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deutsche Geschichte und mögliche Zukunft 
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Gestern habe ich einen Film entdeckt der einiges an Themen aufwirft über die ich im Geschichtsunterricht praktisch nichts erfahren hatte.

Der Sprecher ist ein Herr Görlitz.

Webadresse des Filmes:
http://vimeo.com/2659076

Leider ist die Tonqualität miserabel (Nebengeräusche), jedoch ist der Inhalt um so spannender. Wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt was er sagt... Aber vielleicht stimmt sogar alles? Ich weiß das nicht. Auf jeden Fall finde ich die Themen interessant und denke, daß es sinnvoll ist sich mit Bekannten darüber auszutauschen und heraus zu finden was los ist in Deutschland.

Ich sehe in den Themen auch einen möglichen Grund, daß Landsitz-Siedlungsprojekte in Deutschland noch selten sind. Wie können wir ein Heimatgefühl aufbauen während wir noch im Besatzungsstadium sind? Wenn man ein Grundstück kauft, von wem kauft man das dann? Muß man einen Kaufvertrag von den Alliierten genehmigen lassen damit er gültig ist? Wie erreichen wir hierzulande echten Frieden, auch völkerrechtlich?

Gegen Ende des Filmes erklärt der Redner, daß durch die Hintertür der 1944 stillgelegte Morgenthau-Plan für Deutschland durchgezogen werden soll. Wenn man diesbezüglich hier nachschlägt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Morgenthau-Plan

finde ich es sogar passend für die Entstehung von Landsitzen. Dieser Plan sah/ sieht vor Deutschland zu De-Industrialisieren und ein Agrarland daraus zu machen. Ja, was wollen wir mehr! Perfekt!!
Natürlich ein Gärtnerhof-Agrarland mit lauter paradiesischen Landsitzen.
:D

Beim Ansehen des Filmes dachte ich häufig an die Anastasia Bücher weil dort auch auf Geschichte und Kriege eingegangen wird. In den Büchern steht jedoch mehr über die russische Geschichte. Und wenn wir die Anregungen von Anastasia ernst nehmen wollen, dann sollten wir uns hier in Deutschland auch mit der hiesigen Geschichte beschäftigen, mit den Ahnen, den deutschen Offizieren, die für ihr Vaterland (das Land was sie erbten und vererben) kämpften usw.
Wegschauen hilft nichts, daß ist lange genug geschehen.

Viele Grüße
Konstantin


12.01.2009, 13:57
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Lieber Konstantin,

das sehe ich auch so. Die Anastasia-Bücher sind wunderbar und ich möchte keins davon missen. Jedoch haben wir hier eine andere Vergangenheit als Russland! In Russland gibt es zum Beispiel ein Heimatgefühl, was uns regelrecht ausgetrieben wurde. Wir müssen für uns das Gefühl was Heimat bedeutet, erst einmal wieder aufbauen. Es wurde uns in den letzten 60 Jahren regelrecht ausgetrieben! Wir durften uns nicht erfreuen an unserer schönen Heimat, weil das als Nationalismus gewertet wurde.

Das ist auch mit ein Grund, dass ich das Magazin in erster Linie auf unsere Kultur ausrichten möchte - die haben wir auch und die ist genauso schön und erwähnenswert wie die russische.

Ich weiß, dass Herr Schtschetinin in seiner Schule sehr gerne über die Deutsche Kultur lehrt und das auch gerne noch ausweiten würde.

Das Wedische am Russischen festzumachen ist meiner Ansicht nach sehr einseitig. Die Bücher wurden ursprünglich für das russische Volk geschrieben und erst später ins Ausland übersetzt.
Eine Welt, in der nur eine Kultur gelebt wird, ist einseitig. Es gibt wedische Bräuche, die einmal auf der ganzen Erde ähnlich waren - das Pflanzfest, was ja das eigentliche Hochzeitsfest ist, gehört mit Sicherheit dazu. Aber es gab in verschiedenen Regionen mit Sicherheit auch auf die dortigen Gegebenheiten ausgerichtete, unterschiedliche wedische Bräuche. Eine wedische Zivilisation auf der ganzen Erde, in der es eine bunte Vielfalt von verschiedenen kulturellen Bräuchen gibt, ist in meinen Augen viel schöner, bunter, individueller und kreativer.

