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noch mal Ernährung 
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Hallo!

Ich wollte noch fragen, wie das mit dem Keimen ist. Wann ißt man sie am Besten?

Und an die, die Rohkost zu sich nehmen:
Ich habe im Sept. umgestellt auf Rohkost und jetzt im Winter habe ich immer wieder Lust auf Warmes. Ist das nur weil in uns das so stark ist: Du musst was warmes Essen, sonst wird´s kalt?, und eigentlich stimmt das gar nicht? Ich hatte durch die Ernährungsumstellung 12 Kilo abgenommen und nehme noch weiter ab, was mir sehr entgegenkommt. Und wie ist das bei euch mit der Ge"sundheit". Ich habe von einigen Seiten gehört, dass viele mit der Rohkost aufgehört haben, weil sie alle Zähne verlieren. Was sagt ihr dazu oder was habt ihr für Erfahrungen?

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Christine


19.01.2010, 23:02
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Liebe Christine,
für die Zähne benötigt der Mensch neben Obst und Gemüse auch Nüsse und vor Allem Getreide. Und wenn das wegeglassen wird, dann fehlen dem Körper so wichtige Stoffe wie Kieselsäure und einige Spurenelemente, die er zum Aufbau von Haut, Haaren und Zähnen benötigt. Man kann Getreide sehr gut auch roh verzehren. Menschen, die gerne immer mal wieder etwas festes kauen, können die Körner so kauen, oder man kann sie keimen lassen - dass sind sie noch wertvoller, oder man kann sie schroten und über Nacht einweichen, etwas Obst dazu, ein wenig Sojasahne und Honig und es schmeckt hervorragend.

Die Lust auf Warmes kann man sehr gut mit Tees ausgleichen. Vor allem Gewürztees (mit Nelken, Zimt, Pfeffer, Chili usw..) wärmen hervorragend!

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20.01.2010, 12:16
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Liebe Christa!

Danke für deine Antwort. Getreide esse ich nicht so viel, wenn dann Braunhirse, Hirse, Buchweizen,... (Glutenfrei, das andere vertragen ich u. meine Tochter nicht).

Aber Anastasia ißt doch sicher kein Getreide, oder?

Ich frage mich auch, ob das mit den Zahnausfall daher kommt, dass viele, die Rohkost essen, fast dauernd essen, und die Zähne daher keine Chance haben sich zu erholen?

Zitat:
Die Lust auf Warmes kann man sehr gut mit Tees ausgleichen. Vor allem Gewürztees (mit Nelken, Zimt, Pfeffer, Chili usw..) wärmen hervorragend!

Wie machst du den Tee? Wenn ich Wasser koche und dann die Gewürze reingebe ist es doch auch wieder nicht Rohkost? Kann ich die Gewürze und Kräuter über Nacht einweichen?

Was gibt es Einheimisches das wärmt?

Anastasia sagt im Buch "Energie des Lebens", dass es am Besten ist immer wenn man Hunger spürt, in den Garten zu gehen und was nehmen. Aber was ist im Winter? Isst man im Winter dann nur Zedernnüsse, denn was anderes gibt es dann nicht - oja eventuell Hagebutten. Oder weiß noch jemand was es im Winter gibt, was man plückt und gleich essen kann?

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Christine


20.01.2010, 21:19
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Hallo Christine,

