noch mal Ernährung

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Christa
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Beitrag von Christa » 21.01.2010, 21:58

Christine mit Klara und B hat geschrieben:
Wenn Anastasia vorschlägt Getreide im Garten wachsen zu lassen, genügt es dann nicht Gräser blühen zu lassen um dann davon zu essen?
Probier es mal. :D

Christine mit Klara und B hat geschrieben: Und das mit den Zähnen: Ich glaube auch, dass kauen nicht schädlich ist, ich frage mich nur, wenn mann dauernd getrocknete Feigen und frische Äpfel,... zu sich nimmt, ob dann eben Karies entstehen kann. Ich kenne einen Buben (2 Jahre) der ist nur Rohkost, und der hat ganz viel Karies. Wenn er jetzt viele Äpfel ißt (oder Früchte), ist doch dauernd ein saures Millieu im Mund. Hm, ich denke einfach drüber nach.
Alleine das essen macht noch keine Karies, liebe Christine. Das mit den bösen Bakterien im Mund, die unsere Zähne kaputt machen stimmt so auch nicht.
Die Ernährung hat natürlich immer ihren Anteil, wenn wir krank werden, weil die Organe des Körpers, das Knochensystem und auch die Zähne geschwächt sind - wir schaffen uns damit Schwachzonen. Der Auslöser für eine Krankheit, die von Innen heraus kommt - ich meine jetzt nicht Unfälle und Vergiftungen - ist immer ein plötzlich auftretender Konflikt. Und bei den Zähnen heißt dieser: "Sich nicht durchbeißen zu können oder sich durchbeißen zu müssen und es nicht zu wollen."

Wenn ein zweijähriges Kind Karies hat, würde ich mir überlegen, ob nicht ein massiver Konflikt dahinter steht.
Allerdings bedeutet Rohkost nicht, dass es eine ausgewogene Ernährung ist - siehe fehlende Samen, die die wichtigen B-Vitamine in großer Zahl enthalten.
Zweitens kann es auch sein, dass ein so kleines Kind viel zu wenig nach Draußen kommt und dadurch sein Körper nicht in der Lage ist, Vitamin D zu bilden, was für Knochenaufbau und Zähne unerlässlich ist. Denn dieses wichtige Vitamin kann man nicht mit der Nahrung zuführen - es bildet der Körper selber, wenn Sonnenlicht auf die Haut kommt - da reicht auch das diffuse Sonnenlicht bei schlechtem Wetter schon aus.
Der wedische Weg ist der Weg der Mitte

Nanni
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Re: noch mal Ernährung

Beitrag von Nanni » 17.03.2010, 10:44

Zum Thema Brot:
In Russland gibt es Völker, zu deren Kultur der Brotgenuss nie zählte. Die Menschen, die sich traditionell ernähren, erreichen locker Lebensalter über 100 Jahre. natürlich spielen andere Faktoren wie Abhärtung, kein unnatürlicher Stress, leben in der Natur, ....ebenfalls mit.
Dass Brotverzehr eine krankmachende Wirkung hat, lässt sich gut nachvollziehen durch die Heilerfolge und Versuche von Frau Dr. Shatalova. Schwerkranke Patienten wurden gesund durch die Ernährungsumstellung auf gekeimtes Getreide und den totalen Verzicht auf Brot.