Beginnen wir wieder uns mit unserer Vergangenheit zu beschäftigen, ohne all die Schuldzuweisungen, die dies bisher unterdrückt haben!

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12.01.2009, 14:42
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Grüss Dich Christa,

ich bin der meinung, das die Bücher für alle Länder geschrieben wurden.

Das Russland hier im Vorderung erwähnt wird, hat zum einem mit Wladimir Megre zutun, damit er die Bücher besser an Papier bringen konnte zum anderen sind dort die letzten WEDRUSSEN in den Schlaf gegangen. Also gehen wir nun aus dem Mittelpunkt der Quelle wieder nach Aussen, natürliches Gesetz!

Ich sehe oft in deinen letzten Beiträgen das du die Wege Russlands und Deutschlands trennst. Meiner Meinung nach weil dir Berührungspunkt zur Russischen Seele fehlen. Russland und Deutschland mögen verschiedene Äusserliche Unterschiede haben.
Ja die Russen haben Heimatgefühl, wer hindert dich dein Heimatgefühl zu zeigen?? Deine Nachbarn? Oder Du dich selbst? Auf mich wurden auch viele Dinge eingehämmert und nur ich selbst bin der jenige, der es annimmt, oder später einfach ändert.

ICH BIN STOLZ und ICH BIN EIN MENSCH. WEDRUSSE und GERMANE.

Es geht doch nie um grenzen, es geht immer um das HEIMATgefühl.

Innerlich beschreiten alle Länder auf deren Gebiet Wedrussen leben, den gleichen Weg. Denn die Gefühle sind eben immer die gleichen, nur die Äusserlichkeiten und Umstände sind andere

WEDRUSSEN SIND WIR ALLE!!! Jeder einzelne der erwacht.

@Konstantin

Ja es ist möglich das die Geschichte uns auch daran hindert, ohne Zweifel. Auch die möglichkeiten.
Aber in erster Linie sehe ich, schon aus persönlicher Sicht (oder besser gesagt an mir selber), alles wächst und steht mit mir selber.

Beweg ich mich, bewegt sich alles mit.
Sitze ich, endet die Gesamte Bewegung.

Bei den bisherigen Siedlungprojekten ist es ganz einfach einzusehen. Niemand bis auf ein paar Kernmenschen sind bemüht aufgaben zu übernehmen. Alle warten darauf das die Kernmenschen, alles erledigt haben. Wenn was schief geht kann man ja auf die Menschen zeigen und sagen die haben es ja gemacht, mein Name taucht da nicht auf und ich habe damit nichts zu tun. Viele Versuchen diesen Prozess zu umgehen und erchoren sich einen Leiter aus. Der soll Bestimmen, anfangs eine gute idee. Jedoch zum einen im Laufe der Zeit versteckt man sich wieder hinter ihm, zum anderen verteilt er dann die Aufgaben, also Zwang. WO IST DANN DER FREIE WILLE???

Eine Siedlung im Sinne aller Menschen, kann nur aus dem freien Willen entstehen. Jeder ist motiviert, jeder wählt sich seine Aufgabe. Und das ganze Projekt ist dann so stark wie das schwächste Glied.
Jedoch gilt es dass Kollektiv ausgewogen zu halten. Das geschieht durch natürliche Selektion. Nach dem Gesetz "gleiches zieht gleiches an", oder für jeden Topf einen Deckel!

Also siehts ganz einfach aus....
ich fange bei mir an...ich habe alle Bücher ein oder mehrmals gelesen und lese immer wieder....Ich habe den Wunsch, nach meiner Vorstellung einen Familienlandsitz zu schöpfen...ich will das Glück mit meiner Familie haben...folglich-TRAUMABGLEICH-mit Partner...habe ich noch keinen nicht weiter tragisch...nachbarn will ich auch haben(oder nicht, dann fange ich an)....Also begeb ich mich auf die suche...oder gib die Bücher weiter....habe ich Menschen gefunden....und habe ich den Traumabgleich mit meiner Familie der übereinstimmt....kann ich einen Traumabgleich mit meinen möglichen nachbarn machen...und da entscheidet sich, sind es die richtigen.... und so weiter....
Einzig und alleine liegt es an jedem selbst ob ich den Willen habe...

ich kann mein ganzes geschwaffel davor auf einen Satz reduzieren :
WO EIN WILLE AUCH EIN WEG!!!
Hätte unser VATER auf andere gewartet, dann schreibe ich heute nicht!

