlecht sind - warum auch immer. Deshalb müssten sie die Orangen für den Transport mit heißem Wasser entwachsen und anschließend ein künstliches Wachs auftragen. Das Wachs, das auf die Orangen für die Supermärkte kommt, ist reine Chemie. Das Wachs, das auf die Orangen für die Bioläden kommt, ist ein natürliches Wachs, das gereinigt wurde. Aber was für eine schwachsinnige Vorstellung - erst muss ich das Wachs abmachen, es dann durch starkes Erhitzen sterilisieren und dann wieder auftragen. Unsere Freunde haben sich dann dafür entschieden, ihre wunderbaren Orangen zu einem guten Preis an die dortigen Luxushotels zu verkaufen - die freuen sich darüber.

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19.05.2011, 09:21
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Zitat:
Unser Umfeld bietet uns auch im tiefsten Winter alles, was wir brauchen - sogar dann, wenn man sich ausschließlich von Rohkost ernähren möchte

Ist das deine eigene Erfahrung, oder nur eine Meinung?
Denn so einfach pauschalisieren ist gefährlich. Beziehst du Fleisch mit in diese These?
Der Organimus ist grundsätzlich erstmal auf eine Menge nährstoffe angewiesen.
Und gerade Rohkost muss auch verdaut und assimiliert werden. Bei jemanden mit einem "Zivilisations-Darm" braucht man schonmal die dreifache Menge an Nährstoffen, im Vergleich zu dem was man eigentlich aufnimmt.
So einfach ist eine 100% Rohkost nicht. Und wenn man vor der Wahl steht einen körperlichen Mangel zu bekommen, ...ist es immernoch besser auf nicht-heimische alternativen zurückzugreifen, als Krank zu werden oder wieder mit Kochkost zu kompensieren.
100% Regionale Rohkost, empfinde ich als die königsklasse. Vielleicht gehts anderen anders. Aber dann auch bitte dementprechende Erfahrungen mitbringen.


19.05.2011, 16:27
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Lieber Tjulin,

es ist Erfahrung. Ich esse schon seit ich einen eigenen Haushalt habe (und ich bin inzwischen 63 Jahre alt) fast nur Obst und Gemüse der Jahreszeit entsprechend und habe es eine Zeit lang auch ausschließlich mit Rohkost gemacht. Heute esse ich auch wieder gekochtes, weil mir manches in gekochter Form einfach besser schmeckt - der Spargel zum Beispiel. Grüne Bohnen, die ich liebe, kann man garnicht roh verzehren und auf dem Backblech gebackene Kartoffeln sind für mich einfach eine Delikatesse. Außerdem esse ich auch gerne mal ein selbst gebackenes Vollkornbrötchen oder einen selbstgebackenen Vollkornkuchen.
Wenn ich mir wirklich mal exotisches Obst geholt habe, dann war das für mich eher eine Nascherei - so wie andere Schokolade essen. Ich brauche es nicht. Heute kommt es fast garnicht mehr vor, weil es mir einfach nicht mehr schmeckt- es ist meist sauer und ohne Aroma.
Vielleicht habe ich ja keinen "Zivilisations-Darm", wie Du es ausdrückst, weil mich ich seit mehr als 25 Jahren rein vegetarisch ernähre und mindestens ein Drittel meiner Kost ist auch seit dieser Zeit Rohkost.
Die meisten Menschen, die mit Rohkost Schwierigkeiten haben, haben es deshalb, weil sie den Zucker nicht weglassen. Zucker gärt nämlich mit dem Gemüse im Darm und verursacht dadurch Blähungen.
Kohl wird sogar als Rohkost erheblich besser vertragen, als in gekochter Form.

Man kann für den Winter so viel in der "Miete" und im Keller einlagern und es gibt den ganzen Winter über auch noch frisches aus dem Garten.
In der Miete habe ich im Winter Rote Bete, Sellerie, Karotten, Lauch, Topinambur, Schwarzwurzeln, Meerrettich und schwarzen Rettich.
Im Keller lagern Rot- und Weißkohl, Kürbisse, Zucchinis und Sauerkraut und Lageräpfel.
Im Garten warten auch im tiefsten Winter Grünkohl und Rosenkohl auf eine Ernte und unter schützender Folie habe ich noch Feldsalat. Bis in den Winter hinein ernte ich noch frische Senfblätter und Vogelmiere.

