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Berufung 
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Liebe Ursula,

gerade sensible Menschen , die viel mit und in der Natur arbeiten, die durch die intensive Beschäftigung mit der Natur ihr Wesen und den Sinn hinter den Dingen verstehen lernen und das nicht aus dem Verstand sondern auch noch aus dem Gefühl heraus,
kommen auf andere Gedanken wie die sogenannten Experten, da diese in selbsterschaffenen Konstrukten der Weisheit letzten Schluß sehen.
Vorallem erkennen naturverbundene Menschen leichter das Wesentliche, denn in der Natur gibts nichts unwesentliches.



Grundsätzlich ist Andreas Gedanke ein guter,
er setzt jedoch auch einen entsprechenden Geist der Beteiligten voraus.
Die Grundvorraussetzungen sind Achtung vor jedem anderen Wesen, Demut gegenüber der Schöpfung, Dankbarkeit für alles, was uns geschenkt wird, Mutter Natur die notwendige Ehre erweisen, liebevolles Handeln. Jeder hilft selbstlos zum großen Ganzen auf seine ihm vorbestimmte Art, das was ihm liegt, ohne Masseinheit was" Leistung" sein soll.
Alle Beteiligten müssten die gleichen Werte und die gleichen Grundeinstellungen haben, das gleiche Selbstverständnis, .....
ausserdem müssten alle Beteiligten vollständig auf ihr Gefühl, ihre innere Stimme hören ohne an ihre persönlichen Vorteile zu denken. Handeln um des Handelns wegen für die Gemeinschaft - Gedanken wie: "irgendwie werde ich schon einen Energieausgleich dafür bekommen", "wird mir schon irgendwie was bringen" dürfte es nicht einmal im gedanklichen Ansatz geben, denn damit ist das Handeln eben doch nicht aus einem reinen Gedanken entstanden.
Ich verstehe die Gedanken von Kräutergnom sehr gut, aber es gibt diese Grundvorraussetzungen, ohne die das Vorhaben "Grundeinkommen" sinnlos ist.
Das heißt, es muss zuerst eine "geistige Reinigung" stattfinden, wo alle Beteiligten mit sich selbst Klarschiff machen, wer bin ich, wie verhalte ich mich, was hat mich geprägt und hat aber nichts mit mir selbst zu tun,
was hat mich bisher zum Handeln angetrieben, verteile ich Schuld an andere, wie gehe ich mit dem um, was mir begegnet - wie nehme ich mein Schicksal an - , was regiert mein Denken, kann ich mich aus der Distanz, Beobachterposition sehen und mir ein neutrales Bild verschaffen,........
das erfordert stilles Insichgehen während einer langen Zeit ohne sich von Äusserem ablenken zu lassen, sich nur auf sich selbst, sein Inneres und letztendlich auf Gott und die Schöpfung zurückzubesinnen.

( Anm. Ich verwende hier das Wort Gott, weil es uns allen geläufig ist und jeder versteht, was gemeint ist. In den Anastasiabüchern wurde es ebenfalls verwendet. Da auch Anastasia der Wortwahl große Bedeutung zumass, ich selbst ebenfalls um die Wichtigkeit der Wortwahl ( vor der Lektüre der Bücher) wusste, kann ich mich auch nicht mit neuen Namensgebungen wie Mater anfreunden. Ob solche Neunamensgebungen nicht vom Wesentlichen ablenken/sollen/ ......?)

Selbsterkenntnis ist doch die Voraussetzung für Besserung, Weiterentwicklung. Zuerst müssen alle Beteiligten den Istzustand erkennen - und anerkennen auch wenn er ihnen nicht gefällt.

Lieber Andreas!
Ich verstehe all Deine Gedanken, ich kann deine Gedanken und auch die Hoffnungen darin ganz und gar nachvollziehen.
Aber es ist doch traurig, wenn die Steuerfreiheit von biologisch Angebautem den Menschen Bioware nahebringt und nicht die Einsicht und der freie Wille, sich und der Natur etwas Gutes zu tun.
Es ist ähnlich wie mit Gesetzten, die verhindern auch nichts, die einen umgehen sie - ist für manche schon ein Sport - die anderen haben die Gedanken und nur die Angst erwischt zu werden, läst sie nicht handeln.
Beide haben eines gemeinsam, ihnen fehlt die Reinheit der Gedanken und/oder die höhere Erkenntnis!!!!