TUN ist die Devise!! Und selbst bin ich ja gerade auch kein Vorbild mit all diesen geschriebenen Worten, aber die Worte wollte ich noch los werden.

Fröhlich bei der Arbeit...

Bleibt Gesund

THOR


12.01.2009, 22:39
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Lieber Thorti,

Wed-russe kommt von Wedisch und Russe.
Und wenn Megre etwas beschreibt, kommen immer wieder die Beschreibungen von Russland und der Kiewer Rus!

Ich ziehe doch keine Grenzen, wenn ich von Völkern spreche!
Wir dürfen Staaten nicht mit Völkern verwechseln. Staaten sind künstliche Gebilde, während Völker gewachsene Kulturen darstellen - Gemeinsamkeiten, die sich durch die, in ihrem Lebensraum vorherrschenden natürlichen Bedingungen ergeben.
Ich trenne überhaupt nicht, sondern ich zeige auf, wie vielfältig die individuelle Menscheit ist, wenn sie ursprünglich leben kann.
Du schreibst, Du bist Wedrusse und Germane und das ist für Dich sicher so richtig. Ich sehe mich als Wedin und Deutsche, denn unser Volk setzt sich inzwischen aus vielen Urvölkern zusammen. Dazu gehörten die Germanen, die Kelten, die Sachsen, die Franken und viele mehr.
Natürlich geht es um Heimat - habe ich etwas anders geschrieben?
Meine Heimat ist hier und nicht Sibirien und nicht Russland, obwohl ich niemals ausschließen würde, dass ich dort nicht auch meine Heimat finden könnte,
Ich kenne eine Wedin, die zum mongolischen Volke gehört und ich kenne viele andere, die sich auch nicht als Wedrussen sehen, sondern als Weden. Ich kenne jedoch auch Wedrussen! Weden sind wir alle.

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12.01.2009, 23:07
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Hallo ihr Lieben!

Ich glaube nicht, dass die Bücher speziell für Russland geschrieben sind und eben übersetzt, weil der Inhalt spannend ist oder so.
Anastasia hat ihre Idee ja irgendwo her, ich nenne das Eingebung, weil es ungewöhnlich ist, dass eine Taigabewohnerin als Freizeitbeschäftigung die Unterstützung von Kleingärtnern hat.
Genausowenig ist die Aussage, dass die russische Kleingärtnerschaft Schlimmes hinausgezögert hat, ein Gedanke nicht ohne tiefen Sinn..
Sowenig wie es purer Zufall ist, dass diese Bücher ausgerechnet ins Deutsche übersetzt wurden. Das hat einen tieferen Sinn.

Zum Thema Heimat fällt mir folgender Satz ein:

Heimat ist dort, wo ich mich verstanden fühle.