das ist ja interessant was Du da schreibst. Ich beschäftige mich seit 2 Jahren auch mit dem Thema glutenfreie Ernährung. Durch meine Tochter habe ich heraus gefunden, dass es verschiedene Formen der Glutenunverträglichkeit gibt. Bei ihr ist irgendwann in der Kleinkindzeit ihr Darm glutendurchlässig geworden, so dass Gluten in die Blutbahn gelangt ist. Darauf hat ihr Körper Abwehrstoffe gegen dieses Fremdeiweiß gebildet, und zwar Peptide, eine Art Rauschgift. Wir haben das fast durch Zufall erst 8 Jahre später heraus gefunden. Bei ihr ist es so stark, dass ihre geistige Entwicklung verzögert ist und ihre Sprachentwicklung völlig blockiert wurde.
Im Zuge der Ernährungsumstellung habe ich mir natürlich auch viele Fragen gestellt und tue das noch immer. Eine dieser Fragen war: Ob das mit der Glutenunverträglichkeit vielleicht bei allen Menschen so ist, nur nicht so stark wie eben bei Autisten. Ich musste dran denken, wie Anastasia gesagt hat, dass die Priester das Bewusstsein der Menschheit über die Ernährung unterdrückt haben.
Lange Zeit habe ich nach Möglichkeiten gesucht, glutenfreies Brot zu backen. Auf die Fertigmischungen wollte ich mich nicht einlassen, sie sind mir zu unnatürlich. Aus Reismehl habe ich irgendwann so halbwegs Sauerteigbrote hinbekommen.
Dabei hat meine Tochter noch nie gerne Brot gegessen. Alle Leute haben gesagt, der Mensch braucht Brot, und wir müssen uns durchsetzen, es sei alles eine Frage der Erziehung. Was aber, wenn meine Tochter jahrelang von ihrem Impuls her richtig lag und der größte Teil der Menschheit falsch? Glutenhaltiges Brot ist meines Wissens ein Nahrungsmittel ausschließlich der alten Welt. In Amerika gab es nichts glutenhaltiges. Das Wissen über die Ernährung im alten Amerika ist durch die Eroberung weitgehend verloren gegangen. Wenn man die wenigen Überlieferungen liest und sich in die damalige zeit hineindenkt, dann findet man heraus, dass außer Maisfladen Brot keine Rolle gespielt hatte.

Genauso, wie die jahrtausendelange Brotprägung hat sich auch das Kochen und Braten sehr lange durchgesetzt. Bei mir selbst stelle ich immer wieder fest, dass ich Zeit brauche, diese Prägungen umzuwandeln. Eine Userin hier hat mir mal geschrieben, dass sie mit der richtigen Ernährung im Winter nicht friert und im Sommer nicht schwitzt. Ich selbst bin noch nicht so weit, arbeite aber darauf hin.

Meine Tochter ist übrigens tatsächlich Hagebutten im Winter. Ich habe mich eine Zeit lang gefragt, wie ich die Hagebutten am besten nutzen kann. Sie geht, wenn wir auf dem Spielplatz sind, zwischen dem Wippen immer zu den 2 Hagebuttensträuchern dort hin, pflückt und schält mit den Zähnen einfach die Schale von den Kernen ab.
Ich habe von einigen Tees (Hagebutten und Kamille) schon Kaltaufgüsse gemacht. Die sind sehr wohlschmeckend und man kann sogar mehrere Aufgüsse machen. Ich muss aber zugeben, dass ich im Winter keine große Lust darauf habe. Ich bin eben noch nicht so weit.
Neben den Äpfeln, von denen wir reichlich essen, habe ich die echten Quitten als Rohkost entdeckt. Die schmecken um so besser, je kühler sie gelagert sind. Auch hin und wieder Frost schadet ihnen nicht, um so schneller müssen sie dann aber weg. Diesen Winter habe ich sie frostfrei gelagert und erst jetzt im Januar beginnen sie roh zu schmecken. Sie erinnern an etwas irgendwo zwischen Apfelsine und Pampelmuse. Erst wenn sie die ersten kleinen Faulstellen bekommen, schmecken sie roh. Und dann gibt es jede Menge Wal- und Haselnüsse. Jetzt wo viel Schnee liegt, finde ich keine Vogelmiere. Besser gesagt, es widerstrebt mir, den Schnee von den Beeten zu fegen, um Miere zu suchen. Aber es stehen noch einige Kohlpflanzen auf den Beeten. Sie sind an den Schneehügeln zu erkennen und zu finden. Wenn ich eine abschneide, dann fege ich auf das Loch wieder Schnee, damit die Erde vor dem Frost geschützt bleibt. Da ich selbst Samen ernte, aber immer nur einzelne Kohlpflanzen zwischen andere Kulturen pflanze, kreuzt sich der Kohl untereinander und mit anderen Arten. Dabei kommen immer wieder auch Pflanzen, die nur glatte Blätter bilden. Diese sind als Salat im Winter eine Delikatesse.