Du meinst, mit dieser sozialen Sicherheit würden die Menschen wieder kreativer die Zukunft gestalten.
Wir wohnen in einem Land, das eine enorme Zahl von Menschen aufweisen kann, die in absoluter sozialer Sicherheit leben - und die die Zukunft mitgestalten, allerdings eben ihre eigene und vorallem sehr kreativ die ihres Geldbeutels und Besitzes und nicht kreativ im Sinne eines Großen Ganzen wie wir zwei das verstehen.
Es gibt auch viele Menschen, die mehr als das notwendige haben, und die trotzdem nicht kreativ an einer Zukunft in Deinem Sinne mitgestalten, weil sie gerne dem Konsum, Wellness, Kunstfingernägel,...allem was gerade in ist, ....fröhnen.
Ich wurde gebeten, in Stuttgart ein Café zu eröffnen für Mütter mit Säuglingen, wo die Bedienung zwischen krabbelnden Babys Kaffee serviert, Bitte einer Mutter, die einen Garten hätte und am Stadtrand mit Feldern wohnt!!!! damit man am Leben teilnimmt???! Wäre sicher ein Renner, aber es widerspricht meinem Grundverständnis.
Andreas, glaubst Du, solche Menschen verwenden ein Grundeinkommen sinnvoll und vermitteln den Kindern Werte, die wir zwei für wichtig halten?????
Diese Menschen oder die Eltern mussten nicht ums Überleben kämpfen und haben den Kindern offensichtlich doch keine Werte beigebracht indem sie sie vorlebten. Sonst würde doch die Welt hier anders aussehen, meinst Du nicht?

Es gibt genügend Menschen, die haben alles zum Leben, die haben soviel, dass es für x Autos, x Flugreisen, Fitnessstudio, ............ reicht, das Leben also schon überdimensioniert lebenswert sein müsste - und trotzdem reicht es diesen Menschen noch nicht? Geld für die "Anschaffung" Kind sowieso nicht.
Eine der interessantesten Fragen, die mir in diesem Land gestellt wurden,
war folgende:
"Du hast 4 Kinder? Warst Du Dir vorher darüber im Klaren, welche Kosten diese bis zu Ihrem 18 Geburtstag verursachen werden, und das gleich 4 mal!!!!!!? ( Kosten - Nutzen gegenüberstellung)
Laut der Erhebung xyz hätte das schon x Häuser gereicht........, Du hast nichts ausser Mühe!!"
Gestellt von Single, megagutverdienend, aber natürlich nicht genug.....
Nicht weniger aussagekräftig sind Aussagen wie " Du siehst gar nicht so aus, als hättest Du 4 Kinder, .... dass jemand mit dieser (??) Intelligenz 4 Kinder hat .......
das spiegelt doch viel wieder, oder nicht?

"Menschen werden ihr Land wieder lieben und Interesse an ihrer Heimat bekommen"
Lieber Andreas,
warum lieben sie denn ihr Land nicht mehr, und warum haben sie das Interesse an Heimat verloren?
Weil sie andere Interessen vornehin gestellt haben, ihre Prioritäten sind vollkommen anders gelagert. Dafür sind diese Menschen selbst verantwortlich, niemand hat sie daran gehindert, ihre Heimat zu bereisen und sie lieben zu lernen in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit und damit zufrieden zu sein so wie es andere auch tun.. Niemand hat sie daran gehindert, ihr Geld im Inland umzusetzen und dadurch die eigene Natur zu erhalten, gesunde Entwicklungen zu fördern......
Niemand hindert die Menschen daran, biologische Ware aus der Heimat zu kaufen oder sie gar selbst anzubauen.