Das Heimatgefühl wurde den Deutschen nicht ausgetrieben, sondern sie haben es selbst verloren ( sage ich in der Annahme, dass sie mal eines hatten, ich kann gerade keine Zeitenreise machen und mir einen Eindruck verschaffen).
Man fühlt sich dort wohl, wo man sich geborgen fühlt und das ist natürlich dort, wo man Menschen um sich hat, die einen verstehen, die mitfühlen können, die die gleiche Basis haben wie man selbst und die gleichen Vorstellungen. Dort wo man Vertrauen hat.
Dort ist man zufrieden, man hat seinen Seelenfrieden, mehr braucht ein gesunder Mensch nicht zum Leben. In so einer Umgebeung kann man auch nicht krank werden.
Wenn man sich wohlfühlt in seiner Umgebung gibt es kaum einen Grund, in die Ferne zu schweifen, denn es wäre unnötige Unruhe.
Für seine Umgebung ist man selbst verantwortlich und mitgestaltend. Wenn ich meine Wände dunkelgrau streiche, und dann bei jeder Gelegenheit aus meiner Wohnung in die des Nachbars flüchte, weil ich mich in seinen sonnengelben Wänden wohler fühle, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass ich entweder ein Problem habe, meine Umwelt so zu gestalten, dass ich mich selbst wohlfühle - vermutlich weiß ich gar nicht, was mir wirklich gefällt - oder ich habe das Problem, dass ich mit nichts zufrieden bin. In beiden Fällen liegt das Problem bei mir.. Noch interessanter wirds, wenn ich das Essen einbeziehe: ich flüchte also in des Nachbars Wohnung und verlange von ihm, dass er doch bitte ein Schnitzel servieren möge und ein Bier, aber bitte kühl! Wenn ich dann auch noch darauf bestehe, dass er mich nur bedient, dass ich aber bitteschön mit meinesgleichen allein in einem Raum mein Schnitzel in seiner Wohnung esse, dann wirds doch komisch.
Weil mir das dann nach der zweiten Flucht irgendwie nicht behagt, quartiere ich mich anschliessend beim Nachbar einen Stock höher ein, verlange , dass er entweder Schnitzel oder die gutriechende Speise des ersten Asyls serviert, ausserdem möchte ich mal fern meiner 4 Wände so richtig die Sau rauslassen, bekommt doch keiner mit - ist ja einen Stock höher, und drehe seine Stereoanlage auf mit meiner Lieblingsmusik, lasse die Korken krachen, ..... so sollen Deutsche auf Mallorca berühmt geworden sein -
und anstatt mich nach meiner Rückkehr mal mit meiner grauen Wand zu beschäftigen und diese zu ändern, lasse ich mich über die unpassende Blümchentapete des letzten Quartiers aus und beschwere mich über das laute Lachen der südländischen Grillfestbesucher unter meinem Balkon. Fortschrittlichere Fälle importieren vielleicht die Blümchentapete und flüchten das nächste Mal in den drittenn Stock ohne zu merken, dass es nicht an der Tapete des 2. Stocks und am Essen vom ersten liegt, dass sie sich in ihrer Haut, ihrem Heim, ihrer Heimat nicht wohlfühlen und diese geniessen.
Frage an die Leser: Welchen Eindruck hinterlasse ich bei den "Gastgebern"??? Wie würden mich die Hausbewohner bei meinem Verhalten einschätzen?
Warum reisen die Deutschen eigentlich so viel? Warum essen die Deutschen ständig Speisen aus anderen Kulturen, kaufen dafür aus anderen Ländern die Nahrungsmittel? Warum muss es alle paar Jahre noch exotischer werden? Warum wollen sie immer mehr?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute, die mit vielem um sich herum nicht zufrieden sind, zuallererst nicht mit sich selbst zufrieden sind und sich selbst nicht lieben.
Aber anstatt sich mit sich selbst zu beschäftigen , sich so anzunehmen, wie sie sind und das beste draus zu machen und sich so zu verändern, dass sie sich mit und bei sich selbst wohlfühlen, suchen sie ihre Schatten im Aussen. Mir fällt der psychologische Ausdruck nicht ein.
Wenn sie aber in den Ländern, die sie besuchen, ihre abgespaltenen Schatten suchen zum Ausgleich des zuhause gelebten, dann fehlt ihnen zuhause logischer Weise das französische Geniessertum, die Inbrunst des spanischen Flamencos, die Herzlichkeit der Südländer allgemein, die italienische Lebendigkeit, Ausdrucksstärke von Gefühlen, .........
Was sagt das über den Seelenzustand des deutschen Volkes aus?
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, damit es den deutschen Leuten wieder in ihrem eigenen Land gefällt und sie mit den Speisen glücklich und zufrieden sind, die ihr Boden wachsen lässt.
Heimatliebe hat mit Dankbarkeit zu tun, das dankbare Annehmen der kleinen und großen Dinge, die ich vorfinde, mit Achtung vor den Gegebenheiten und mit sorgsamer Pflege.