Zu Deiner Frage mit den Zähnen: Ich glaube, für die Zähne ist das Kauen von Rohkost besser als lange Erholungspausen. In diesen erholen sich vor allem die Bakterien, die den Zahnbelag bilden. Regelmäßiger Speichelfluss und Kaubewegungen wirken zahnreinigend. Das ist auch die Wirkungsweise von Zahnpflegekaugummis, auch wenn ich nicht viel von denen halte. Harte Getreidekörner würde ich meinen Zähnen nicht zumuten wollen. Aber alle normale pflanzliche Nahrung ist weicher als unsere Zähne, dürfte diese also nicht verschleißen.
Übrigens habe ich in meinen Veganzeiten gemerkt, dass man durch aus nicht dauernd kauen muss, wenn man Rohkost ist. Bei rein pflanzlicher Nahrung bin ich von wenigen Bissen satt und genauso lange, als wenn ich sonst viel Nahrung mit Milchprodukten und Eier esse.


21.01.2010, 10:21
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Meiner Ansicht nach entstand die Glutenunverträglichkeit bei den Menschen dadurch, dass sie die Getreidekörner nicht mehr vollständig gegessen haben, sondern fast nur noch als Auszugsmehle. Das sind Konzentrate aus Kohlenhydraten und Eiweiß. Jedes Konzentrat macht krank. Und bei uns ist es schon die vierte Generation, die Auszugsmehle und Zuckerkonzentrate isst. Das macht sich auf die Nachkommen in jeden Fall bemerkbar. Das gilt für alles! Es gab früher keine Glutenunverträglichkeiten, als die Menschen noch das ganze Getreide aßen und das ist auch wieder rückgängig zu machen, wenn man sich von all den Auszugsprodukten abwendet. Aber es dauert auch seine Zeit bis sich das wieder einpendelt. Was sich in 100 Jahren verändert hat, lässt sich in 3 Jahren nicht mehr ausgleichen.

Ich hatte zu dem Thema Konzentrate einmal ein sehr gutes Buch. Leider habe ich es verliehen und nie zurück bekommen und mir fällt zur Zeit weder der Titel noch der Autor ein - ich habe es vor 30 Jahren gelesen. Der Inhalt ist mir jedoch sehr gut im Gedächtnis geblieben. Der Autor besuchte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts viele, noch ursprünglich in Afrika oder im Dschungel von Amerika lebende kleine Volksstämme. Und er besuchte sie 30 Jahre später noch einmal. Dabei machte er eine für ihn erschreckende Entdeckung. All die Völker, die noch ihre ursprüngliche Ernährung hatten, waren immer noch kerngesund, die jedoch, die mit Auszugsmehlen und Zucker in Kontakt gekommen waren, waren durchweg alle Krank. In Afrika hat er zum Beispiel noch Menschen gefunden, die ständig ein Stück Zuckerrohr im Mund haben und darauf rumkauen und sie hatten keinerlei Karies oder irgendwelche anderen Krankheiten. Zuckerrohr im Urzustand ist halt kein Konzentrat und macht dem Körper keinerlei Probleme.

Das viele Kauen bei Rohkost macht den Zähnen überhaupt nichts aus - sie werden mit der Zeit allerdings etwas kürzer - der oben genannte Autor entdeckte bei den beschriebenen Volksstämmen ganz alte Menschen, deren Zähne durch das viele Kauen im Laufe der Jahrzehnte etwas am oberen Rand "abgewetzt" waren, was aber überhaupt nichts zu sagen hatte.

Ich denke, dass der Mensch kein Brot braucht, lieber Kräutergnom - das halte ich für einen Irrglauben.