Übrigens liegst Du falsch lieber Andreas, Du kannst das bis zum Ende durchrechnen!! Gerade Du.
Bloß hilft alles rechnen nichts, wenn die Grundvoraussetzungen nicht stimmen. Die Menschen müssen nicht durch Rechnung überzeugt werden, sondern sie müssen aus ihrem Inneren heraus ihre Überzeugung finden
Sie müssen umdenken und das Wohlergehen anderer und das Herz/Seele an die erste Stelle setzen.

Die Veränderungen müssen aus dem Herzen kommen.
So wie auch Berufung aus dem Herzen kommt und nichts mit dem zu tun hat, was landläufig unter Beruf verstanden wird - mit was verdienst Du Dein Geld?

Mir kam noch eine Frage: was bedeutet "richtig gut leben"?
Kann es sein,dass hier schon die Vorstellungen auseinanderdriften?

Ich könnte Dir vor meiner Haustüre sehr viele Menschen zeigen, die all das haben, wovon Anastasialeser träumen - und die es bewusst nicht nutzen wollen- die es nicht einmal anderen , die nichts haben, zur Verfügung stellen wollen.

Freude am Teilen ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung, die nicht in der Masse, die das Grundeinkommen beträfe, vorhanden ist.

Schön wäre es, wenn alles so einfach wäre.
Aber nicht immer ist der einfachste Weg auch der lehrreichste und nachhaltig wirksamste.
So wie ich Gott kenne, ist er für den Weg, der das maximalste an Gewinn verspricht, nach allen Seiten in allen Bereichen, für alle Beteiligten und vorallem nachhaltig. Und die, die ein wenig frühreif sind müssen sich eben etwas gedulden.

Auch Geduld ist eine der Voraussetzungen, in denen sich viele unserer Mitmenschen noch üben sollten, damit das mit dem Zusammenleben nach wedischem Vorbild etwas wird.

Liebe Grüße an alle

Stefanie


Zuletzt geändert von stefanie.t. am 04.02.2009, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.



04.02.2009, 17:27
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Liebe Stefanie,

ich will mal hier nur auf Deine Frage der Heimatliebe eingehen, und wie meiner Ansicht nach die Heimatliebe abhanden gekommen ist.

Ich denke, dass es im 3. Reich begann, als Heimatliebe in Deutschland zur Pflicht wurde, zum Zwang. Mit dem Zusammenbruch des 3. Reiches ging das weiter: Auch in der DDR wurde Heimatliebe als Staatsbürgerpflicht propagiert. Das Lied "Unsere Heimat" fand ich immer sehr schön, aber da war der bittere Beigeschmack in der Abschlusszeile "und darum schützen wir sie." Heimatliebe war angeordnet und im Laufe von 40 Jahren mit Wehrpflicht verknüpft, die selben Gedankenmuster wie unter den Nazis nur unter anderen Vorzeichen. Viele Menschen in der DDR reagierten im Laufe der Jahrzehnte mit "Politik ist mir egal." Der staatliche Druck ließ ab den 80er Jahren nach, den Leuten war ja alles egal, d. h. sie waren leichter manipulierbar.
Dann brach auch die DDR zusammen, und damit die Heimat für viele. Heute ist für viele Menschen die Welt die Heimat, kein Stück Land, das man liebt, und auf dem man lebt.

Wie es im Westen war, weiß ich nicht, weil ich im Osten groß geworden bin. Ich vermute aber, dass die Alliierten insbesondere die Amerikaner das Bewusstsein weg von der Heimat hin zur Deutsch-Amerikanischen Freundschaft gelenkt haben. Statt Heimat wurde Freiheit propagiert. Jeder konnte alles werden, wenn er nur hart genug dafür arbeitete. Die Welt zu erkunden wurde erstrebenswert.
Außerdem hatte Deutschland eine große Schuld mit den Konzentrationslagern auf sich geladen, nicht nur gegenüber Juden, sondern auch gegenüber anderen Andersdenkenden. Auch diese Scham hielt die Menschen davon ab, die deutsche Heimat zu lieben und sich dazu auch noch zu bekennen.