Dies ist auch nachvollziehbar, weil:
** durch Backen bei über 100°C entstehen Röststoffe, die sich negativ auf den Verdauungsvorgang auswirken
-**in der Schale jedes natürlichen Getreidekornes befinden sich Stoffe, die es schwerverdaulich machen. Das dient dem "Artenschutz". Diese Verdauungsinhibitoren greifen die Schleimwände an.
Dies war auch der Grund, warum das Auszugsmehl hergestellt wurde .... vordergründig wurde dieses Brot leicht verdaulich, weil es keine Ballaststoffe und Verdauungsinhibitoren enthielt.
Eine Teigführung mit Sauerteig, Fermentation schliesst diese Stoffe auf und wandelt sie um - deswegen dauert diese Teigherstellung auch mindestens 14-16 Stunden! Durch diese Umwandlung ist ein gutes Brot aus gesäuertem Teig besser verdaulich. Roggenbrot wirkt sogar milieuverbessernd ( verglichen mit anderem Brot).
- die heute übliche Methode des Brotbackens - Hefeteig - ist zwar schnell, der Teig braucht nur wenige Stunden ( 1 Stunde Gehzeit). Allerdings wird die Lockerung des Gebäcks durch eine Hefegärung bewirkt. Die Hemmstoffe werden dabei aber nicht abgebaut. Dieses Brot ist schwerverdaulich und belastet nicht nur den Darm sondern den gesamten Verdauungstrakt, z.Bsp. Leber und Bauchspeicheldrüse.
Ausserdem schaden dieses Brot, das es die sonst nicht vorhandene Hefegärung in unseren Organismus einbringt. Auch wenn die Bakterien meist durch das Backen inaktiv wurden, hat dies Auswirkungen aufs Darmmilieu!!
**Es gibt einen Hinweis, man soll nur Brot essen, das nie mehr als die Wärme der Sonne bekam ..... und aus gekeimtem Getreide ist .... . Ein Brei aus gekeimtem Getreide, an der Sonne getrocknet, müsste die beste Variante eines "Brotes" sein.

** Bei gekeimtem Getreide hat ein Umwandlungsprozess begonnen, eine Art Vor - Verdauung, in der Enzyme Stoffe aufschliessen ..... Dies ermöglicht den vollständigen Aufschluss des Getreides im menschlichen Verdauungstrakt.


Zum Thema: im Winter nicht frieren, im Sommer nicht schwitzen ... Temperaturhaushalt:

**Unser Termostat sitzt in der Leber. Wenn dieser gut funktioniert, braucht der Mensch weder zu frieren noch übermässig zu schwitzen, weil der Körper entsprechend der Aussentemperatur seine Wärme produzieren wird.
Voraussetzung ist zum einen regelmässige Abhärtung um diesen Mechanismus zu trainieren, die Temperaturdifferenz , die der Körper auszugleichen im Stande ist, wird mit der Zeit immer größer.
**Die Heizung ist ein gut funktionierender Dickdarm. Er stellt die Grundversorgung mit Wärme sicher.
In einem gesunden Darm tummeln sich nämlich entsprechende Bakterien, die beim Aufschliessen unseres Nahrungsbreies Wärme produzieren und gleichzeitig daraus die für den Menschen essentielle Stoffe wie die wichtigen B- Vitamine aufbauen. Die Verdauung ist also nicht rein eine Sache der Energiegewinnung für körperliche Arbeit oder der Aufnahme von Mineralstoffen u.ä..
Funktioniert der Dickdarm nicht, weil diese Flora zerstört ist, ist der Körper genötigt, auf einen anderen Mechanismus zurückzugreifen, Wärmegewinnung in den Zellen, Freisetzung von in der Leber gespeicherter Energie. Dieser Kreislauf dient normalerweise dazu, spontane Temperaturschwankungen auszugleichen, ein Art Zusatzheizung.
Wird dieses System zur dauernden Wärmegewinnung wegen fehlender Wärmeleistung des Darmes benutzt, führt dies ebenfalls zur Überlastung der Leber.

Die Erfahrungen von Frau Dr. Shatalova zeigten, dass der Körper ungefähr 3 Monate nach einer strikten Ernährungsumstellung braucht, bis sich ein wolliges Wärmegefühl aus dem Bauch entwickeln kann.

** Nicht zu unterschätzen sind die Auswirkungen des zuviel Essens auf unseren Verdauungstrakt. Die "normalen" Portionen sind viel zu viel, weswegen der Verdauungstrakt überlastet, überreizt wird. Ausserdem wird meist keine Rücksicht genommen auf die benötigte Verdauungszeit. Es kommt also zur Vermengung von halbverdautem und unverdautem, was in den Därmen zu Fehlreaktionen führt und die Schleimhäute strpaziert, ruiniert.
Ein gesunder Magen fast ca. 250 ml. Obst braucht eine Stunde, Gemüse 4 Stunden zum Verdauen. Tierisches ca. 8 Stunden!!!
Nun bekommt jeder eine kleine Vorstellung, was bei der "üblichen Mischkost und Nahrungsmenge" in diesem hochsensiblen, hochkomplexen Kraftwerk " Verdauungstrakt" vor sich geht und auf Dauer gesehen Schäden hervorrufen muss!