Wenn man in Russland einen Besuch macht, ist es üblich, dass man sich die Schuhe auszieht, vor der Tür oder im Flur.
In Deutschland ist es üblich, dass man mit den Schuhen die Wohnung betritt.
Was ist der tiefere Sinn dahinter?? Was sagt das aus?
Das waren Gedanken, die mir bei den Worten Deutsche und Heimat(liebe) einfallen?
Ich bin mir bewusst, dass es ein aus 40 Jahren Erfahrung entstandenes Durchschnittsbild ist und es auch andere Menschen in diesem Land gibt, die nicht ganz dem beschriebenen Durchschnitt entsprechen.

Es gibt noch ein paar Fragen: Ich habe den Eindruck durch viele Erlebnisse gewonnen, dass der Durchschnittsdeutsche eigenartig distanziert reagiert, wenn er mit Worten wie Russland oder Russen konfrontiert wird? Kann mir jemand erklären, warum?
Auch Viktor hat solche Erfahrungen gemacht, er berichtet gar, die örtlichen Zuständigen für dieses Siedlungsgebiet wollten keine russische Siedlung und mit einem gebürtigen Deutschen wäre aber die Verständigung besser. An der Sprache kanns nicht liegen, jeder Deutsche kann verstehen, was Viktor sagt, das Geschriebene ist auch verständlich.
Was verbinden Deutsche mit einer Russischen Siedlung?
Auch das Thema Wodka scheint immer wiederzukehren. Was verbinden Deutsche damit?

Es gäbe noch manches zu sagen, aber ich schätze, das genügt, um die Diskussion am Leben zu erhalten.
Sollte ich in einem Satz etwas über Deutschland sagen, so fiele mir spontan folgender Spruch ein:
Es ist nicht alles Gold, was glänzt.



Liebe Grüße und einen schönen guten Morgen an alle!

Stefanie


Zuletzt geändert von stefanie.t. am 14.01.2009, 14:08, insgesamt 1-mal geändert.



14.01.2009, 04:37

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stefanie.t. hat geschrieben:

Sollte ich in einem Satz etwas über Deutschland sagen, so fiele mir spontan folgender Spruch ein:
Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Stefanie


Liebe Stefanie,

genau solche Aussagen sind es, die wir Deutschen seit Kriegsende - zumindest in Westdeutschland - immer wieder vorgehalten bekommen. Als ich in die Schule kam, war der Krieg ja noch garnicht so lange vorbei und alles, was Deutsch war, wurde uns erst einmal schlecht gemacht. Ich wurde von seiten der Schule so hingebogen, gar kein Heimatgefühl mehr entwickeln zu wollen - denn so ein schlimmes Land, kann ja nicht meine Heimat sein. Darin liegt auch einer der Gründe, warum die Deutschen damals sich so auf die anderen Länder gestürzt haben - alles, was nicht aus Deutschland kam, war gut und alles, was aus Deutschland kam, war schlecht. Es war eine regelrechte Gehirnwäsche, die die Alliierten hier unterzogen. Ich glaube im Osten Deutschlands war das etwas anders - die Russen waren da wohl nicht so gründlich!

Und dass uns die in Mallorca grölenden Deutschen immer noch als "Der Deutsche" vorgehalten werden, das hat heute noch Methode! Das Deutsche Volk darf kein Heimatgefühl mehr entwickeln, sonst wird es zu stark.
Wenn man nämlich genau hinschaut, so findet man in "Engländerhochburgen" im Süden Europas genau das Gleiche und wenn man nach Amerika geht, dann findet man dies dort auch. Es gibt überall solche Menschen, die aus der Rolle fallen. Nur uns und auch der anderen Welt werden gerade diese als "der Deutsche" dargestellt.

Der Morgethau-Plan wurde meiner Ansicht nach deshalb nicht durchgeführt, weil dann in Deutschland die Landsitzbewegung mit Sicherheit viel früher gekommen wäre. Das war viel zu gefährlich. Stattdessen zog man schnell eine Industrie hoch und holte viele Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten nach Deutschland, um ja nicht die deutsche Mentalität mehr hochkommen zu lassen, den die war einmal sehr heimatverbunden, bodenverbunden und naturverbunden!

