Leben ohne Shampoo und Seife

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alim
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Leben ohne Shampoo und Seife

Beitrag von alim » 08.07.2009, 18:04

Hallo ihr lieben!

Seit einiger Zeit habe ich ein dringendes Gefühl, mich von Shampoo, Seife und Co. zu verabschieden. Ich habe in letzter Zeit sowieso schon mein Bedarf daran heruntergeschraubt und bisher einmal die Woche die Haare gewaschen.

Nun ist es aber soweit, mich nun ganz von irgendwelchen Shampoos zu trennen, sogar die aus dem Bioladen möchte ich meiden. Vor allem habe ich nach dem Waschen ohne shampoo, also nur mit Wasser, ein sehr angenehmes, frisches und gutes Gefühl!

Wer hat Erfahrung und weiß, wie man die anfängliche Entzugsphase, die mit viel Fett- und Talgproduktion der Kopfhaut einhergeht, möglichst gut meistern kann?
Es geht mir hier hauptsächlich um Tipps, bis sich mein Haar an das Waschen ohne Shampoo gewöhnt hat und wieder normal aussieht.

Alles Liebe,
Alim
Ich bin, wie Gott mich schuf.

Christa
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Beitrag von Christa » 08.07.2009, 18:40

Lieber Alim,
da empfehle ich Dir Lavaerde. Die bekommst Du im Bioladen oder im Reformhaus. Man nimmt davon etwa einen Teelöffel auf die Handfläche, gibt etwas Wasser hinzu und verreibt sie zwischen den Händen mit dem Wasser. Dann kann man damit ganz hervorragend die Haare waschen. Eine Freundin von mir ist Friseurmeisterin und sie benutzt sie für alle Kunden, die es möchten, weil es ganz hervorragend geht. Du wirst auch keine Entzugsphase haben. Ich kenne viele Menschen, die inzwischen auf Lavaerde schwören.

Herzliche Grüße
Christa
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Konstantin
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Beitrag von Konstantin » 08.07.2009, 21:53

Hallo Christa, hallo Alim

Lavaerde ist wieder etwas was (üblicherweise) gekauft werden muß weil es hierzulande nicht im Garten vorkommt.
Ich beobachte auf unserem Hektar sehr viele verschiedene Bodenarten / Lehmarten. Als Idee gebe ich die Überlegung, daß man aus verschiedenen Lehmarten des eigenen Gartenbodens Lehmschlämme herstellt und ausprobiert mit welcher die Haut- und HaarReinigung am besten funktioniert. Allerdings geht dies nur wenn man Lehm im Garten hat. Bei reinem Sandboden geht dies nicht. Wobei Lehm mir generell günstiger erscheint als reiner Sandboden.

Viele Grüße
Konstantin

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alim
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Beitrag von alim » 09.07.2009, 10:19

Hallo Christa, Konstantin und Fernwaerme,

Erst einmal vielen Dank für eure schnellen Antworten.

Ich denke, es ist auf jeden Fall richtig, den Lehm, bzw. Ton oder ähnliches vom eigenen Grundstück zu nehmen, falls dieses vorhanden ist. Ich habe zwar noch kein eigenes Grundstück, aber ich denke ich kenne Plätze wo man soetwas eventuell herbekommt.

Aber auch das mit der Lavaerde und mit den Brennnesseln möchte ich versuchen, denn es klingt sehr gut. Die Lavaerde werde ich gleich heute kaufen, weil meine Haare ja schon ziemlich fruchtbar aussehen, so schmierig.

Über weitere Tipps bin ich sehr erfreut, schließlich ist es meiner Meinung nach ein wichtiges Thema, da ja nicht nur unser Körper davon beeinflusst wird, sondern auch unsere Umwelt.
Ich bin, wie Gott mich schuf.

tjulin
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Beitrag von tjulin » 09.07.2009, 11:47

Ich benutze auch die Lavaerde von Logona,
alternativ laß ich einmal in einem Buch, kannste einfach in den Wald gehen, dort ca. 1 Meter oder 30cm tief bundeln und die Erde aus der Tiefe benutzen.
Ausprobiert habe ich es allerdings noch nicht.

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Blümchen
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Beitrag von Blümchen » 09.07.2009, 12:25

alim hat geschrieben:Wer hat Erfahrung und weiß, wie man die anfängliche Entzugsphase, die mit viel Fett- und Talgproduktion der Kopfhaut einhergeht, möglichst gut meistern kann?