Zum Thema: "Raffinierte " Lebensmittel wie Weißmehl, Zucker ....

Alles was in der Natur vorkommt, ist vollkommen in sich selbst und hat seinen Sinn. Die Zusammensetzung ist vollkommen und dient dem Erhalt des Lebens und des Gleichgewichtes, des physischen und des psychischen. Jeder Auzug verschiebt das Gleichgewicht im Inneren. Dies wirkt auch auf das Gehirn und die Nervenzellen.
Menschen, die sich naturbelassen und pflanzlich ernähren, von dem, was die Natur für den Menschen an Geniessbarem bereit hält, werden körperlich und seelisch gesund sein.

Mathilde
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Re: noch mal Ernährung

Beitrag von Mathilde » 18.04.2010, 20:31

Liebe Christine,

ich stöbere gerade mal so durchs Forum und habe gelesen, daß Du nach Zahnausfall bei der Rohkost gefragt hast.
Vielleicht hast Du die Antwort ja bereits gefunden. Ursache ist zuviel Obst, insbesondere zuviel zuckerhaltiges Obst. Das heutige Obst ist ja extrem auf Süsße gezüchtet.
Sehr wichtig bei einer 100% Rohkosternährung sind die Wildkräuter. Möglichst täglich und möglichst zu jeder Mahlzeit. Dann verschwindet auch das häufige Hungergefühl.
So über den Daumen gepeilt enthalten 100g Wildkräuter soviel Vitamine und Mineralstoffe wie 3,5 kg konventionelles Gemüse. Also 350 mal mehr!
Schreibst Du auch in einem Rohkostforum?
liebe Grüße

Mathilde

Mathilde
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Re: noch mal Ernährung

Beitrag von Mathilde » 18.04.2010, 20:37

Nanni hat geschrieben:Zum Thema Brot:
In Russland gibt es Völker, zu deren Kultur der Brotgenuss nie zählte.
interessante Information!
Nanni hat geschrieben:...Frau Dr. Shatalova.
Ich habe sie vor 4 oder 5 Jahren live gesehen und fand daß sie nicht besonders gut aussah. Ihr Gang war sehr steif und schon leicht krumm. Geistig war sie dafür top fit!
Ihr Buch "Wir fressen uns zu tode" finde ich sehr empfehlenswert! Es enthält viele gänzlich neue Gedanken und vor allem ist alles wissenschaftlich belegt. Gleichwohl ich bei den chemischen Formeln nicht durchsteige ;-)
liebe Grüße

Mathilde

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Re:

Beitrag von Mathilde » 18.04.2010, 21:19

Andreas H hat geschrieben:...Zu Deiner Frage mit den Zähnen: Ich glaube, für die Zähne ist das Kauen von Rohkost besser als lange Erholungspausen. ...
Lieber Andreas, ich wollte Deinen Gedanken gerne unterstreichen.
Mit den Zähnen ist das wie mit den Knochen. Ihr habt wahrscheinlich schon oft gehört, daß Joggen und dergleichen zu einer erhöhten Knochendichte führt. Ebenso wirkt sich das kräftige Kauen auf die Festigkeit der Zähne aus.
Besonders kauintensiv ist der Verzehr von Wildkräutern und Gras. An einem Bissen Gras kau ich schon mal 10 Minuten. Es ist wichtig nicht nur so lange zu kauen bis man die Sachen runterschlucken kann, sondern bis sie "verflüssigt sind" (Um mal Brigitte Rondholz von der Urkostfraktion zu zitieren ;-)
Prima Krafttraining für Kiefer und Zähne ;-)
liebe Grüße

Mathilde

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