Die Menschen denken zuerst an ihren eigenen finanziellen Vorteil, weil der Staat und viele andere ständig von ihnen Geld haben wollen. Arbeitslosen werden Schuldgefühle eingeredet, wenn sie trotz zahlreicher Bewerbungen dem Staat auf der Tasche liegen, weil es einfach keine Arbeit für sie gibt. Wie sollen sie da ihre Heimat lieben? Und selbstverständlich werden die meisten jede Gelegenheit nutzen, um zu Geld zu kommen. Da wird jede Kreativität im Keim erstickt.

Ich denke, wenn dieser Druck weg ist, wenn die Menschen gerade so viel bekommen, wie sie zum Leben brauchen ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, dann werden sie ohne Zwang sich Arbeit suchen, bei der sie Geld dazu verdienen können. Und ohne diesen ganzen teuren Apparat von Versicherungen und Arbeitsagenturen werden sie wieder kreativer werden.

Nachdenkliche Grüße
von Kraeutergnom

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04.02.2009, 18:17
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Lieber Andreas,
ich bin im Westen groß geworden und als ich zur Schule ging, war der Krieg ja noch garnicht so lange vorbei.
Bei uns war jedoch, das Thema Heimat ein rotes Tuch! Wir durften das Wort nicht einmal in den Mund nehmen in der Schule. Uns wurde erzählt, ein Heimatdenken würde zu dem führen, was Deutschland angerichtet hat. Wir seien Weltbürger, weltoffen. Wir sollten uns die Amerikaner zum Vorbild nehmen, da sei ein Volk entstanden, das keine Grenzen kenne.
Uns wurde erzählt, wir sollen uns für Deutschland schämen. Die Deutschen seien das schlimmste Volk in der Weltgeschichte. Deutschland könne niemals Heimat sein usw.. usw..
Ich hatte eine Zeit, in der ich mich schämte Deutsche zu sein, obwohl ich nichts damit zu tun hatte und mein Vater selber im KZ gesessen hatte - er war ein politischer Häftling. Das war die schlimmste Hirnwäsche, die man einem Volk antun konnte.

Und liebe Stefanie, ich habe das Gefühl, dass Dir meist Menschen begegnen, die so sind, wie Du beschreibst.
Ich bin in bei Eltern groß geworden, die sich ihr Gemüse immer selber biologisch (den Begriff gab es jedoch damals garnicht) zogen. Meine Eltern hatten nie Geld zu verreisen. Ja, sie hätten nicht einmal das Geld gehabt, Urlaub in Deutschland zu machen, weil dieser sogar noch teurer war, als ein Urlaub in Italien. Urlaub kannte ich nicht. Meinen ersten Urlaub machte ich im Alter von 16 Jahren mit einer Jugendgruppe. Meine Eltern sparten sich diese Reise vom Munde ab. Und ich kenne sehr viele Menschen, denen es ebenso ging. Einen Garten zu haben, den man bewirtschaftete, war auf den Dörfern und in kleinen Städten völlig normal.
Als meine Eltern das erste Mal in ihrem Leben Urlaub machten, da waren wir drei Kinder schon erwachsen.

Meine Tochter hat auch vier Kinder. Ja - sie hört hin und wieder auch mal eine entsprechende Bemerkung, aber das kommt nicht oft vor. Die meisten Menschen, mit denen sie verkehrt, unterstützen sie sogar, wo es eben geht. Mein Schwiegersohn hat eine Arbeitsstelle, die ihm einerseits sehr viel Freude macht, andererseits jedoch derart schlecht bezahlt wird, dass meine Tochter sich den Lohn ihres Mannes beim Sozialamt aufstocken lassen muss. Und das sind Bittgänge, die sie in regelmäßigen Abständen machen muss und die sind ihr nicht angenehm. Außerdem hätte mein Schwiegersohn bei einem Grundeinkommen die möglichkeit seine Arbeitsstunden zu reduzieren, und diese Zeit dann mit seinen Kindern zu verbringen. Ihm tut es weh, dass er so wenig Zeit für die Kinder hat durch seinen 8-Stundenarbeitstag!