Die anfängliche Entzugsphase dauert etwa 2-3 Monaten.
So lange werden die Haare furchtbar aussehen ( kann man sie unter einer Kappe verstecken). Danach werden sie auch vom Waschen mit einfach Wasser sauber.
Wenn du alternative Mittel nimmst, werden sich die Haare an sie gewönnen, und dann mußt du die auch regelmäßig verwenden, ob das Bier mit Ei, oder Lavaerde, oder Senfpulver (manche nehmen auch Roggenbrot)
Unterlassene Handlungen ziehen oft einen katastrophalen Mangel an Folgen nach sich.

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Andreas Hinz
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Beitrag von Andreas Hinz » 14.07.2009, 07:47

Interessantes Thema, das mich auch immer wieder beschäftigt. Nach einigen Jahren Kernseife bin ich seit einiger zeit schon auf rein pflanzliche Seife umgestiegen. Nur Wasser an die Haare zu lassen, finde ich am natürlichsten, habe aber selbst meine fettigen Haare dann noch nicht ertragen. Nur wenn ich zum Frisör gehe, nehme ich vorher Shampoo. Das ist die Frage, die mich dabei interessiert. Bei allen alternativen Haarwaschmethoden: Wie macht Ihr das mit dem Haare schneiden? Wenn meine Haare nur Wasser gewaschen sind, das will ich weder dem Frisör noch meiner Mutter zumuten, die mir auch oft die Haare schneidet. Und mit Shampoo frisch gewaschene Haare schneiden sich am besten, besonders wenn sie sich ohnehin gegen Scheren sträuben, wie bei mir. Im Frühjahr, als es meiner Mutter nicht so gut ging und ich das Geld zum Haare schneiden sparen wollte, da machte ich mich vor dem Spiegel selbst das erste Mal heran, mir die Haare selbst zu schneiden. Es war wohl eher Glück, dass es halbwegs gelungen war, bis jetzt habe ich mich noch nicht erneut heran getraut. Haarschneidemaschinen versagen in meinen Haaren. Außerdem ist das auch wieder Technik.
Wie macht Ihr das mit dem Haare schneiden? Habt Ihr Frisöre, die das tolerieren oder sogar in Ordnung finden, wenn ihr Eure Haare ohne Shampoo wascht? Oder schneidet ihr Euch auch in Familie gegenseitig die Haare?
www.sonnengaertnerei.de

Lilian
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Beitrag von Lilian » 14.07.2009, 10:20

..
Zuletzt geändert von Lilian am 10.10.2009, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.

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alim
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Beitrag von alim » 15.07.2009, 20:11

Lieber Lilian! Und alle anderen...

Vielen Dank für das Rezept zum selbermixen. Ich denke ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren. Im Prinzip bin ich überhaupt nicht gegen jegliche natürlich und einfache Mixturen abgeneigt, und besser als shampoo ist es allemal. Aber mein langfristiges Ziel ist natürlich das Waschen ohne jegliche Zusätze.

Neulich, da hatte ich so fettige Haare, und wenn man weg muss, dann möchte man nicht unbedingt so aussehen. Meine einzige Notlösung in diesem Moment war, das Shampoo so weit zu verdünnen, dass es fast nur noch Wasser war. Naja, es ging jedenfalls und ich hatte auch keinen Haarausfall.

Kräutergnom, vor nicht allzu langer Zeit hat meine Freundin, als ich mit ihr über das Haarproblem gesprochen habe, mir etwas von einem Alternativ-Friseur, der auch Ayurveda und Reiki benutzt, erzählt. Sie ist ganz begeistert von ihm, weil er die Kopfhaut auch wunderbar massiert.

Leider ist es etwas teuerer, als woanders, aber vielleicht gibt es sojemanden in deiner Nähe? Am besten, man hat solche Leute als Freunde.

Die gleiche Freundin hat mir auch von einer speziellen Haarbürste erzählt, mit der man sich oft kämmen soll und die auch den Talg überall gleichmäßig verteilt.
Ich bin, wie Gott mich schuf.

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Christine mit Klara und B
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Beitrag von Christine mit Klara und B » 08.09.2009, 18:07

Hallo Alim!

Ich wollte mal nachfragen, wie es dir denn so geht mit dem Haarewaschen?

Ich möchte auch mal dahinkommen mir die Haare nur mit Wasser zu waschen. Vielleicht fange ich kommenden Winter an, da hat man oft Hauben auf und zu Hause kann ich ja so ein Tuch umbinden.
lg

Christine

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