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14.01.2009, 13:40
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Hallo,
also warum viele Deutsche auf Russland oder auf russisches Algemein seltsam reagieren liegt wohl zum einem im 2 WK durch die Erlebnisse vieler Soldaten und Flüchtlinge, zum anderen, dem wahrscheinlich eigentlichen Grund, liegt es daran das die Allierten (USA, UK, F) ein Feindbild aufgebaut haben das eigentlich bis `90 nicht wiederlegt werden konnte, denn wieviele Deutsche sind während des Kalten Kriegs nach Russland gegangen(von den Westdeutschen) ?
Warum Wodka und Russland? Kein Ahnung aber wieso verbinden viele Ausländer Deutsche mit Bier? :D

Was mir in der Geschichte Europa aufällt ist, das die deutschen in vielen großen Kriegen ein Schlüsselstellung hatten und das sich in diesen Kriegen immer (fast) alle anderen europäischen Länder gegen Deutschland zusammengeschlossen hatten. 30jähriger Krieg, I+II WK. Und jedesmal wurde etwas versucht um die Deutschen nicht wieder so stark werden zu lassen.

Wichtiger ist jetzt das es den "gewissen" Mächten nicht wieder gelingt Deutschland und Russland zu trennen, den das Versuchen "Sie" ja seit Jahrhunderten.

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Handle, doch niemals der Natur zuwieder.


14.01.2009, 17:55
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Liebe Christa!
Es ist nicht alles Gold was glänzt.
das ist eine sachliche Aussage, deren Inhalt ist:
Nicht alles , was aus der Ferne wie tolles Gold aussieht, entpuppt sich auch bei näherem Hinsehen als Gold. Gemeint ist, dass der Schein manchmal trügt.
Und das ist keine Vorhaltung, Vorwurf, sondern eine einfache Feststellung. Wenn ein Fremder sagt, er habe durch einen Aufenthalt in Deutschland festgestellt, dass dieses Land doch anders ist als ihm aus der Ferne schien, dann ist das eine vollkommen sachliche Aussage. Er hatte etwas anderes erwartet.
Der, der darin einen Vorwurf sieht, muss einen Grund haben, dass er annimmt man wolle ihm etwas vorwerfen. Ich musste feststellen, dass die Deutschen viel von sich auf andere schliessen
Wenn Deutschland ein angreifendes Land besiegt hätte, würde es nämlich den Angreifern generationenlang den Angriff zum Vorwurf machen.
Solch ein Verhalten macht jegliche Aufarbeitung und konstruktive Auseinandersetzung durch Gespräche unmöglich, da man sachlichen Inhalt auf die emotionale Ebene zieht bzw. sich selbst als Opfer sieht, wo doch die anderen Opfer waren. Diese sind allerdings nicht nachtragend. Dort gibts eine Auseinandersetzung zum Thema x, und nacher geht das Leben weiter ... und wir lachen zusammen wieder. Dass Ostdeutsche eine andere Mentalität entwickelt haben, liegt am System, welches den Gemeinschaftssinn, und nicht die Ellenbogenmentalität gefördert hat. Es wäre sehr von Vorteil gewesen, wenn Westdeutschland 1990 ebenfalls in diesem Sinne dazugelernt hätte.
**Du schreibst, dass in der Schule alles Deutsche schlecht gemacht wurde. Das waren aber deutsche Lehrer, die ihr Land schlecht gemacht habe, niemand wird mir weiß machen wollen, ein Franzose oder Brite hätte das verlangt. Es sind also die Deutschen selbst, die nicht mit der Situation umgehen konnten und die sich selbst etwas eingetrichtert haben. Anstatt Bilanz zu ziehen, Ursachenforschung zu betreiben, haben sie sich selbst persönlich verurteilt, anstatt ihren Fehler einzugestehen, daraus zu lernen und ihre Einstellung gegenüber sich und den anderen Beteiligten zu verändern. Wenn die Folge von Deutscher Konfliktunfähigkeit dann ist, dass Deutsche sich nicht mit ihrer wahren Identität auseinandersetzen, ist ihnen auch nicht zu helfen