Da fehlt es doch wirklich an nichts und alles davon kann man sehr gut roh essen.

Übrigens - ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt mal einen Arzt gesehen habe.

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19.05.2011, 22:09
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Ich füge noch hinzu:

Im Winter habe ich außerdem noch eine Vielfalt an Keimlingen zu essen:

Linsen, Erbsen, die verschiedensten Getreide, Alfalfa, Senf, Radieschen, Kresse und vieles mehr lasse ich keimen.

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20.05.2011, 09:05
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Liebe Christa. Alles klar.
Aber ich sprach von 100% Rohkost.
Das es sich mit "nur" 1/3 Rohkost in der Ernährung gut lebt bezweifel ich nicht.

Isst du Milchprodukte?

PS. Wenn man richtig kombiniert und auf seine intuition hört, werden Zucker nicht falsch verdaut. Sie gehören dazu, eben so wie der Apfel am Baum wächst.


20.05.2011, 11:12
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Lieber Tjulin - und ich sprach davon, dass ich eine Zeit lang (und es waren viele Monate) ausschließlich Rohkost gegessen habe. Ja - und im Augenblick esse ich auch mal Milchprodukte, weil ich zum Beispiel selbstgemachtes Eis einfach liebe. Im Winter wird es wieder weniger mit Milchprodukten - da habe ich auch keinerlei Probleme auf sie völlig zu verzichten. Ich mache kein Dogma aus meiner Ernährung, sondern esse stets das, worauf mich gelüstet.

Was den Zucker anbetrifft, so meine ich Zuckerkonzentrate, nicht natürliche Zucker, die zum Beispiel im Apfel sind. Dass Zuckerkonzentrate Pflanzennahrung zum Blähen bringen, ist lange bekannt. Prof. Kollath hat da einige Untersuchungen gemacht und Dr. Bruker hat es in seiner Klinik damals jedem Kranken gesagt und er verordnete jedem Kranken Rohkost - heimische Rohkost, wobei er Südfrüchte nicht völlig ablehnte. In seiner Klinik jedoch bekamen alle Kranken ausschließlich heimische Rohkost - nur in den morgendlichen Frischkornbrei wurde auch mal eine Banane gegeben - aus geschmacklichen Gründen.

Was meinst Du denn, was die Südfrüchte haben, das für einen Rohköstler besser ist als unsere heimischen Pflanzen? Warum sollen wir Pflanzen, die nicht in unseren Kulturkreis gehören, besser vertragen, als Pflanzen, die hier bei uns wachsen und mit denen wir aufgewachsen sind?

Unsere Pflanzen wachsen genau dann, wenn wir ihre Inhaltsstoffe benötigen und sie wachsen, um uns gesund zu erhalten. So enthalten im Frühling die meisten Pflanzen zum Beispiel einen relativ hohen Anteil an Bitterstoffen, die dazu angetan sind, alles aus dem Körper zu schleusen, was für ihn nicht gut ist und gleichzeitig die Leber zu stäreken. Auch die Oxalsäure, die im Frühling in manchen Wildkräutern und im Rhabarber ist, hat eine entsprechende Wirkung.

Im Sommer dann enthalten die Pflanzen eine erhöhte Süße und viele Stoffe, die uns die Hitze besser ertragen lassen, bestimmte Salze zum Beispiel und sie enthalten eine große Menge Wasser.

Im Winterfrüchte sind voller Power um die Kälte besser zu überstehen. So enthält zum Beispiel der Kohl ein Vielfaches an Vitamin C als es die Südfrüchte haben. Und die Wurzelfrüchte sind sowieso ein regelrechter Speicher an Inhaltsstoffen, denn sie speichern die Stoffe, die eine Pflanze benötigt, um im Frühling wieder austreiben zu können.

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20.05.2011, 11:47
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