Getreide - egal in welcher Form benötigt er jedoch, liebe Christine. Getreide ist im Grunde nichts anderes, als größere Gräser. Man kann also, wenn man es ganz genau machen will, auch die Samen der umliegenden Gräser essen. Ist aber sehr mühselig, weil man sie aus ihren Spelzen nehmen muss und dann bleibt nicht allzu viel übrig.

Und weil Du sagst, dass Anastasia sicher kein Getreide isst, liebe Christine, mache ich Dich darauf aufmerksam, dass sie sogar in einem der Bücher empfiehlt, dass man auf dem Landsitz auch Getreide anbauen soll.
Meinst Du, in den Wäldern Sibiriens wächst kein Getreide? Unser Getreide wuchs früher auch mal wild und Du findest es auch heute noch an allen möglichen Ecken wild wachsend, wenn Du mit offenen Augen durch die Natur gehst. Die angebauten Getreidesorten sind zwar heute etwas größer - die Urform war kleiner - das liegt daran, dass man im Laufe der Zeit sich immer die größten Samen für die nächste Einsaat aufbewahrt hat. Auf diese Weise bekam man immer größere Pflanzen mit größeren Körnern. Und sie wurden stärker gedüngt, als sie in der Natur gedüngt werden.

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21.01.2010, 11:39
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Liebe Christa,

das kann ich nachvollziehen, dass die Glutenunverträglichkeit durch den Verzehr von Auszugsmehlen entstanden ist. Fast das Selbe hat mir vor kurzem die Verkäuferin in unserem Eine-Welt-Laden gesagt: Die zunehmenden Allergien z. B. gegen Soja sollen ebenfalls durch den porösen geschwächten Darm entstehen. Die Auszugsmehle bewirken eine Verklebung der Darmzotten und diese bilden sich nach und nach zurück. Ein ernsthaftes Problem dabei ist, dass immer mehr Leute keine Vollkornprodukte mehr vertragen. Es braucht tatsächlich Zeit, den Körper wieder daran zu gewöhnen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich bei mehreren Leuten mit meinem lebenden Sauerteigbrot gemacht, die Zubereitung habe ich auf meiner Seite beschrieben:
www.sonnengaertnerei.de/brot.htm

Die lebenden Milchsäurebakterien entlasten unseren Körper, denn sie übernehmen die Verdauung der angesäuerten Getreideschalen. Ohne diese Mikrohelfer wäre unser Darm gar nicht in der Lage dazu. Wenn man einfach nur Vollkornprodukte isst, aber keine intakte Darmflora hat, schüttet die Leber Unmengen von Verdauungssäften aus und geht dabei an ihre Grenzen.
Deshalb sollte man den Körper Schritt für Schritt aufbauen und dabei behutsam wieder an die natürliche Ernährung gewöhnen.

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www.sonnengaertnerei.de


21.01.2010, 12:27
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Lieber Kräutergnom,

Dr. Bruker, bei dem ich meine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin machte, sagte einmal, dass die meisten Menschen deshalb keine Vollkornprodukte mehr vertragen, weil sie weiterhin nicht auf Zucker verzichten. Der Zucker ist es, der das Getreide im Darm gären lässt!

Ein wunderbares einheimische "Getreide", das fast jeder verträgt, ist übrigens der Buchweizen! Leider ist er immer mehr in Vergessenheit geraten. Buchweizen richtet einen übersäuerten Körper wieder auf, er enthält kein Gluten und ist sehr bekömmlich. Er ist auch nicht mit den Gräsern verwandt wie die Getreidesorten, sondern ist ein Knöterichgewächs das man auch leicht im eigenen Garten ziehen kann.

