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Gnosis + Natur 
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Registriert: 05.08.2008, 08:57
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Christa schreibt im neuen Magazin über das Thomasbuch (Evangelium) und die gnostischen Schriften. Diese Texte sind nicht einfach zu lesen und
auch nicht umfassend genug, obwohl sie eine ganze Menge Wissen enthalten, das in Kirchenkreisen zurückgehalten wird.

So wie das Thomasevangelium nicht in die Bibel aufgenommen wurde gibt es mehrere Evangelien, die im Verborgenen blieben.

Jesus hatte 12 Begleiter, die alle seine Zeit miterlebt haben und darüber berichteten. Jeder hatte seine eigene Erfahrung mit ihm
und dem was Daraus geschah. Wo sind alle diese Beschreibungen?

Noch heute ist es in religiösen Kreisen nicht üblich die Natur und den Kosmos einzubeziehen.
Ich suchte erst in der evangelischen, dann in der katholischen Kirche.
Als ich dann 10 Jahre lang mit Kindern in der katholischen Kirche getanzt hatte wurde mir gesagt, dass meine Tänze zu den Sternen hier nichts verloren haben.
Ebenso wurden auch die Tänze mit der Natur nicht gerne gesehen. Blümchen mitbringen ja, aber Heilkräuterwissen nein.

In den besonderen Gottesdiensten wurden zwar die Kräuter gesegnet, aber mir scheint, es wurde nur den Frauen zuliebe gemacht,
die diesen Brauch aus dem Osten mitbrachten. Sie füllen die Kirchen.

Alle heiligen Orte in der Natur wurden sofort mit einem, von Menschen gebauten Gegenstand, verziert. So war nicht ein Baum ein heiliger Ort,
sondern das Marienbild oder Kreuz, das am Baum befestigt war.
Auch in der Gnosis ist es das Geisteswissen und jeder muss schon genau suchen, um Natur und Kosmos zu finden.

In der Bibel steht viel über die Bedeutung von Pflanzen und Steinen, aber ich habe bisher noch keinen Gottesdienst erlebt, in dem dies ein Predigtthema war.
Das Angebot, das sonntägliche Predigtthema aus dem Internet zu laden, wird von vielen Pfarren genutzt und so ist es nicht erforderlich,
andere Themen aufzugreifen und in der Bibel die Entsprechungen zu suchen.

Viele der geschichtlichen Verzerrungen, die teils durch Übersetzungsfehler oder auch bewusst in die Bibel eingebaut wurden sind von
Uta Ranke Heinemann ziemlich ausführlich erkannt und beschrieben. Dafür hat sie Ihren Lehrstuhl für katholische Theologie abgeben müssen.

Ich glaube, aus den Kreisen der Religion würden viele Menschen gerne auf Landsitzen leben, aber noch ist es schwer, das dogmatische Denkbewusstsein
zu durchbrechen.
Was ein Zusammenleben in Liebe anbelangt habe ich gerade in diesen Kreisen erlebt, dass dies schon möglich ist.

Liebe Grüße ChristaK


Zuletzt geändert von ChristaK am 31.03.2009, 07:15, insgesamt 2-mal geändert.



05.03.2009, 10:03
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Beitrag 
Liebe Christa,
das ist ein Problem aller religiösen Institute, weil sie alle das Leben in der Materie ablehnen. Für alle ist es erstrebenswert, die Materie so bald wie möglich wieder zu verlassen, um zu Gott zu gelangen. Sie können sich nicht vorstellen, dass die Materie einen anderen Sinn hat, als ein Jammertal zu sein. Deshalb ist es meiner Ansicht nach besonders schwierig, mit Menschen darüber zu sprechen, die sehr stark ins kirckliche System eingebunden sind. Du sagst es schon richtig: Liebe ja - Natur nein. Natur ist etwas Schlechtes, weil Materie. Zum Glück haben viele dieser Menschen noch intuitiv eine Anbindung an die Natur.

Liebe Grüße
Christa

_________________
Der wedische Weg ist der Weg der Mitte


05.03.2009, 10:59
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Grüß Gott Ihr Beiden!

