Leben ohne Shampoo und Seife

Moderatoren: Blümchen, Andreas Hinz

lehmling
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Beitrag von lehmling » 08.09.2009, 20:16

oh wie ich mich doch freue, hier in diesem forum gelandet zu sein. ich werde mir in zukunft meine haare und auch mich selbst mit lehm waschen. den habe ich in meinem garten, und mit dem baue ich auch schon längere zeit. warum bin ich nicht schon eher drauf gekommen...ß

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Andreas Hinz
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Beitrag von Andreas Hinz » 12.10.2009, 23:15

Schon vor einiger Zeit habe ich herausgefunden, dass zumindest bei mir die Wäsche sauberer wird, wenn ich sie per Hand wasche, als in der Maschine. Mittlerweile weiche ich die Wäsche einige Stunden ein, in sehr warmem Wasser. Ich bevorzuge die Dusche, eine Schüssel tut es aber auch. Vor kurzem habe ich eine Methode entdeckt, die Wäsche ohne Waschpulver o. ä. sauber zu bekommen. Nachdem die Wäsche mindestens 4 Stunden eingeweicht wurde, drücke ich jedes Stück unter Wasser komplett zusammen. Fast so als wenn ich es auswringe. Dabei wird fast das gesamte Wasser ausgedrückt. Das Stück bleibt unter Wasser, darf auf keinen Fall Luftkontakt bekommen. Ich breite es also vorsichtig unter Wasser wieder aus, entfalte es vollständig. Dabei wird praktisch jede noch so feine Faser von Wasser umströmt. Und durch den Luftabschluss können auch keine Bläschen die Spülkraft des Wassers behindern. Beim erneuten Wasser ausdrücken wird die Fließrichtung umgekehrt. Diesen Vorgang wiederhole ich 5 mal, dann ist das Wäschestück sauber. Am deutlichsten sehe ich das bei Socken, da wird das Wasser schon nach 4 mal recht dunkel. Deshalb reinige ich Socken meistens zum Schluss, mit den hellen Sachen beginne ich im noch sauberen Wasser.
Waschpulver verwende ich nur bei fettigen und öligen Verschmutzungen. Wenn ich doch vorgewaschene Wäsche noch in die Maschine stecke, dann tue ich im Sommer einen Zweig Seifenkraut dazu und im Winter Waschnüsse. Die Reinigungskraft ist in etwa die Gleiche. Und das Seifenkraut wächst in Mitteleuropa teilweise massenhaft.
www.sonnengaertnerei.de

lehmling
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Beitrag von lehmling » 13.10.2009, 22:15

seifenkraut?

Christa
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Beitrag von Christa » 14.10.2009, 10:44

Lieber Lehmling,

Das Seifenkraut ist eine einheimische Pflanze, die an sandigen Ufern, auf Schutt- und Geröllhalden, zwischen Hecken, Gebüschen und in Auwäldern wächst. Zwischen Juni und September blüht das Seifenkraut mit zartrosa, rispenförmigen Blüten. Leider habe ich davon kein Foto da, aber in Kräuterbüchern wirst Du es sicher finden.
Das Seifenkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse. Es wird bei uns auch noch als Hustenwurzel, Waschlaugenkraut oder Rote Seifenwurzel bezeichnet. Als es noch keine Seife gab, wurde damit gewaschen. Man verwendet das Kraut und auch die Wurzel.

Mit dem Seifenkraut kann man waschen, weil es einen sehr hohen Gehalt an Saponinen hat. Das sind natürliche, waschaktive Substanzen - von ihnen her stammt auch der Name Seife oder seifig.
Die Saponine sind allerdings nicht nur zum Waschen geeignet, sondern sie helfen auch bei Husten - deshalb auch Hustenkraut und wirken harntreibend.


Liebe Grüße
Christa
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lehmling
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Beitrag von lehmling » 14.10.2009, 14:54

danke, liebe christa

Natte
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Re: Leben ohne Shampoo und Seife

Beitrag von Natte » 08.06.2012, 21:36

Duschgel verwende ich kaum, stattdessen nehme ich Apfelessig, das reinigt nicht nur die Haut, sondern mineralusiert sie. Da der pH Wert der Haut bei 5,5 liegt, also leicht sauer, vertraegt diese Apfelessig besser als Seife, deren pH Qert im Alkalischen liegt.

Bier und Milch kann zum Haarewaschen eingesetzt werden.

Ich benutze uebrigens gefahrlos schon seit Monaten kein Deo. Um sicher zu stellen dass ich IMMER einen neutralen Geruch habe, feuchte ich meine Achseln mit Wasser an, reibe ein spezielles Salz (Meine Base) ein, und lasse es tro xv knen (un schreite gluecklich in den Tag hinein).

Laura
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Re: Leben ohne Shampoo und Seife

Beitrag von Laura » 19.06.2012, 14:46

Natron geht auch prima als Deo wie Natte es oben beschrieben hat.

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Lulu
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Re: Leben ohne Shampoo und Seife

Beitrag von Lulu » 14.01.2014, 17:17

Ich mische mir mein Duschgel auch selbst zusammen. Dafür verwende ich Rosmarinwasser und Olivenöl. Und das vermische ich dann mit Betain und Pfefferminze.

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