Was das Getreide anbetrifft, das die meisten Rohköstler fast nicht mehr essen, dazu fällt mir ein was Prof. Kollath mal gesagt hat. Er hat die Teile der Pflanze einmal eingesteilt nach der Wertigkeit der Inhaltsstoffe. Schaut man sich einmal an, was man vom Getreide isst, dann sind es die Samen. In einem Samen ist alles enthalten, was eine neue Pflanze wachsen lässt. Dadurch ist ein lebendiger Same das Wertvollste, was wir essen können - aber nur den noch keimfähigen Samen. Was essen wir an Samen?

-Nüsse - meist jedoch schon geschält abgepackt aus dem Laden. Diese keimen nicht mehr, es sei denn man hat ungeschälte Nüsse, die auch nicht geröstet wurden wie die Erdnüsse.
-Sonnenblumenkerne
-Getreide
-Hülsenfrüchte - am besten gekeimt(wobei man Bohnen nicht roh essen kann)
-Beeren, denn sie enthalten auch den Samen, der in vielen Fällen sogar erst durch die Darmpassage von Mensch und Tier beginnt zu keimen.
-Ja und wers macht, auch noch andere Samen die wir haben.
- und nicht zu vergessen die hochwertigen kaltgepressten Öle aus erster Pressung - sie kommen ja entweder aus Samen oder Früchten, die die Samen umgeben.

An zweiter Stelle setzte Prof. Kollath die Wurzeln. Denn diese nehmen alle Nährstoffe aus dem Boden auf und speichern sie. Hierin ist alles enthalten, was die Pflanze benötigt, um zu wachsen und neuen Samen zu bilden.

An dritte Stelle setzte er die Früchte, die die Samen umgeben - auch sie speichern Nährstoffe - aber weniger als die Wurzeln.

Und erst an vierte Stelle setzte er die Blätter, die jedoch von den meisten Menschen an erster Stelle verzehrt werden. Sie enthalten lange nicht mehr so viel Nährstoffe wie die Samen und Wurzeln - dafür jedoch viel Chlorophyll, das uns auch gut tut.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die über ihre Ernährung nachdenken, weil ich mir schon lange angewöhnt habe, einfach aus allen Bereichen etwas zu essen, ohne darüber nachzudenken was es enthält. Mir gefällt am Besten die Devise von Anastasia: "Das Essen sollte wie Atmen sein." Leider haben wir in den Gegenden, in denen wir leben nicht mehr die Pollenvielfalt und wir müssen auch noch zusätzlich essen. Aber wenn wir gelernt haben aus allen Bereichen etwas zu nehmen, möglichst viel roh, alles Konzentrierte und von Fabriken verarbeitete weg zu lassen, dann haben wir schon eine Menge erreicht.

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21.01.2010, 13:30
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Mir fällt noch etwas ein. Bei Glutenunverträglichkeit geht das mit meinem lebenden Brot natürlich nicht. Da meine Tochter außerdem eine Kaseinunverträglichkeit hat und wir auch sämtliche Milchprodukte weglassen mussten, machte ich mir Gedanken, wie sie zu lebenden Sauermilchbakterien kommt. Brottrunk fällt auch weg, weil er Gluten enthält. Das einzige was mir einfiel war Sauerkraut. Überhaupt alles milchsauer vergorene Gemüse. Allerdings muss man das selber machen oder eine gute Quelle kennen. Denn fast immer ist das Sauerkraut, das man zu kaufen bekommt pasteurisiert. Ebenso Sauerkrautsaft und milchsauer vergorener Möhrensaft. Da sind also alle Milchsäurebakterien abgetötet.
Also sollte man nur Sauerkraut nehmen, was frisch vergoren ist und nicht erhitzt wurde. Das wirkt natürlich nur roh!
Meine Tochter ist rohes Sauerkraut übrigens gerne. Man braucht keine großen Mengen. Ich paniere oft das Essen damit.