All das, was Du schreibst gibt es - aber es gibt auch ganz viel Anderes. Ich bin bewusst in ein kleines Dorf gezogen und hier stimmt das Umfeld. Ich erlebe hier täglich sehr viel Herzlichkeit und ein starkes Miteinander. Die Menschen in den Dörfern hier sind noch sehr naturverbunden.

Es sind die Großstädte mit ihren großen Siedlungen, wo die Menschen eingepfercht in kleinen Wohnungen leben und kaum Zukunftschancen haben, wo das alles passiert. Es ist die Umgebung, die diese Menschen verrohen lässt. Oder es sind arrogante Reiche, die sich von all dem abschotten wollen, aber das gibt es in allen westlichen Großstädten - das ist nicht auf Deutschland alleine bezogen.

Ich habe das Gefühl, dass Du nicht viele Menschen kennst, die um das Überleben kämpfen müssen - ich kenne sie schon. Es ist auch das Umfeld, was die Menschen krank macht und das sie fortbringt vom wirklichen Sein. Ich kenne sehr viele Menschen in Deutschland, die sehr viel bewegen und wirklich tolle Dinge tun - auch in Großstädten. Ich weiß, dass sie ihr engagement noch ausdehnen würden, wenn sie nicht so viel arbeiten müssten.

Und was die Freude am Teilen anbetrifft, so glaube ich nicht, dass die "Masse", die das Grundeinkommen beträfe, überhaupt genug zum Teilen hat! Meine Tochter gehört auch zu der "Masse", wie Du sagst.
Die, die genug haben, die müssen teilen. Außerdem bekäme das Grundeinkommen jeder - auch Du! Und viele Menschen könnten weniger arbeiten und hätten mehr Zeit zum Denken. Ein Mensch, der am Fließband steht, der ist nach 8 Stunden derart erschöpft, dass er garnicht mehr denken kann. Wenn dann viele Menschen weniger Stunden arbeiten könnten, dann würde die Arbeit auch breitflächiger aufgeteilt.

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Der wedische Weg ist der Weg der Mitte


04.02.2009, 20:24
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...Wir sollten uns die Amerikaner zum Vorbild nehmen, da sei ein Volk entstanden, das keine Grenzen kenne....


Liebe Christa,

aus Deinem obigen Text habe ich nur einen Satz zitiert.

Warum diesen?
Weil er wahr ist:

Die amerikanischen Ureinwohner kannten tatsächlich keine Grenzen;
die Zäune sind erst mit dem Weißen Mann ins Land gekommen.

Was daran unwahr ist, hat man in der Schule weggelassen:

Es hat viele Völkerschaften amerikanischer Ureinwohner gegeben,
ein "amerikanisches Volk", jedoch, gibt es bis heute nicht-

Aber man hat auch etwas weggelassen, was wahr ist:

Der dort geborene "Individualismus", oft apostrophiert als "der amerikanische Traum", kennt tatsächlich keine Grenzen,
namentlich der Zerstörung...

Aber das ist nur die Meinung eines deutschen Heimatverbundenen,
der sich weigert, sich zu "schämen"-

Jeder 4. oder 5. "Amerikaner" ist heute deutscher Herkunft.
Und jetzt? Was hat er verlernt?

(Gelernt hat er: "Geld machen" durch übervorteilen anderer...,
das ist recht weit entfernt vom Gedanken an ein Grundeinkommen)


Herzliche Grüße,

T.G.

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Nun feiern wir, vereinten Siegs gewiß,
Das Fest der Feste:
Freund Zarathustra kam, der Gast der Gäste!
Nun lacht die Welt, der grause Vorhang riß,
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F.W. Nietzsche, Aus hohen Bergen


06.02.2009, 22:57
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Andreas schreibt:

"Ich denke, wenn dieser Druck weg ist, wenn die Menschen gerade so viel bekommen, wie sie zum Leben brauchen ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, dann werden sie ohne Zwang sich Arbeit suchen, bei der sie Geld dazu verdienen können. Und ohne diesen ganzen teuren Apparat von Versicherungen und Arbeitsagenturen werden sie wieder kreativer werden."