Dass in keinem Gottesdienst Pflanzen, Sterne oder Steine erwähnt wurden, kann ich nicht bestätigen. Leider wurde dieses Thema "gepredigt", aber im anderen Sinn:
Den Kirchgängern wurde gesagt, das wäre schwarze Magie, ungläubige Menschen wollten anderen etwas Unsinniges verkaufen, sie in die Irre führen, zu "Gottlosem" verführen.

Leider haben manche Pfarrer kein Interesse an der Natur, auch kein Wissen über die Natur, eine predigt eine Stunde lang, dass in der Schöpfung Vorkommendes schwarze Magie wäre, der andere beschwert sich über den schönen Paradiesgarten, der das Pfarrhaus mitten im Ort umgibt ........

Interessanter Weise sprach man den Weißen aus dem Morgenland, auch als Magiere, Sternendeuter bezeichnet, die dem Stern folgten und Weihrauch und Myrhe brachten, aber Weisheit und Kompetenz zu - mich wundert, dass keiner gemerkt hat, dass sich diese Predigt in sich selbst widersprach.

Meiner Meinung nach lehnen die Kirchen nicht das Leben in der Materie ab, sondern bei ihnen besteht das Leben nur auf materieller Ebene mit dem Hinweis, dass nach dem Tod der Himmel (das unsichtbare Paradies) kommt.
Dass unser Leben nicht nur aus dem Sichtbaren und Tastbaren besteht möchten diese nicht wahrhaben, sie erkennen Übersinnliches, Feinstoffliches, .... nicht an, es übersteigt ihren Horizont, weil es dem Weltbild nicht dienlich ist, das sie vermitteln wollen. Das fängt schon beim Wünschelrutengehen und der Homöopathie an.
Der Sinn ist, die Zusammenhänge zu verschleiern und den Menschen den wahren Sinn hinter den Dingen zu verheimlichen, damit man seine eigenen selbstgefälligen Lehren los wird.

Das Jammertal ensteht vermutlich aus der Lehre, wir wären alle als Sünder geboren und müssten unausweichlich viel Leid erfahren. Man macht den Menschen ein schlechtes Gewissen, impliziert ihnen negative Gedanken - und hält sie vom Nachdenken über den wahren Sinn hinter ihren Erfahrungen- egal welche- ab.
Im Grunde möchten die Institutionen nur vom Denken abhalten, damit ihrem Wort mehr Vertrauen geschenkt wird als Gott selbst und sie überhaupt eine Daseinsberechtigung haben.

Ob aus den Kreisen der Religion wirklich viele auf Landsitzen leben wollten, kann ich nicht beurteilen.
In mir gut bekannten ländlichen Gegenden(in Bayern, Elsass, BW, Schweiz) , wo die Kirchgänger die Möglichkeit hätten, sich selbst zu versorgen, weil sie "landsitzähnlich " wohnen, gehen die Frauen lieber arbeiten und säen den Garten der Ahnen mit Gras ein, weil man doch alles kaufen kann .....
Die Möglichkeit, bei der Oma auf dem Land das Obst zu holen oder gar Lagergemüse anzubauen wird meist nicht genutzt.
Der "Eismann" erzählte mir, Bäuerinnen seien sogar seine besten Kundinnen, was Convinienceprodukte anbelangt.
Ähnlich kenne ich es auch aus der Stadt, Stuttgart, wo man viele Nutzgärten am Haus inzwischen ungenutzt sieht. Große Gärten, die einst der Selbstversorgung dienten, werden in Bauplätze aufgeteilt.

Ich denke, viele unserer Generation oder der vorigen hatten noch Gelegenheit, die Vorzüge eines "Nutzgartens" persönlich kennenzulernen und sie ziehen trotzdem ein Leben ohne vor
- die Mühe, kaufen ist billiger, Karriere kann man im Garten auch keine machen, ........
Vielleicht sind meine Erfahrungen auch absolute Ausnahmefälle aufgrund meiner ungewöhnlichen Resonanz, aber ich kann einfach nur berichten, was mir begegnet ist.

Liebe Grüße
Stefanie


06.03.2009, 00:17
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Zu meinem ersten Beitrag habe ich im Allgäu diese Birke gefunden.
So wie sie gewachsen ist, erlebe ich in den Bergen die Menschen.

Liebe Grüße ChristaK


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Dateikommentar: Birke im Allgäu März 2009
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31.03.2009, 07:17
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