**Gröhlende Deutsche werden ebenfalls nicht vorgehalten, sondern das ist schlichtweg eine Feststellung von Tatsachen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch wie Du jemals bei solchem Treiben dabei war, deswegen magst Du das als " freie Erfindung" empfinden. Ist Dir klar, dass es unerheblich ist, ob Du Dich zivilisiert benimmst, wenn ein anderer Bevölkerungsteil Deutschland auf diese Art in der Fremde vertrittt? Einzelfälle verursachen keine solchen Geschichten. Mallorca kenne ich nicht aus eigenem Erleben, aber ich bekam freundlicher Weise die Gelegenheit, ähnlichem Benehmen in Österreich beizuwohnen und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Menschen sich beim Mallorcatrip besser als in Österreich verhalten. Wie andere Nationalitäten sich benehmen, tut nichts zur Sache. Wir kehren vor der deutschen Tür.

***Das Deutsche Volk darf kein Heimatgefühl mehr entwickeln, sonst wird es zu stark.
Bitte nenne mir die Stärken des deutschen Volkes, und vor allem die, die durch die Unterbindung eines Heimatgefühls geschwächt werden sollen.
***Stattdessen zog man schnell eine Industrie hoch und holte viele Menschen
Wer ist "man"?
Was veranlasst Dich zu der Annahme, dass es in Deutschland eine Landsitzbewegung hätte geben können?
**‘Kannst Du mir bitte die deutsche Mentalität beschreiben.
Liebe Grüße


14.01.2009, 22:48
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Liebe Stefanie,

Heimatverbundenheit setze ich gleich mit der Liebe zum eigenen Land, und wenn es "nur" das Land der eigenen Familie ist.
Aus dieser Liebe zum Familienland heraus schafft man dort den Raum der Liebe.
Und aus dieser Liebe heraus verteidigt man dieses Land der Familie gegen alles.

Wer kein Heimatgefühl hat, hat auch weniger Verteidigungsbereitschaft. Er verteidigt wohl trotzdem seine Familie. Aber sein Land? Wenn er sich mit seinem Land nicht verbunden fühlt?
Ich denke, das war der Grund, warum sie nach dem Krieg Deutschland erst schlecht und dann klein, abhängig gemacht haben.

Lieber Phelan,

im Osten war es anders. Bis Anfang der 60er Jahre bestand ja auch im Osten noch der offizielle Wunsch nach Deutscher Einheit, allerdings als kommunistisches Land.
Das war vor meiner Geburt. Ich selbst bin mit einem anderen Bild groß geworden:
Unsere Heimat (das gleichnamige Lied ist noch heute eins meiner Lieblingslieder) war die DDR. Sie war fortschrittlich, sozialistisch, gerecht und vor allem friedlich, glaubte ich zumindest. An der Westgrenze war die gesicherte Grenze, die uns vor Krieg schützen sollte. Ich habe das alles geglaubt und die Atomraketendiskusion 1983 war für mich die Bestätigung dafür.
Demzufolge war die BRD für mich Ausland. Und bei allem was in der DDR nicht gut war, sie war bis zum Schluss meine Heimat und demzufolge bin ich heute heimatlos. Ich fühlte mich nie als Deutscher, den Begriff assoziierte ich immer mit Deutsches Reich und das ist Geschichte für mich.
Irgendwann um 1980 herum, da haben sie aus unserem Geld, das bis dahin auch "Deutsche Mark" hieß, "Mark" gemacht und das "Deutsche" entfernt.
Ich denke, so haben es die sowjetischen Besatzer gemacht, und dieser Einfluss wirkt bis heute im Osten.

Schöne Grüße
Kraeutergnom

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15.01.2009, 00:01
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Beitrag 
Liebe Stefanie,

das ganze Hitlerdeutschland war geplant. Wir wissen doch, dass hier nichts ohne den Oberpriester lief, der vordachte und dann die Schachfiguren auf dem Spielbrett Erdenmenschheit zog!