So ist es.

H.G.,

T.G.

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06.02.2009, 23:01
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Turnus Gleich hat geschrieben:
...Wir sollten uns die Amerikaner zum Vorbild nehmen, da sei ein Volk entstanden, das keine Grenzen kenne....


Liebe Christa,

aus Deinem obigen Text habe ich nur einen Satz zitiert.

Warum diesen?
Weil er wahr ist:

Die amerikanischen Ureinwohner kannten tatsächlich keine Grenzen;
die Zäune sind erst mit dem Weißen Mann ins Land gekommen.



T.G.


Lieber Turnus Gleich,

hast mich zum Schmunzeln gebracht. Es ist natürlich alles richtig, was Du schreibst - ich füge noch hinzu: der Amerikaner kennt keine Grenzen in seiner expansiven Art. Überall, wo der Weltsherif seine Pfründe gefährdet sieht, zettelt er Kriege an unter dem Vorwand, die "Demokratie sei gefährdet.

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Zuletzt geändert von Christa am 07.02.2009, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.



07.02.2009, 00:10
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Und wenn wir wieder zu uns zurückkommen?
Und wenn wir immer wieder entdecken, wo wir mit uns selbst Krieg führen?
Und wenn wir nicht mehr warten, bis unser System irgend etwas hergibt, was uns ein natürliches Leben ermöglicht?

Ich glaube, so lange wir hier den Hemmschwellen im Außen Energie geben, fehlt diese im Innern.

Das Thema ist Berufung und wie können wird diese in uns finden, wenn die äußere Struktur etwas anderes verlangt.

Im Moment fällt niemand eine Rettung für unser System ein, weil dieses System so unnatürlich ist, dass es nicht gerettet werden kann.
In den Anastasia Büchern gibt es eine Szene, in der sie beschreibt, wie sie den Schöpfer anfleht, unsere Einsichten nicht aus Schicksalschlägen zu erhalten.

Meine Seele hat in der Nacht die Zeit, den vergangen Tag zu filtern und meinen neuen Tag vorzubereiten. Im neuen Tag liegt es an mir, ob ich die kleinen Dinge wahrnehme,
die anders sind als am Vortag. Dies geht wirklich ganz ohne Mühe. Oft sind es nicht die Dinge, die ich gerne geändert hätte, sondern die, die ich wirklich anders leben kann.

Ich habe dann im Jahr 365 kleine Schritte gemacht und erst im Rückblick werden die vielen kleinen Schritte zu einer großen Verwandlung.

Es ist kein Druck da, was anders werden müsste, sondern jeden Tag aufs neue eine Überraschung.
Ich glaube, so wird auch meine wirkliche Berufung wach und manchmal weis ich, dass ich sie schon längst lebe.

Tun wir das nicht alle an dem Platz, wo wir im Moment stehen?

Liebe Grüße ChristaK
Mit allen, die auf dem Weg sind.


Zuletzt geändert von ChristaK am 07.02.2009, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.



07.02.2009, 08:44
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Und wenn wir wieder zu uns zurückkommen?
Und wenn wir immer wieder entdecken, wo wir mit uns selbst Krieg führen?

Liebe ChristaK,

vielen Dank für diese wunderbaren Bemerkungen...
Bin ich nicht -sogar schon bevor sie dort standen- darauf eingegangen?

-Jeder 4. oder 5. "Amerikaner" ist heute deutscher Herkunft.
Und jetzt? Was hat er verlernt? -


Besonders angesprochen hat mich, daß Du an eine wichtige
Einstellung Anastasias zu Schicksalsschlägen erinnerst,
einem Teil ihrer Berufung-

H.G.,
T.G.

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07.02.2009, 09:18
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Hallo liebe ChristaK,

vielen Dank für Deine wunder-vollen Ausführungen. Schöner kann man das kaum ausdrücken. Ich bin mir sicher, dass sie vielen helfen werden IHREN Weg zu finden und zu gehen. Es IST so einfach :wink:

Liebe Grüße
Ursula


07.02.2009, 15:38
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