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21.01.2010, 15:25
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Lieber Kräutergnom,

warum willst Du überhaupt zusätzlich Milchsäurebakterien zufügen? Ein sich gesund ernährender Mensch hat immer ausreichend Milchsäurebakterien im Darm - und eine Frau übrigens auch in der Scheide - sie halten sie sauer. Das Gleiche gilt für die Haut. Unser Säureschutzmantel wird von Milchsäurebakterien gebildet, die bei einem gesunden Menschen immer auf der Haut sind und sich dort auch vermehren. Auch wenn ich mich mit Seife wasche, sorgen sie dafür, dass die Haut nach ganz kurzer Zeit wieder einen sauren PH-Wert hat. Unsere ganze Umwelt ist voll von Milchsäurebakterien. Sie sitzen z.B. auf der Schale eines Apfels und an vielen anderen Stellen.
Schon ein Säugling scheidet mit seinem Darm überschüssige Milchsäurebakterien aus, weil sie sich dort ständig vermehren und das bleibt bei gesunder Ernährung so bis zum Tode.

Die meisten Menschen haben deshalb Verdauungsprobleme und zu wenig Milchsäurebakterien im Darm, weil sie sich durch eine falsche Ernährung - aber vor Allem durch Antibiotika und andere Medikamente - ihre Darmflora ständig zerstören. Dann ist es natürlich sinnvoll, dass man Sauerkraut und sauer vergorenes Gemüse isst.
Das vergären von Gemüse wurde ursprünglich gemacht, um es haltbar zu machen, aber nicht, weil die Menschen die Bakterien unbedingt zu sich nehmen müssten.

Ist bei deiner Tochter jedoch die Darmflora nicht mehr in Ordnung, dann freu Dich, dass sie Sauerkraut gerne mag. :D

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21.01.2010, 17:10
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Hallo!

Jetzt weiß ich endlich woher das Getreide ursprünglich kommt - wieder was dazugelernt - ich habe nämlich schon gerätselt. Ich wußte schon, dass Getreide in kalten Regionen wächst, dachte aber immer, es muss wohl gezüchtet worden sein. Aber auf jeden Fall vielen Dank. Wenn Anastasia vorschlägt Getreide im Garten wachsen zu lassen, genügt es dann nicht Gräser blühen zu lassen um dann davon zu essen?

Und das mit den Zähnen: Ich glaube auch, dass kauen nicht schädlich ist, ich frage mich nur, wenn mann dauernd getrocknete Feigen und frische Äpfel,... zu sich nimmt, ob dann eben Karies entstehen kann. Ich kenne einen Buben (2 Jahre) der ist nur Rohkost, und der hat ganz viel Karies. Wenn er jetzt viele Äpfel ißt (oder Früchte), ist doch dauernd ein saures Millieu im Mund. Hm, ich denke einfach drüber nach.

WEnn wir Hagebuttensträucher sehen, dann stürzt sich meine Tochter regelrecht darauf. Sie nimmt die Hagebutten einfach ganz in den Mund und kaut sie (die Kerne schluckt sie einfach runter). Bei mir ist es so, dass wenn ich ca 4 Stück gegessen habe, mir die Zunge zum brennen anfängt, aber vielleicht brauche ich nicht mehr.

Bei uns hat die Homöopathin die Kinesiologie macht ausgependelt, dass wir Gluten nicht vertragen, und auch Kuhmilch. Seit wir das weglassen geht es uns viel besser (wobei Kuhmilch gibt es bei uns schon seit einem Jahr nicht mehr). Wir essen ab und zu einen Ziegenrohmlichfrischkäse.


Es tut mir so gut über Ernährung mit euch zu reden. Danke für eure Antworten. Bei mir ist es oft so dass ich noch immer viel zu viel esse, obwohl ich schon wengiger als früher esse. Früher hatte ich das Gefühl vor mir steht ein Schild mit dem Wort Essen drauf. Ständig habe ich nur übers Essen nachgedacht und nebenbei einfach gegessen ohne dass ich es gemerkt habe. Und nun zeigt mir mein Körper deutlich: Jetzt wars zuviel. Der nächste Schritt: Jetzt ist genug. Und hinkommen auf einfach spüren und auf meinen Körper mehr hören.

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Christine


21.01.2010, 21:26
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