Über all diese Dinge zu sprechen, ginge in diesem Faden viel zu weit. Wenn Du wirklich mehr drüber wissen willst - über all die Hintergründe die sowohl hinter Hitlerdeutschland standen, als auch hinter dem Experiment Kommunismus, dann empfehle ich Dir das Buch "Das schwarze Reich" von E.R,Carmin. Es ist das informativste Buch, was es zu diesem Themenbereich auf dem Markt gibt. Es ist vollgespickt mit hervorragend recherchierten Informationen, Zusammenhängen usw.. Allein die Anmerkungen zu den Texten mit vielen Quellenangaben, zum großen Teil aus Akten, und Protokollen ist 176 Seiten lang. Das Buch enthält derart viele Informationen über all die Zusammenhänge und Hintergründe, dass es für jemanden, der sich für all die Hintergründe interessiert ein wahrer Quell an Informationen ist!

Die Lehrer in deutschen Schulen zur Nachkriegszeit haben nicht von sich aus ihr Land schlecht gemacht. Sie hatten keinen Einfluss auf die Lehrpläne - die kamen von den Aliierten. Auch unsere Politiker waren deren Marionetten! Es kam, auch wenn Du es nicht glauben kannst, sehr wohl von den Franzosen, den Engländern und den Amerikanern.

Und es ist auch so, wie ich in meinem obigen Beitrag anmerkte, dass viele Urlauber aus anderen Ländern genauso schlimm sind, wie deutsche Urlauber - nur wird darüber nicht so ausführlich berichtet. Das wird ganz bewusst gemacht!

Die Deutschen hatten einmal eine ganz starke "Schollenverbundenheit" und ein starkes Heimatgefühl. Das war schon immer so. Und wenn Du etwas über die deutsche Mentalität wissen möchtest, dann empfehle ich Dir, Dich einmal mit Dichtern wie Goethe, Schiller, Herder, Hölderlin und vielen anderen zu befassen. Die deutsche Dichtung bleibt, wie kaum eine Poesie in anderer Sprache, seinem wahren Sinn treu: Der Suche nach dem Unvergänglichen und der Abbildung des Ewigen. Sie stellt das Irdische hinter das Ewige, das Vergängliche hinter das Unsterbliche und dringt somit zum höchsten Sinn der Dichtung, der Abbildung der Wahrheit vor. Die Deutsche Mentalität hat nicht das Leichte, wie die Mentalität der Südländer.
Worte wie Ehre und Treue galten einmal als deutsche Tugenden. Sie wurden missbraucht um ein Hitlerdeutschland zu schaffen. Und nun darf man diese Worte kaum noch in den Mund nehmen.
Die deut-sche Sprache ist wie kaum eine Sprache in der Lage Hintergründe aufzudecken - sie ist deut-lich sie deut-et.

All das wurde bewusst kaputt gemacht und es kommt nicht von ugefähr, dass die deutsche Sprache die inzwischen am stärksten von Anglismen durchdrungene Sprache ist, denn es soll ihr ihre Deut-lichkeit genommen werden.
Das Deutschland und die Deutschen heute dieses Bild in aller Welt abgeben wurde ganz bewusst vorangetrieben. Ein heiles Deutschland war viel zu gefährlich für die Marionettenspiele des Oberpriester!

Wenn man davon absieht, dass der Dichter Immanuel Geibel zu Kaiserzeiten dem Kaiser vertraute und entsprechende Verse in seinem Gedicht Deutschlands Beruf aufnahm - weil er sich wohl zu seiner Zeit keine andere Lebensform vorstellen konnte - so hat er doch 1881 sehr gut die damalige deutsche Mentalität beschrieben:

Solls denn ewig von Gewittern
am umwölkten Himmel brau’n,
soll denn stets der Boden zittern,
drauf wir unsre Hütten bau’n,
oder wollt ihr mit den Waffen
endlich Rast und Frieden schaffen?

Daß die Welt nicht mehr, in Sorgen
um ihr leicht erschüttert Glück,
täglich bebe vor dem Morgen,
gebt ihr ihren Kern zurück!
Macht Europas Herz gesunden,
und das Heil ist euch gefunden.

Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
klarer Geist und scharfer Hieb
zügeln dann aus starker Mitte
jeder Selbstsucht wilden Trieb,
und es mag am deutschen Wesen
einmal noch die Welt genesen!

_________________
Der wedische Weg ist der Weg der Mitte


Zuletzt geändert von Christa am 15.01.2009, 01:39, insgesamt 1-mal geändert.



15.01.2009, 01:03
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